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Der Bürgermeisterkandidat: Markus Ochs (CDU) ist in seiner Freizeit Handwerker

Von Am 27. Mai wählen die Flörsheimer einen Bürgermeister. Wir stellen alle drei Kandidaten von ihrer persönlichen Seite vor. Den Anfang macht Markus Ochs. Der 45-Jährige CDU-Mann tritt als unabhängiger Kandidat an.
Mit der Kreissäge weiß der leidenschaftliche Handwerker Markus Ochs bestens umzugehen. Foto: Knapp Mit der Kreissäge weiß der leidenschaftliche Handwerker Markus Ochs bestens umzugehen.
Flörsheim. 

Konzentriert legt Markus Ochs den Zollstock an. Ein prüfender Blick – dann setzt er seine Handkreissäge auf die Holzplanke, die er ausgemessen hat. Mit einem Knopfdruck frisst sich das Sägeblatt durch das weiche Arbeitsmaterial. Nach wenigen Sekunden fällt das Ende des dekorativen Bretts zu Boden. Der Wahlkämpfer ist zufrieden. Ochs hat diese Arbeitsschritte in den vergangenen Monaten schon etliche Male durchgeführt. Für den Bürgermeisterkandidaten, der im Alltag viel mit dem Kopf arbeitet, ist die körperliche Beschäftigung ein Ausgleich.

Für Stiftungen gearbeitet

In der Wahrnehmung vieler Flörsheimer verschwand Markus Ochs nach seiner Amtszeit als Erster Stadtrat von der Bildfläche. Der CDU-Mann war jedoch auch abseits der Tätigkeit für die Flörsheimer Verwaltung noch vielfältig aktiv. Ochs arbeitete beim Aufbau mehrerer Stiftungen mit. Nach dem Ausstieg 2013 aus der Politik habe er zwei Jahre lang für den Bundesverband Deutscher Stiftungen in Wiesbaden gearbeitet, erzählt Ochs. Im Jahr 2015 übernahm er eine Stelle bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die eine Regionalstelle in Frankfurt aufbaute. Entspannung fand Ochs im Garten hinter dem Haus seiner Familie in Wicker. Der 45-Jährige legte aber nicht etwa die Beine hoch und sonnte sich. Markus Ochs lebte vielmehr seine Freude am Heimwerken aus. Aus einem Stück Wiese, das an einen Haufen Bauschutt grenzte, zimmerte er eine Veranda mit Außensauna. Handwerkliches Arbeiten sei sein selbst erklärtes Hobby, berichtet Ochs. „Dabei kann ich gut abschalten.“

Der neue Außenbereich entstand auf den Überresten einer Waschküche seiner Schwiegermutter. Zuerst habe er geplant, eine Sommerbar mit Küche vor die verbliebene Mauer zu stellen. Nachdem er feststellte, wie brüchig das Mauerwerk war, habe er sich jedoch für eine Sauna-Hütte entschieden. Ochs erwarb ein vorgefertigtes Stecksystem, das er im Sommer 2017 fertig zusammengebaut hatte. Danach machte er sich an den Aufbau der Veranda zwischen Sauna und Wohnhaus. „Das vergangene halbe Jahr hat er nichts anderes gemacht“, berichtet Ehefrau Natalie Ludwig-Ochs. Der Heimwerker nutzte vor allem freie Samstage für die schweißtreibende Arbeit. „Die Woche über war es utopisch“, sagt Markus Ochs.

Am schwierigsten sei der Aufbau der Unterkonstruktion gewesen, erzählt der Bürgermeisterkandidat. Er habe betoniert und Steine geschleppt, um den unebenen Untergrund mit mehreren Stützen auf eine Höhe zu bringen. Beim Graben half einer der beiden Söhne aus Ochs’ erster Ehe. Mit seiner gegenwärtigen Frau hat er einen weiteren Sohn. Außerdem brachte Natalie Ludwig-Ochs eine Tochter mit in die Ehe. Auch die Kinder profitierten vom Heimwerker-Fieber des Wahlkämpfers: Neben seinem Terrassen-Projekt fand Markus Ochs noch die Zeit, ein neues Dach über dem Klettergerüst des Nachwuchses zu installieren. Außerdem brachte er eine Reckstange an. „Alles noch vor Eröffnung der Spielsaison“, betont der Vater. Er liebe es, mit Holz zu arbeiten, erläutert Ochs. Er könne sich noch daran erinnern, wie er zusammen mit seinem Vater ein Dachgeschoss mit Nut- und Federbrettern verkleidete. „Mein Traum wäre ein altes Fachwerkhaus“, so der Wickerer.

An der Veranda fehlt mittlerweile nur noch die Seitenverkleidung in Richtung Hof. Markus Ochs hat sich allerdings bereits das nächste Projekt in den Kopf gesetzt: Der 45-Jährige möchte die Terrasse mit Holzstützen und einem Blechdach vor Regen schützen. Derweil wünscht sich Natalie Ludwig-Ochs eine Holzeinfassung für den Pool, den die Familie im Sommer im Hof aufbaut. „Mein Projekt ist beendet, wenn die Überdachung steht – aber die Kreissäge ist ja noch da“, erklärt Ochs lachend. Seine Frau sei ebenfalls handwerklich begabt.

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