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Betriebshöfe müssen nach Süden an den Bahndamm weichen: Mehr Platz für Wohnungen in Höchst

Von Der Weg für weiteren Wohnungsbau an der Palleskestraße ist frei: Über die Verlegung der Betriebshöfe von FES und Straßenbauamt ist eine Einigung erzielt worden. Die Pläne werden kommende Woche im Ortsbeirat vorgestellt.
Der Betriebshof der FES in der Breuerwiesenstraße muss wegen des Kofferraum-Services auch zukünftig gut erreichbar sein. Foto: Leonhard Hamerski Der Betriebshof der FES in der Breuerwiesenstraße muss wegen des Kofferraum-Services auch zukünftig gut erreichbar sein.
Höchst. 

Seit Jahren wird über die Verlegung der Betriebshöfe der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und des Amts für Straßenbau und Erschließung in Höchst diskutiert, um Platz für Wohnungsbau zu schaffen. Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit: Zu Beginn der Ortsbeiratssitzung am Dienstag, 17. Januar (17 Uhr, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Bolongarostraße 110), soll vorgestellt werden, wie die Verlegung gedacht ist.

Der Vorschlag stammt vom früheren Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 6, Hubert Schmitt. Derzeit befindet sich der Betriebshof der FES in der Breuerwiesenstraße /Ecke Palleskestraße, auf der nördlichen Straßenseite; der Betriebshof des Straßenbauamts liegt etwas weiter östlich auf der Nordseite der Palleskestraße. Dort gibt es unter anderem ein großes Lager mit Verkehrsschildern, Absperrbaken und Pylonen. Auch das Grünflächenamt nutzt in dem Areal des Straßenbauamts mehrere Garagen, die über die gleiche Zufahrt erreichbar sind. Aber: Die Gebäude sind seit Jahren sanierungsbedürftig und zu klein; dort stehen bereits Bürocontainer.

200 Meter entfernt

Der Betriebshof der FES ist unter anderem Anlaufstelle für den Kofferraumservice: Dort können Anwohner Elektrogeräte, Sperrmüll, Autobatterien oder auch Grünschnitt entsorgen. Das soll auch am neuen Standort – etwa 200 Meter entfernt – so bleiben. Dann wird man die Betriebshöfe aber südlich der Palleskestraße finden, direkt am Bahndamm. Beide Betriebshöfe sollen auf ein Grundstück verlegt werden, das der Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) gehört. Die KEG hatte im Jahr 2010 das weitläufige Gelände der ehemaligen Breuerwerke auf der Südseite der Palleskestraße erworben, auf dem auch die Höchster Porzellan-Manufaktur untergebracht ist.

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Kommentar: Eine neue Verkehrslösung für Höchst-Ost ist ...

Dass die Bebauung im Osten Höchsts verdichtet wird, ist gerade angesichts der vielen brachliegenden Flächen rund um die Palleskestraße nicht nur sinnvoll, sondern eine Notwendigkeit.

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Der Getränkemarkt „Schluckspecht“ in der Palleskestraße 36 c, der sich derzeit ebenfalls auf dem Grundstück befindet, will nach Sossenheim an die Heinrich-Hopf-Straße umziehen; von einem Preis von 2,2 Millionen Euro für das Areal ist die Rede. Neu gebaut worden ist auf dem Breuerwerke-Grunstück bereits die IGS West; für die beiden Betriebshöfe stehen zwischen Schule und Bahndamm noch rund 12 000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Es kann schnell gehen

Und wann geht es los? KEG-Chef Rainer Wrenger erklärt: „Der Getränkemarkt wird den Komplex bis zum Spätherbst geräumt haben. Wir haben mit ihnen abgesprochen, dass sie schon vorher ein bisschen zusammenrücken, so dass wir früher beginnen können, vielleicht schon im Frühjahr.“ Zuerst soll eine zweite Zufahrt zur Erschließung des Grundstücks gebaut werden, und zwar auf einem freien Streifen rund um den Parkplatz des Aldi-Markts an der Kurmainzer Straße herum. „Der Streifen ist damals extra zur Erschließung des Areals dahinter freigelassen worden“, sagt Wrenger. Die bisherigen Betriebshof-Flächen sollen nach dem Umzug für den Wohnungsbau genutzt werden. „Wir haben da ein ganz besonderes Wohnprojekt im Auge“, kündigt Wrenger an. Es könnten Wohnungen gebaut werden, ohne das Natur zerstört wird.

Die Palleskestraße ist nicht erst seit dem Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) West und der Problematik um die Containeranlage, in der die Sossenheimer Henri-Dunant-Schule und das Gymnasium Nied provisorisch untergebracht sind, im Fokus der Planer. Auch ein Gutteil der in den vergangenen Jahren auf dem ehemaligen Wesner-Gelände entstandenen Neubauten wird über die Palleske- und die Breuerwiesenstraße erschlossen. Seit geraumer Zeit gibt es auch die Begehrlichkeiten, dort weiter zu bauen.

Viele Neubauten

Die Struktur des Viertels, das am Rand des Stadtteils im Übergang zu Kleingärten, der Sportanlage am Stadtpark und landwirtschaftlich genutzten Feldern liegt, hat sich seit 2008 drastisch verändert. Damals, zwei Jahre vor dem Kauf des Breuer-Geländes, hatte die KEG das Wesner-Gelände erworben und mit der Umsetzung der Neubauvorhaben mit mehr als 90 öffentlich geförderten Mietwohnungen, 28 Einfamilienhäusern und einem Seniorenpflegeheim begonnen. Auch das erste „Haus des Jugendrechts“ in ganz Frankfurt und die Fritz-Redl-Schule (früher Euckenschule), eine kleine Förderschule, kamen dort unter. Entlang der Breuerwiesenstraße realisierte die KEG dann weitere 60 Wohnungen. Doch an der Grenze des FES-Wertstoffhofs war bislang Schluss.

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