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Tradition des Osterbrunnens wiederbelebt: Mehr als 400 kleine Eier und ein großes Straußenei

Die „Bürger für Hornau“ haben die Tradition des Osterbrunnens wiederbelebt. Zwei Damen, ihre Ehemänner und ganz viele Kinder halfen mit.
Am Pfingstborn wurde jetzt der Brunnen mit einer Osterkrone verziert. Der Brauch stammt aus der Fränkischen Schweiz, die Hornauer lassen ihn hier jetzt wieder aufleben. Bilder > Foto: Knapp Am Pfingstborn wurde jetzt der Brunnen mit einer Osterkrone verziert. Der Brauch stammt aus der Fränkischen Schweiz, die Hornauer lassen ihn hier jetzt wieder aufleben.
Hornau. 

„Mir gefällt die Osterkrone sehr gut.“ Nicht nur Bürgermeister Albrecht Kündiger lobte den neuen Schmuck am Pfingstborn, der jetzt vom Verein „Bürger für Hornau“ eingeweiht wurde. Auch viele andere Schaulustige, die sich an diesem Nachmittag um den Brunnen an der Ecke Hornauer Straße/Theresenstraße scharten, waren sichtlich angetan von der Idee. Damit hat der Verein einmal mehr etwas auf die Beine gestellt, um das Ortsbild zu verschönern.

Den Stein ins Rollen gebracht haben Petra Goldmann und Helga Schwendel, als sie vor drei Wochen zusammensaßen und die Osterkrone ausheckten. Daraufhin verdonnerten sie ihre Ehemänner, die Idee umzusetzen. Da sowohl Armin Schwendel als auch Raimund Goldmann gelernte Schlosser sind, war die Realisierung des gewünschten Metall-Gerüsts für die Osterkrone dann kein Problem – wenngleich das Projekt angesichts der Schweißarbeiten natürlich Schweiß und Mühe gekostet hat. Michael Jung, der Vorsitzende der „Bürger für Hornau“, lobte daher die Schlosser, die ihr Handwerk verstünden.

Drei neue Bäume

Die „Bürger für Hornau“ waren schon vor der Einweihung des Brunnens aktiv. Es wurden drei Schwarzerlen am Liederbach in der Nähe der Brücke am Dingesweg gepflanzt.

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Petra Goldmann und Helga Schwendel holten dazu noch die Kitas von St. Hildegard und St. Stephanus mit ins Boot, die mit den Kindern gerne rund die Hälfte der bunten Plastikeier mit Farben verzierten. Dann wurde aufgefädelt, was die Familie Schwendel übernahm, bei der auch Sohn Tobias mithalf. Und das war ebenfalls eine ganz schöne Arbeit angesichts der je 46 Eier, die an den 8 Kronengerüsten ringsherum anzubringen waren, was sich allein auf 368 Eier aufsummiert hat. Dazu kommen noch einmal 32 Plastikeier im Kreis. Die Spitze der Osterkrone bilden dann noch einmal 60 Wachteleier aus Plastik. Das einzige echte Ei in der Mitte der Osterkrone ist ein ausgeblasenes Straußenei. Schmückendes Beiwerk sind die verarbeiteten Buchsbaum-Zweige.
 

„Der Osterbrunnen zeigt, dass viele gute Ideen auch ohne die Stadt in Eigeninitiative entstehen können“, freute sich Kündiger. „Der Brunnen ist der Garant, dass der Frühling kommt“, sagte er zur erst seit etwa hundert Jahren bestehenden Tradition der Osterbrunnen, die in der Fränkischen Schweiz begründet wurde. Der Brauch, vor Ostern öffentliche Dorfbrunnen mit bemalten Eiern und anderen Verzierungen zu schmücken, ist seit den 1980er Jahren auch in weiten Teilen Süd-, Mittel- und Ostdeutschlands verbreitet. Die Anordnung der Eier erinnert meist an die Form einer Krone und wird deshalb auch Osterkrone genannt.

Die „Bürger für Hornau“ haben zudem bereits im Vorjahr mit einer stattlichen Gruppe von 2 bis 80 Jahre alten Hornauern und der Pfarrgemeinde das Osterklappern aufleben lassen. Damit wurde früher am Karfreitag und Karsamstag – „wenn die Glocken schweigen“ – praktisch die Zeit angesagt. Dieses überlieferte Spektakel soll wieder gepflegt werden und zwar um 6, 12 und 18 Uhr am Karfreitag sowie um 6 und 12 Uhr am Tag darauf.

 

Der nächste Termin ist die Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr, im Gasthaus „Zum Taunus“. Es stehen Neuwahlen an.

 

(wom)
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