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Die 7,1 Millionen registrierten Haustiere betreut der Verein Tasso nun von Sulzbach aus: Mit Hund an den neuen Arbeitsplatz

Von Der Umzug des Tierschutz-Kompetenzzentrums Tasso von Hattersheim in die Sulzbacher Otto-Volger-Straße 15 ist abgeschlossen. 70 Mitarbeiter, die vorher an verschiedenen Standorten verteilt waren, arbeiten jetzt auf einer Etage, um Tierhaltern rund um die Uhr bei Problemen zu helfen.
Philip McCreight, hier mit seinem Hund Ben auf dem Arm, leitet Tasso. Sein vierbeiniger Freund ist bei der Arbeit immer mit dabei. Philip McCreight, hier mit seinem Hund Ben auf dem Arm, leitet Tasso. Sein vierbeiniger Freund ist bei der Arbeit immer mit dabei.
Sulzbach. 

Noch sind nicht alle Kisten ausgepackt, noch ist nicht alles an seinem Platz, aber der Betrieb läuft reibungslos weiter. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter nehmen quasi im Minutentakt Gespräche an. Das Telefon steht nicht still, denn Tasso ist mit 7,1 Millionen registrierten Haustieren das größte Haustierzentralregister Europas. Jedes Jahr laufen rund 105 000 Haustiere weg, die bei Tasso registriert sind – etwa als 60 000 Katzen und 45 000 Hunde. Die Registrierung hilft, die Tiere wiederzufinden.

Das Tasso-Team beschäftigt aber auch noch Mitarbeiter mit anderen Themen des Tierschutzes. Die Fachleute des Vereins beantworten rechtliche und medizinische Fragen, sind bei der Suche nach einem Tierarzt behilflich und unterstützen Tierfreunde über das Online-System Shelta bei der Suche nach einem neuen Haustier.

Alle zehn Minuten findet ein Tier zurück nach Hause

Die Notrufzentrale bei Tasso ist rund um die Uhr besetzt, wobei die Mitarbeiter die Dienste am Wochenende und nachts von zu Hause aus erledigen.

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„Wir haben uns 30 bis 40 Exposés in der Umgebung angeschaut. Hier in Sulzbach hat das Preisleistungsverhältnis gestimmt“, sagt der 46 Jahre alte Leiter des Unternehmens, Philip McCreight, zur Suche nach dem neuen Standort. Der in Stockholm geborene McCreight – die Mutter ist Deutsche, der Vater Amerikaner – lebt seit seinem vierten Lebensjahr in Deutschland. Nach dem Abitur studierte er Kunstpädagogik, Biologie und Psychologie in Frankfurt. Seit dem Gründungsjahr von Tasso 1982 begleitet und moderiert er die Entwicklung des Vereins, zunächst als leitender EDV-Verantwortlicher und seit 1992 als Leiter der Zentrale. „Mich fasziniert die Kombination Technik, Menschen, Tiere“, sagt McCreight, der im Alter von sechs Jahren seinen ersten Hund bekam, und seitdem immer einen Vierbeiner an seiner Seite hatte.

 

Werbung für Transponder

 

An weiteren Schlüsselstellen bei Tasso tätig sind der tierschutzpolitische Sprecher Mike Ruckelshaus und die für den Auslandstierschutz zuständige Petra Zipp.

Hinter der Abkürzung Tasso verbirgt sich „Tierauskunftssuchdienst systemorientiert“ – ein Begriff, der heute antiquiert klingt und in der Präsentation keine Rolle mehr spielt. Das Unternehmen, das als eingetragener Verein geführt und mit Spenden finanziert wird, wirbt mit dem Slogan „12 Millimeter – mehr braucht ihr Tier nicht, um ein Leben lang geschützt zu sein“. Denn so groß ist ein Mikrochip beziehungsweise Transponder, der dem Tier vom Tierarzt implantiert wird. Dieser Chip enthält eine eindeutige Codierung zur Identifizierung des Tieres.

Eine gleichzeitige Registrierung aller Tierdaten bei Marktführer Tasso oder einer vergleichbaren Einrichtung – dieser Schritt ist dringend erforderlich – soll gewährleisten, dass das Tier bei Verlust schnell und unbürokratisch zurückkommt. Doch nicht nur der Transponder soll dafür sorgen. Tasso sorgt dafür, dass Suchmeldungen im Internet verbreitet werden und stellt Suchplakate zur Verfügung, die jeder aufhängen kann.

Die Mitarbeiter in der Tasso-Zentrale – so die Pressesprecherin Silke Steinsdörfer – sind stark motiviert, weil sie eines verbindet: „Sie haben eine Beziehung zu Tieren, fühlen sich ihnen verpflichtet, wollen ihnen das Leben schön machen und für ihren Schutz einstehen.“ Das alles wiege in diesem Unternehmen mehr als Status, Aufstiegschancen oder Gehalt.

 

„Goldene Pfote“

 

So ist es bei Tasso selbstverständlich, dass die Mitarbeiter ihre Haustiere mit an den Arbeitsplatz bringen dürfen. Beim Gang durch die Flure und Büros können Besucher die Begleiter sehen: kleine und große Hunde liegen gemütlich in ihren Körbchen, während ihre Herrchen arbeiten, und fühlen sich offensichtlich wohl.

Tasso präsentiert sich auch außerhalb Sulzbachs der Öffentlichkeit. Am Samstag, 20. September, verleiht der Verein bei seiner Veranstaltung „Rund ums Tier“ im Frankfurter Holiday Inn Airport-North-Hotel zum 7. Mal den Tierschutzpreis die „Goldene Pfote“. Ausgezeichnet werden dieses Mal Rettungsaktionen, bei denen mutige Helfer Tiere aus gefährlichen und ausweglos scheinende Situationen gerettet haben.

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