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Tag der offenen Tür im Tierschutzverein: Mit „Sam“ auf Besichtigungstour

Erneut waren die Tage der offenen Tür im Tierheim erfolgreich. Trotz der brütenden Hitze kamen am Wochenende wieder viele Besucher in die Tierschutzeinrichtung an der Landstraße zwischen Hattersheim und Weilbach.
Hattersheim. 

Die Landstraße war schon am Samstag rechts und links in der Nähe des Tierheims zugeparkt, das mit seinem Tag der offenen Tür wieder viele Besucher anlockte. Am Sonntag kamen noch weit mehr. „Nur einen Tag die Pforten zu öffnen lohnt nicht“, meinte Tierheim-Leiter Christian Reiter im Hinblick auf den Aufwand, den der Tierschutzverein schon alleine wegen der Anmietung der mobilen Toilettenanlagen beim Sommerfest hat. Außerdem ist der Besucherstrom an zwei Tagen so gut verteilt, dass das Helferteam auch für Gespräche mit eventuell künftigen Herrchen und Frauchen zur Verfügung stehen kann.

Spendenkonto

Für die weiteren Renovierungsarbeiten an der Außenfassade des Tierheims, die notwendig sei, bittet der Tierschutzverein um Spenden.

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Derzeit warten im Tierheim „nur“ sechs Hunde, 21 Katzen sowie ein paar Kaninchen und Meerschweinchen auf ein neues Zuhause, weil in jüngster Zeit viele Altfälle vermittelt werden konnten. Zu den ganz neuen Tieren gehört „Sam“, der beim Tag der offenen Tür in seinem Außenzwinger unter einem Sonnensegel aufmerksam die vielen Besucher beobachtete. Der bildschöne schwarz-weiße Husky-Malamut-Mix dürfte gute Chancen auf eine Vermittlung haben, weil er erst ein halbes Jahr alt ist. Abgegeben wurde der Welpe im Tierheim, weil er sich nicht als Wachhund eignet, sondern vielmehr winselnd und jaulend seinen Dienst versagt hat. Für Sam wie die anderen Hunde wird ein Zuhause gesucht, in dem nicht gerade Herrchen und Frauchen voll berufstätig sind. Da sind viele Katzen völlig anders: Das K.-o.-Kriterium bei Freigänger-Katzen ist eine vielbefahrene Straße vorm neuen Zuhause.

 

Freizeit geopfert

 

Zu den Besuchern gehörten aber auch die Mitglieder des Tierschutzvereins, die dieses Mal sogar per Telefon von Schriftführerin Katja Skikinski eingeladen worden waren und die sich über diese persönliche Ansprache und Wertschätzung gefreut haben.

Nicht wenige wollten zudem die Tafel sehen, auf der alle Spender aufgeführt werden, die sich bei der nun abgeschlossenen Renovierung des Hundehauses mit jeweils mindestens 150 Euro finanziell beteiligt haben. Tierheim-Leiter Reiter hat seine Freizeit komplett dafür geopfert. Andreas Steuber hat für die Aktion sogar zwei Wochen Urlaub genommen, in denen er zusammen mit anderen ehrenamtlichen Tierschützern geackert hat, damit der Verein nur mit den 1400 Euro für die Materialkosten belastet wird. Dies ist nötig, angesichts des Haushaltsdefizits im Vorjahr in Höhe von 38 000 Euro.

 

Neue Auflagen

 

Als nächstes muss jetzt die gesamte Außenfassade gemacht werden, weil diese durch den abgesackten Untergrund des ehemaligen Deponiestandorts praktisch abgebröckelt ist. Zu schaffen machen dem Tierheim auch noch die neuen Auflagen der Unfallkasse, wegen der jetzt unter anderem ein Betriebsarzt gebraucht wird, was zusätzliche Kosten verursacht. Schon die üblichen monatlichen Betriebs- und Unterhaltungskosten, die nicht mit der vom Tierheim angebotenen Ferienbetreuung für Hunde für 15 Euro am Tag aufgefangen werden können, sind immens.

Neben den rund 1000 Euro für das Futter der Tiere sind noch die 3000 Euro für die unumgänglichen acht Mini-Jobber zu schultern, die sich im Frühdienst um die Tiere kümmern müssen, bis die 22 ehrenamtlichen Helfer im Wechsel nach ihrer eigentlichen Arbeit einspringen können und dann beispielsweise mit den Hunden Gassi gehen. Ein großer Posten sind außerdem die Tierarztkosten, die auch schon mal bei gut 5000 Euro liegen können.

So hat der Tierschutzverein auch die Kosten für die Entfernung des großen Bauchtumors übernommen, den die kleine Ria vor anderthalb Wochen entfernt bekam, über deren Rettung das Kreisblatt berichtete. Der mittlerweile wieder muntere kleine Dackel-Mix, der von einer der Tierheim-Helferinnen „adoptiert“ wurde und bestens versorgt wird, gehörte zu den „Ehemaligen“ des Tierheims, die zusammen mit ihren Herrchen und Frauchen am Wochenende auch zur Stippvisite kamen.

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