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Aktion am Neufville-Turm: Mond-Nacht als Beitrag zur Turm-Rettung

Geschichten um Magier und Wünsche auf Reispapier runden eine besondere Aktion am Neufville-Turm ab.
...die Eppsteiner am Neufville-Turm. Bilder > ...die Eppsteiner am Neufville-Turm.
Eppstein. 

„Ich habe 40 Jahre lang darauf gewartet, dass so etwas wie heute Nacht hier auf dem Neufville-Turm passiert“, freute sich der aus Vockenhausen stammende Künstler Peter Damm am Sonntagabend. Denn Eric Reumuth hat es einmal mehr geschafft, dass versteckt im Wald oberhalb vom Bahnhof liegende Kleinod stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Mehr als 50 Menschen zog es mit Picknickdecken und Getränken zur Romantiknacht rund um die Kleinburg des Bergparks anlässlich des Blutmonds.

Nach der außergewöhnlichen Lesung auf dem Neufville-Turm Anfang September, bei dem viele Besucher auf den Treppenstufen im Inneren des Turms den Eppsteiner Autorinnen Brina Stein und Ute Hiemann gelauscht hatten, hatte Reumuth die Idee zu dieser XXL-Mondnacht. Dabei war der Erdtrabant unserem Planeten besonders nahe gekommen. Innerhalb von zwei Wochen war das aber auf der Burg, die eigentlich als Veranstaltungsort dienen sollte, nicht auf die Beine zu stellen, wie der engagierte Marktleiter der Stadt feststellen musste. Reumuths Freund Ralf Dihlmann, Herr des Neufville-Turms, bot kurzerhand ein weiteres Mal seine Unterstützung an.

„Ich bin in Eppstein geboren, war aber noch nie auf dem Turm“, sagte einer der Besucher begeistert. „Ihr seid die ersten, die den Mond heute Abend sehen können“, freute sich Reumuth riesig, als auch noch zwei Mitglieder der Burgschauspieler die vielen Stufen hochgestiegen waren. Rund um die Tische und Stühle des Freiluft-Cafés brannten schon die Feuerschalen und wärmten die Besucher, die diese besondere Atmosphäre sehr genossen.

Die Lesungen von Brina Stein, Ute Hiemann und der Fantasie-Autorin Stefanie C. Pier rund um Mondnächte, Magier und maritime Geschichten im Turm und am Lagerfeuer taten ein Übriges, um in der Blutmond-Nacht den Zauber dieses Ortes zu erhöhen. Wer wollte, konnte außerdem seine Wünsche auf Reispapier schreiben und sie dann mit den Flammen in der Hoffnung auf Erfüllung zu den Sternen schicken. Diese Idee hatte Nadine Claire Pfisterer beigesteuert, die vor kurzem ein Zentrum für präventive Gesundheitsmaßnahmen in der Burgstadt eröffnet hat und zu denjenigen gehört, die den Neufville-Turm wieder ins Rampenlicht rücken wollen.

„Wenn hier nicht innerhalb der nächsten Jahre etwas passiert, kann irgendwann keiner mehr auf den Turm“, betonte Reumuth. Das über 130 Jahre alte Gemäuer sollte dringend saniert werden. Der Marktleiter möchte deshalb den Neufville-Turm zu einem kulturellen „Hotspot“ entwickeln, wie er sagt. Mit solchen Veranstaltungen möchte er Sponsoren für nötige Baumaßnahmen am Turm finden.

(lux)
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