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Okrifteler Alexander Schaub: Mord ist sein Hobby

„Der Engelmacher von Frankfurt“ heißt das Erstlingswerk des 45-Jährigen, der schon eine Fortsetzung im Kopf hat.
Alexander Schaub Foto: Hans Nietner Alexander Schaub
Okriftel. 

Was lange währt wird endlich gut. Dieses Motto könnte auf Alexander Schaub zutreffen. Denn der Okrifteler hatte vor 13 Jahren die erste Version eines Krimis beendet, dann in der Schublade liegen lassen, mehrmals umgeschrieben und diesen schließlich dem Frankfurter Verlag „Mainbook“ von Gerd Fischer angeboten. Seit Anfang Juli ist das Buch unter dem Titel „Der Engelmacher von Frankfurt“ auf dem Markt.

Während andere nach der Arbeit oder am Wochenende ihre Freizeit genossen, schrieb Alexander Schaub Gräueltaten für sein Erstlingswerk nieder. „Ich bin froh, wenn du es schreibst und das nicht selber machst“, erzählt er lachend über die Aussage seiner Frau Corinna, die immer wieder die Texte gelesen, korrigiert und ihm einige Tipps gegeben hatte. Sogar das Ende der Story schrieb er aufgrund ihres Rates um. „Es war zu schwach“, hatte sie gemeint. Die beschriebenen Taten des Ritual- und Serienmörders haben es jedenfalls in sich: Der Mörder hat es auf blonde Frauen abgesehen, schneidet ihnen die Zunge raus, stopft ihnen eine kleine Schlange in den Rachen, näht den Mund zu und bahrt die Toten mit Papierflügeln auf.

Im realen Leben findet Alexander Schaub die Taten natürlich nicht gut. Aber dramaturgisch müsse es eben passen. Denn ein Krimi sollte schließlich spannend sein. Die Handlungsstränge müssen genau überlegt und das Motiv des Täters vorhanden wie stimmig sein. Sonst wirke die Geschichte unglaubwürdig. Das Mordmotiv seines Täters ist Alexander Schaub während des Musikhörens eingefallen. Diese Vorliebe spielt beispielsweise auch beim Engelmacher eine wichtige Rolle.

„Ich habe ganz viele Ideen“, sagt der 45-Jährige mit der sympathischen Stimme und denkt bereits über eine Fortsetzung seines Krimis nach. „Eine Serie soll es werden. Ich mag es, wenn Personen, die dort agieren, sich weiter entwickeln“, äußert er sich mit Blick auf seine Hauptfiguren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um den Privatdetektiv und Ex-Polizisten Thomas Martini und seine Ex-Kollegin Andrea Lamprecht. Die Polizistin und ihr Kollege, Kriminaloberkommissar Stefan Carstens, sollen nämlich die Morde aufklären. Da die Opfer stets eine enge Verbindung mit Thomas Martini hatten, gerät dieser schließlich unter Verdacht. Eine Verfolgungsjagd beginnt: Sowohl nach dem Mörder, als auch nach Martini, der schließlich gehetzt von Frankfurt nach Düsseldorf flüchten muss.

Seine Heimatstadt Frankfurt steht bei Alexander Schaub im Fokus des Geschehens. Als waschechter Frankfurter Bub kennt er sich dort gut aus und spart auch nicht mit Daten oder Erklärungen über die Sehenswürdigkeiten und Orte. Im vergangenen Jahr jedoch kehrten Schaub und seine Ehefrau der Stadt den Rücken und sind nach Okriftel gezogen. Zufällig sozusagen: „Weil uns der Ort und das Haus dort gefallen haben“, erklärt er die Entscheidung.

Am meisten haben sich seine Eltern über seine Schreiblust gewundert. „Ich war in der Schule in Deutsch immer schlecht“, erinnert sich der Krimi-Autor, der seinen Lebensunterhalt im Bereich 3D-Druck im technischen Support verdient. Dennoch hat er sich nicht vom Schreiben abbringen lassen. Und das autodidaktisch und ohne Krimi-Schreibkurse. Ein bisschen Glück gehört manchmal auch dazu. Zum Beispiel als seine Frau Corinna vor zwei Jahren auf den Frankfurter Verlag „Mainbook“ im Internet aufmerksam geworden war.

Die erste Lesung des Autors ist für Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr, im Friseursalon „Heikes Hairstyling“, Jägerallee 25, in Frankfurt, geplant. Um eine telefonische Anmeldung wird unter (0 69) 39 33 26 gebeten. Der 209-seitige Krimi kostet übrigens 10,70 Euro. Mehr über Alexander Schaub gibt es unter: www.alexander-schaub.de oder www.der-engelmacher.de.

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