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Multikulti: Nach 60 Jahren ist die Kita „Sancta Maria“ renovierungsbedürftig

Bereits 1942, während des zweiten Weltkrieges, wurde in Ruppertshain ein seinerzeit noch staatliches Kindergartenprovisorium in der Gaststätte „Zum grünen Wald“ eingerichtet. Unter Pfarrer Atzert entstand 1957 der katholische Kindergarten „Sancta Maria“, der mittlerweile drei Kindergartengruppen hat. Die Fragen nach Umbau und Sanierung sind indes noch ungeklärt.
Ein Blick in die Räume der Kita „Sancta Maria“ Ein Blick in die Räume der Kita „Sancta Maria“

Dichtes Gewusel herrscht in den Gängen und Gruppenräumen der Kindertagesstätte „Sancta Maria“ in Ruppertshain. Seit nunmehr sechs Jahrzehnten werden in dem Ende der 50er-Jahre erbauten Wohnhaus an der Sankt-Matthäus-Straße Kleinkinder betreut. Von außen lässt sich die Kindertagesstätte zunächst nur erahnen. Betritt man jedoch die Räume, wird schnell klar, dass hier jeden Tag bis zu 68 Kinder basteln, spielen und lernen.

Schwerpunkt-Kita

„Unser Motto ist ,gemeinsam alle zusammen‘“, erklärt Kindergartenleiterin Kerstin Starey. Gemeinschaft und das Zusammenleben verschiedener Kulturen stehen bei ihr ganz oben auf der Agenda. Weshalb das so ist, erläutert sie folgendermaßen: „Wir sind eine Schwerpunkt-Kita, das heißt, dass bei mindestens 20 Prozent der Kinder die Kindergartenkosten vom Jugendamt übernommen werden oder die Kinder keine deutschen Eltern haben.“ Elterngespräche fänden häufig gemeinsam mit einem Übersetzer statt. Nachteile sieht die Leiterin dadurch nicht. Im Gegenteil: Das Kennenlernen anderer Kulturen sei für Eltern und Kinder spannend und gegenseitig befruchtend. So sei dies auch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten erkennbar gewesen. Ob Somalia, Polen, Amerika oder Deutschland, die Eltern verständigten sich gut untereinander und interessierten sich für Gepflogenheiten anderer Länder.

„Das Multikulti läuft total entspannt“, sagt die Leiterin. Bedauernswert ist für sie jedoch die hohe Fluktuation bei den ausländischen Kindern. Die in Ruppertshain aufgenommenen Flüchtlingskinder besuchten zunächst die Kindertagesstätte „Sancta Maria“, würden dann aber bereits nach Anerkennung des Bleiberechts oftmals wegziehen. Die Ursache hierfür liege nicht zuletzt in den teuren Wohnraumpreisen der Region.

Über eine mangelnde Nachfrage nach Kindergartenplätzen kann sich der Träger, die katholische Pfarrei Sankt Franziskus Kelkheim, dennoch nicht beklagen. Gestartet wurde Ende der 50er Jahre mit einer Kindergartengruppe. Mittlerweile sind es drei Gruppen mit jeweils gut 20 Kindern. Die nahezu 70 Kinder, in Bären-, Mäuse- und Igel-Gruppe eingeteilt, fühlen sich wohl. Doch schaut man genauer hin, ist schon zu sehen, dass für die in die Jahre gekommenen Räume der Kindertagesstätte ein gewisser Sanierungsbedarf besteht.

Neuplanung

Auf Anfrage erklärte Pfarrer Klaus Waldeck, dass die ehemals entwickelten Pläne zur Erweiterung der Kita mit einem Notausgang und einem separaten U 3-Betreuungsraum nicht mehr aktuell seien. Der Bedarf dafür sei in Ruppertshain zu gering. Jedoch habe die Stadt einen Betrag „zur Seite gelegt“, um künftige Baumaßnahmen zu unterstützen. Die Kirchengemeinde warte nun auf geeignete Planungen aus Limburg. Die dortige Architektin erarbeite unter den aktuellen Rahmenbedingungen und Anforderungen ein neues architektonisches Konzept, mit dem St. Franziskus dann an die Stadt herantreten werde, berichtet Waldeck.

Die Stadt will dazu „derzeit keine Stellungnahme abgeben“, teilt Sprecherin Christine Michel mit. „Die Kirche wird zu gegebener Zeit auf uns zu kommen, wenn Zukunftsplanungen Gestalt annehmen“, erklärt sie. Damit bleibt es spannend, was die Zukunft der Kita „Sancta Maria“ bringen wird.

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