Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Hofheim am Taunus 28°C

Neue Halle kommt auf jeden Fall

Beteiligt sich der Kreis doch noch am Neubau der Ländcheshalle? Offensichtlich nur, wenn es schnell geht.
Wallau. 

Dass Landrat Michael Cyriax der eigenen Partei angehört, das hindert Hofheims Ersten Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) nicht daran, kritische Worte über den Kreishaus-Chef zu finden. Er teile das Unverständnis über die Äußerungen von Cyriax zu 100 Prozent, ließ Exner im Wallauer Ortsbeirat wissen: „Er hätte auch auf andere Weise zum Gespräch bitten können.“ Cyriax hatte bei der Einbringung des Kreishaushaltes angekündigt, dass der Kreis nicht länger auf den Neubau der Ländcheshalle warten könne, sondern angesichts der vielen Klagen über ihren Zustand die Schulturnhalle sanieren werde.

Das Gespräch zwischen Stadt und Kreis hat inzwischen stattgefunden, und offensichtlich ist die Situation nicht ganz so verfahren, wie es zunächst klang. Denn dass die Stadt ohne eine Beteiligung des Kreises eine neue Ländcheshalle baut, ist angesichts der finanziellen Probleme der Stadt alles andere als sicher. Wie Exner aber berichtete, sei der Kreis nach wie vor an einer gemeinsamen Lösung interessiert – diese müsse aber in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden. Eine fest fixierte Frist gibt es jedoch nicht.

Der Kreis werde auf jeden Fall das Grundstück an der Taunusblickschule zur Verfügung stellen, berichtete Exner. Das sei auch deshalb wichtig, weil nur unter dieser Voraussetzung ein Architekt beauftragt werden kann. Genau das soll noch im Dezember passieren, nachdem sich eine größere Zahl von Architekturbüros beworben haben und fünf von ihnen in die engere Auswahl gekommen sind.

Erst mit konkreten Plänen kann es eine belastbare Kostenschätzung geben, und erst auf der Basis könne mit dem TV Wallau darüber verhandelt werden, wer Eigentümer und wer Bauherr werde. Es gebe offene Gespräche zwischen Stadt und Verein, so Exner – das ist bekanntlich nicht immer so gewesen. Der Kreis nehme daran nicht teil, habe aber seine Anforderungen präzise formuliert. In Wallau war vor Monaten der Eindruck entstanden, als scheiterten weitere Fortschritte daran, dass es keine gemeinsamen Verhandlungen zwischen Stadt, Kreis und TV Wallau gebe. Andererseits sind die Themen Bauherrschaft und Eigentümer sowie die Kostenaufteilung zwischen Stadt und Verein für den Kreis nicht weiter von Bedeutung.

Immerhin gibt es jetzt einen konkreten Fahrplan für die Aufstellung des Bebauungsplanes, ohne den es keine Baugenehmigung für die neue Halle geben kann. Ende Februar gibt es die eine „frühzeitige Bürgerbeteiligung“, im Frühsommer die Offenlegung der Pläne. Zweimal haben die Bürger damit Gelegenheit, Anregungen und Bedenken vorzubringen. Nur wenn es keine schwerwiegenden Einwände gibt, kann der Bebauungsplan im September beschlossen werden.

Leicht veränderte Töne gibt es zur Frage, ob nicht der Kunstrasenplatz noch vor der neuen Ländcheshalle realisiert werden kann. Hieß es bislang strikt, die Reihenfolge sei umgekehrt, erklärte Exner jetzt, der Architekt werde diese Frage nochmals prüfen. Eine Rolle spielt wohl auch, dass es zu dem in Wildsachsen ebenfalls geplanten Kunstrasenplatz im nächsten Jahr wohl noch nicht kommen kann. Zweifel an dem Gesamtvorhaben will Exner nicht zulassen: „Tatsache ist, es wird eine Halle geben, und das so schnell wie möglich.“

(bt)
Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse