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Neuroths Kunst will frei sein

Kelkheim. 

„Ich bin ganz frei“, beschreibt sich die Künstlerin Auri Neuroth. Das Mitglied des Künstlerkreises will sich in ihrer Kreativität nicht an Regeln halten müssen, sondern genießt die wenigen Grenzen, die ihr dort gesetzt sind. Schon ihr ganzes Leben lang widmet sie sich leidenschaftlich dem Malen sowie der handwerklichen Kunst.

Die Materialien, mit denen sie arbeitet, könnten kaum außergewöhnlicher sein. Neben Gold, Birkenhaut und Wachs spezialisiert sie sich derzeit auf Rost. Eisenplatten werden dabei oxidiert – und es entstehen abstrakte, aber immer einzigartige Muster. „Das Projekt, das ich zurzeit mache, ist immer mein Favorit“, meint sie zu den Rost-Kunstwerken. In ihren Ausstellungen werden neben Fotos auch die originalen Eisenplatten ausgestellt.

Neben schlichten, weißen Strichen bringt Auri Neuroth auch knallige Orangetöne auf die Leinwand. Sie will so viele ungewöhnliche Kombinationen schaffen, wie es nur möglich ist. „Ich bin ein Material-Junkie. Ich schaue immer, was zusammenpasst und was nicht, dann vermische ich es“, erklärt sie die experimentellen Technik, „Das ist, wie wenn einer kocht. Ich probiere die Kombinationen aus, die sonst keiner ausprobieren würde.“

Außer ihrem Zuhause in Bad Soden hat Auri Neuroth ein Haus und Atelier in Trarego nahe Mailand. Dort hat sie keinen Fernseher und nichts, was sie von der Kunst abhalten könnte. „Dort habe ich Zeit, etwas zu erdenken“, erzählt sie von ihrer zweiten Heimat. Alleine arbeitet sich nicht immer, oft tut sie sich mit anderen Künstlern zusammen. Auri Neuroth ist Architektin, arbeitet aber als Künstlerin. Früher gab sie Kunstkurse für Kinder, jetzt unterrichtet sie als Kunstlehrerin an einem Gymnasium in Frankfurt. Zwar hat sie dort wegen des Lehrplans nicht so viele Freiheiten, das könne sie sich aber zurechtbiegen.

Durch eine Agentin oder eigene Bewerbungen hat sie es geschafft, in vielen Ländern Ausstellungen zu präsentieren – nicht nur in Deutschland, den Niederlanden oder den USA sondern auch in Kenia, Ungarn und Moldavien. Ab Samstag, 1. Februar, 15 Uhr, kann ihre Kunst auch in Kelkheim bewundert werden. Die Werke werden in der Galerie „Kunstraum 44“, Breslauer Straße 44, bis zum 23. Februar, ausgestellt – donnerstags und sonntags, 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr. Am 9. Februar um 15 Uhr ist die Lesung „Liebe und andere dunkle Mächte“ mit Gudrun Dennig und Freunden. Am 21. Februar um 20 Uhr liest Silke Scheuermann aus ihrem Roman „Shanghai Performance“ – eine Kooperation zwischen Künstlerkreis und Kulturgemeinde.

(sja)
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