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Ohne Reue Pizza genießen

Von In der ehemaligen Backstube einer Bäckerei in Goldstein produzieren Marc Schlegel und Matthias Kramer einen Pizzateig, mit dem sie Geschmack und gesundheitsbewusste Ernährung verbinden möchten. Das Produkt wird derzeit nur online vertrieben.
Die beiden Jung-Unternehmer Marc Schlegel (links) und Matthias Kramer haben ihre Idee von einem kalorien- und kohlenhydratereduzierten Pizzateig erfolgreich realisiert. Noch wird das Produkt nur online vertrieben, doch schon bald soll es auch in den Regalen von Supermärkten liegen. Foto: Maik Reuß Die beiden Jung-Unternehmer Marc Schlegel (links) und Matthias Kramer haben ihre Idee von einem kalorien- und kohlenhydratereduzierten Pizzateig erfolgreich realisiert. Noch wird das Produkt nur online vertrieben, doch schon bald soll es auch in den Regalen von Supermärkten liegen.
Goldstein. 

Wer beißt nicht gerne in ein saftiges Stück Pizza? Das Gericht gehört zu den beliebtesten Fast-Food-Speisen der Deutschen, hat aber auch viele Kalorien. Dass es auch anders gehen kann, zeigen Marc Schlegel (29) und Matthias Kramer (31). Die beiden Jung-Unternehmer gründeten 2015 ihr Startup „Lizza“. Sie produzieren einen Pizzateig in der ehemaligen Backstube der Bäckerei Heidinger in der Goldsteinstraße 254.

Bald auch im Supermarkt

Dieser besondere Teig ist kohlenhydrate- und kalorienreduziert, dafür aber eiweißreich und ohne Hefe, Laktose, Gluten, Soja sowie ohne andere Zusatzstoffe. „Unser Teig hat auf 100 Gramm 120 Kalorien, normaler Pizzateig fängt bei circa 250 Kalorien an“, sagt Kramer. Das „L“ im Firmennamen steht dabei übrigens für Leinsamen und „Low Carb“, also kohlenhydratereduziert. „Wir gehen davon aus, dass unser Teig bis Ende des Jahres deutschlandweit in einigen Regalen zu finden ist“, betonen die beiden. Für ihren Pizzateig nutzen sie als Zutaten Bio-Lein- und Chia-Samen, Flohsamenschalenpulver sowie Kokosmehl. Allesamt Lebensmittel, die unter den Begriff „Superfood“ fallen – das sind Produkte, mit denen man gesundheitlich besonders punktet. Hiermit treffen sie den Nerv der Zeit – schließlich ist das Thema gesunde und bewusste Ernährung etwas, mit dem sich viele Menschen auseinandersetzen.

Von der Idee bis zur Umsetzung ist noch gar nicht soviel Zeit vergangen, aber umso mehr Arbeit investiert worden. Schlegel, der aus Flums in der Schweiz stammt, und Kramer, der im Schwarzwald im kleinen Städtchen Hüfingen aufwuchs, lernten sich 2012 während eines Praktikums in einer großen deutschen Bank in Frankfurt kennen. Schlegel hatte Betriebswirtschaft in St. Gallen studiert, Kramer Informatik in Tübingen. Statt eine Karriere im Bankensektor zu starten, überlegten sie, gemeinsam ein Startup zu gründen, also ein junges Unternehmen mit einer kreativen Geschäftsidee.

Erfahrungen in diesem Bereich hatte jeder für sich bereits gesammelt. Ursprünglich wollten die beiden eine App zur Partnersuche im Internet entwickeln. „In der Vorbereitung hierauf habe ich Pizza gemacht, für deren Teig ich Leinsamen, Parmesan und Ei verwendet habe“, erzählt Kramer. Die Pizza sei bei Freunden so gut angekommen, dass sie die Entwicklung der App erst einmal zurückgestellt haben. „Ich habe nach einer Alternativen zum traditionellen Pizza-Teig gesucht. Er sollte wenig Kohlenhydrate haben und gleichzeitig schmecken“, sagt Kramer. Inzwischen sind Parmesan und Ei weggefallen. Als Jugendlicher habe er sich um gesundheitsbewusste Ernährung wenig Gedanken gemacht. Aber: „Nachdem ich jahrelang Volleyball gespielt und drei Mal am Knie operiert werden musste, wollte ich meine Ernährung umstellen.“

Im Foodtruck erprobt

Im April vergangenen Jahres wagten sich die beiden Jung-Unternehmer erstmals mit ihrer Idee an die Öffentlichkeit und stellten sich mit einem Stand auf den „Markt im Hof“ in Sachsenhausen. Pizza mit drei verschiedenen Belägen – etwa mit Avocado-Creme, Paprika und Brokkoli, ganz klassisch als Pizza Margarita oder mit Parmaschinken und Rucola – boten sie zu diesem Anlass an. „So hatten wir die Möglichkeit zu schauen, ob die Idee bei den Leuten gut ankommt.“ Der Erfolg gibt ihnen Recht: Während sie im vergangenen Jahr ihr Produkt noch im eigenen Foodtruck auf Festivals angeboten haben – etwa auch an der Jahrhunderthalle –, haben sie sich mittlerweile mit der eigenen Produktion vergrößert und zehn Mitarbeiter.

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