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Planungen erst ganz am Anfang

Gestern wurden die Pläne zur Umgestaltung des „Nieder Tores“ vorgestellt. Erste Ideen für Änderungen gibt es schon.
Nied. 

Nicht einmal ein halbes Jahr ist vom Versprechen Olaf Cunitz (Grüne), beim Projekt „Nieder Tor“ möglichst schnell weiterkommen zu wollen, bis zur Vorstellung der neuen Pläne vergangen. Die wurden gestern dem Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) präsentiert. Geplant ist, die Kreuzung der Straßen Alt Nied, Nieder Kirchweg und Mainzer Landstraße durch einen Kreisverkehr zu ersetzen (wir berichteten). Dafür müssten Teile der Fahrbahn in Richtung Innenstadt und auch in Richtung Höchst verschwenkt werden. Die Gleise der Straßenbahn würden dann mittig durch den neuen Kreisverkehr geführt werden. Zudem soll der angrenzende Wendehammer für die Straßenbahn umgestaltet werden. Dazu könnte ein gestalterischer Wettbewerb ausgerufen werden. Auch die Straße Alt Nied soll umgestaltet werden. Baumanpflanzungen und abgegrenzte Parkplätze sollen den ungeordneten Straßenraum neu strukturieren und aufwerten. Die Sperrflächen an der Einmündung der Oeserstraße sollen aufgepflastert werden.

Details sind noch unklar

In die gestalterischen Details geht die Planung allerdings noch nicht. „Das ist eine Vorplanung, die mit den Ämtern abgestimmt ist. Die zeigt, was möglich ist und welche Flächen zur Gestaltung zur Verfügung stehen könnten“, erklären die Experten des Stadtplanungsamts. Noch allerdings fehlen endgültige Vermessungen und auch die Leitungstrassen unterhalb der Oeserstraße wurden noch keiner eingehenden Prüfung unterzogen.

Viele Details sind noch offen, im Ortsbeirat und auch bei den der Vorstellung der Pläne lauschenden Bürgern herrschte aber erst einmal Erleichterung darüber, dass es einen Schritt vorwärts geht. „Es ist zu begrüßen, dass die Planungen jetzt offenbar vehement vorangetrieben werden“, sagte Hubert Schmitt von der SPD. Ganz so groß, wie mancher vielleicht erhofft hatte, fällt der Schritt nach vorne allerdings nicht aus. Finanziert werden die Maßnahmen aus dem Projekt „Schöneres Frankfurt“, für eine weitreichende Umgestaltung des Straßenraums der Mainzer Landstraße bis zur Birminghamstraße - so lautete die ursprüngliche Idee - fehlt das Geld. Und auch die Frage, wann die ersten Bauarbeiter anrücken, ist bislang noch offen.

Gang durch die Gremien

Die Planungen stehen erst ganz am Anfang, viele offene Fragen sind noch zu klären. Jörg Stellmacher-Hein vom Planungsdezernat schätzt, dass im ersten Quartel 2014 eine Vorplanungsvorlage von den Stadtverordneten beschlossen werden könnte. Dann könne es wahrscheinlich noch einmal rund 13 Monate bis zur Erstellung einer Bau- und Finanzierungsvorlage dauern. All dies hänge aber auch davon ab, wie schnell die Pläne die politischen Gremien passieren. Über die voraussichtlichen Kosten der Arbeiten konnten die Planer noch keine Angaben machen. „Aber günstig wird es sicherlich nicht“, sagte Stellmacher-Hein.

Einen Vorteil hat es allerdings, dass die Pläne sich derzeit noch in einer frühen Phase befinden. Sowohl Ortsbeirat als auch Nieder Bürger können noch einmal Änderungswünsche oder Vorschläge an das Amt herantragen. „Die prüfen wir und schauen, was sich integrieren lässt“, sagte Stellmacher-Hein. Dass es noch Gesprächsbedarf geben wird, zeichnete sich bereits kurz nach der Vorstellung der Pläne ab. Mehrere Stadtteilpolitiker kritisierten, dass nach den geplanten Umbauarbeiten der Weg für Besucher des Haus Nied deutlich schwieriger als bisher zu finden wäre. Auch Mitglieder des Arbeitskreises Verkehr aus Nied hatten dies bereits bemängelt.

(Robin Göckes)
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