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Premiere: Die erste barrierefreie Schule in Bad Soden

Mit einem Familienfest feierte Bad Soden am Samstag den Spatenstich für die neue Grundschule und Sporthalle. Von den neuen Einrichtungen sollen nicht nur Schüler, sondern auch Vereine profitieren.
Gemeinsame Sache: Architekt Bernd Mey, Helmut Witt, TG-Chef Thomas Braun, Norbert Altenkamp und Michael Cyriax (von links). 	Foto: Reuß Gemeinsame Sache: Architekt Bernd Mey, Helmut Witt, TG-Chef Thomas Braun, Norbert Altenkamp und Michael Cyriax (von links). Foto: Reuß

Bad Soden. Das Wetter hatte es am Samstag nicht gut gemeint: Pünktlich zum Spatenstich für den Bau der neuen Grundschule und Sporthalle auf der Wilhelmshöhe hatte es plötzlich zu regnen begonnen. Das geplante Familienfest an der Baustelle drohte ins Wasser zu fallen. Glücklich war, wer Schutz unterm Regenschirm oder dem aufgestellten Pavillon fand, unter dem die Baupläne des Architekten Bernd Mey bereits völlig durchnässt auslagen.

Mehr Glück als mit der Wetterlage erhoffen sich die Beteiligten für die kommende Bauphase. In etwas über einem Jahr soll die neue Grundschule und die Sporthalle am Sinai fertiggestellt sein und ihren Betrieb im Herbst 2014 aufnehmen können.

Denkwürdig

Nach 100 Jahren wird die Kernstadt damit eine zweite Grundschule erhalten - auf dem Gelände der ehemaligen Großgärtnerei Sinai. Die Neugründung der Schule ist nicht nur für Bad Soden, sondern auch für den Kreis eine durchaus denkwürdige Angelegenheit. „Es kommt im Kreis nicht so oft vor, dass wir eine neue Schule gründen“, erklärte Landrat Michael Cyriax (CDU). Und so hatte sich der Landrat entschieden, den Spatenstich nicht einfach nur mit Schaufel und schönen Worten zu absolvieren, sondern gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) zum Familienfest auf die Baustelle einzuladen. Mit „Bungee Running“ vom Deutschen Roten Kreuz, Riesen-Wasserbällen, der Hundestaffel und Drehleiter der Feuerwehr, mit Würstchen und Musik von der TG konnten die Sodener ihren zukünftigen Standort für Schüler und Sportler feiern. „Das ist ein Projekt, von dem alle profitieren“, rief Altenkamp unterm Regenschirm den Festgästen zu. Die Sodener Grundschüler profitieren, da mit dem Schulneubau die beengten Verhältnisse der Theodor-Heuss-Schule beendet werden können. Als „Quantensprung der Vereinsförderung“ bezeichnete Altenkamp außerdem die neue Sporthalle. „Eigentlich wäre für die Schule nur eine Einfeld-Halle notwendig.“ Gebaut wird aber eine Dreifeldhalle, die tauglich für die Zweite Bundesliga sei.

17 Millionen Euro

In die Riege der Besonderheiten reiht sich auch die architektonische Ausgestaltung der Schule: Mit Aufzügen und behindertengerechten Toiletten ausgestattet, werde Sodens erste „barrierefreie Schule entstehen“ und damit eine wichtige Voraussetzung für die Inklusion geschaffen, wie Schuldezernent Wolfgang Kollmeier (CDU) betonte.

Die Kosten für das gesamte Bauprojekt, also Schule und Halle, belaufen sich auf 17 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt liegt bei 3,8 Millionen Euro. Die Schule wird in Passivhausqualität errichtet. Mit Eröffnung der Schule zum Schuljahr 2014/2015 wird die Theodor-Heuss-Schule aufatmen können. Sie platzt derzeit aus allen Nähten. Rund die Hälfte der 400 Schüler werden dann in die neue Ganztagsschule mit „Profil 1“ wechseln können. Im Profil 1, der ersten Stufe der Ganztagsschule, wird den Kindern durch den Kreis an drei Tagen eine Betreuung bis 15.30 Uhr mit Mittagessen und Bibliothek angeboten. Die Betreuung über Stufe eins hinaus wird die Stadt sicherstellen, so dass den Schülern an allen Schultagen eine Betreuung bis 17 Uhr angeboten wird. Mit dem Betreuungsangebot an der neuen Grundschule und der Teilung der bisherigen Grundschule werden außerdem die Horte an der Theodor-Heuss-Schule überflüssig, wie Bürgermeister Norbert Altenkamp mitteilt. Zwei der drei Horte sind derzeit in Containern untergebracht (Hortanlage Arche an der Talstraße und Hort-Campus auf dem Hasselgrund-Parkplatz), die dann zurückgebaut werden sollen.

(Elisabeth Hofmann-Mathes)
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