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Provisorische Kita im Nassauer Hof

Von Wie lange die Kleinen in dem Provisorium bleiben, ist noch völlig ungewiss. Die Sanierungsarbeiten im Neubau haben noch gar nicht begonnen.
Diese Erdgeschossräume im Nassauer Hofs werden nun zur Kita umfunktioniert.	Fotos: nie Bilder > Diese Erdgeschossräume im Nassauer Hofs werden nun zur Kita umfunktioniert. Fotos: nie
Hattersheim. 

Die Mitarbeiter des Vereins zur Unterstützung von berufstätigen Eltern sind mit der Einrichtung der Räume beschäftigt und haben alle Hände voll zu tun. Aber dass alles rechtzeitig fertig wird, daran hat man auch im Rathaus keinen Zweifel. Der Startschuss könne fallen wie geplant, berichtet Monika Münch von der Pressestelle der Stadtverwaltung. Das heißt, dass am kommenden Montag die ersten Kinder kommen können.

Dass der Nassauer Hof je zur Kinderbetreuung genutzt werden würde, daran hat vor Monaten noch keiner gedacht. Denn alles lief planmäßig beim Bau der neuen Kindertagesstätte im einstigen Sarotti-Gelände, im Dezember sollte die Einrichtung in Betrieb gehen. Dann aber traf ein Handwerker, der lediglich eine Wickelkommode an der Wand befestigen wollte, mit der Schraube eine Wasserleitung, und als die Leitungen in Betrieb genommen wurde, strömte, zunächst unbemerkt, Wasser aus.

Provisorium

Schnell war klar: In diesem Gebäude können vorläufig keine Kinder betreut werden, auch nicht in einzelnen Räumen. So ungern die Stadt Betriebe nach auswärts ziehen ließ – in dem Fall kam es gelegen, dass ein Mieter des Nassauer Hofes die Räumlichkeiten gerade aufgegeben hatte. Die Stadt und der Trägerverein waren sich schnell einig, dass dort ein Provisorium eingerichtet werden könnte. Denn die Eltern, die ihre Kinder für die neue Kindertagesstätte angemeldet hatten, sind darauf angewiesen, dass der Nachwuchs betreut werden kann.

Übermäßig viele Umbauarbeiten habe man nicht vornehmen müssen, berichtet Münch. In den Sanitärbereichen wurden Wickeltische und Podeste eingebaut, so dass die vorhandenen Toiletten auch von den Kindern genutzt werden können. Zum Teil wurde Linoleum auf den Böden verlegt, und Vorkehrungen gegen Unfälle getroffen. Dazu gehört Klemmschutz an den Türen und Sicherungen an den Steckdosen. Alles ist natürlich so angelegt, dass es wieder ausgebaut werden kann, wenn die Kinder in die neue Einrichtung umziehen können.

Wann es so weit sein wird, das steht noch nicht fest. Im Neubau haben die Sanierungsarbeiten noch gar nicht begonnen. Dort wird immer noch getrocknet – die in die Wände verbauten Gipskartonplatten hatten sich mit Wasser vollgesogen, auch zwischen den verschiedenen Schichten des Fußbodens war es feucht geworden. Natürlich werden die Gipskartonplatten ausgebaut, aber beginnen können die Arbeiten erst, wenn alles ausgetrocknet ist.

Gewisser Zeitdruck

Zum weiteren Vorgehen lässt sich momentan noch nicht viel sagen. Bislang geht die Stadt davon aus, dass die Reparaturen sich bis in den Frühsommer hinein erstrecken werden. Dabei gibt es durchaus einen gewissen Zeitdruck: Die Stadt will die Räume im Nassauer Hof für eigene Mitarbeiter nutzen, die bisher im Rathaus arbeiten. Dort sollen Büros für die Betreuung von Grundschulkindern verwendet werden, da in der benachbarten Robinsonschule nach den Sommerferien alle Räume für den Unterricht gebraucht werden. Mit anderen Worten: Wenn die neue Kindertagesstätte nicht nach den Sommerferien genutzt werden kann, hat die Stadt ein Problem.

Die finanziellen Folgen des Bauschadens sind noch nicht absehbar, nicht nur weil die Kosten für die Sanierung unklar sind. Zwar hat die Versicherung des Handwerkers die Übernahme des Schadens zugesagt. Aber ob damit auch alle Kosten abgedeckt werden, die durch das Provisorium im Nassauer Hof entstehen, ist nicht garantiert. Die größte finanzielle Sorge ist der Stadt inzwischen allerdings genommen: Das Land Hessen hat schriftlich zugesichert, dass der Zuschuss von 450 000 Euro für den Neubau gezahlt wird. Der Zuschuss war ursprünglich davon abhängig gemacht worden, dass die Kita noch 2014 in Betrieb geht.

Eltern zufrieden

Bürgermeisterin Antje Köster hat betont, dass die betroffenen Eltern sich zufrieden mit dieser Lösung geäußert haben. Bewusst habe sich die Stadt dagegen entschieden, die Kinder auf andere Einrichtungen zu verteilen – im Nassauer Hof können sie sich gleich an die Erzieherinnen und die Kinder gewöhnen. Acht machen am Montag den Anfang – vier im Kindergartenalter, und vier unter drei Jahren.

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