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Freie Fahrt für Radler: Radschnellwege sollen Radfahren im MTK attraktiver machen

Von Vorstellungen, wo im MTK es Schnellwege für Radfahrer geben sollte, gibt es bereits. Es fehlt aber noch ein Gesamtkonzept. Dieses soll nun angegangen werden.
Breit und mit einem guten Belag: So wie dieser Radschnellweg bei Göttingen könnten die Strecken im MTK aussehen. Foto: Kimmel Foto: Frank Stefan Kimmel Breit und mit einem guten Belag: So wie dieser Radschnellweg bei Göttingen könnten die Strecken im MTK aussehen. Foto: Kimmel
Main-Taunus. 

Einen Radschnellweg zwischen Hofheim und Eschborn, einen entlang der S 1 zwischen Hattersheim und Hochheim, einen von Kelkheim Richtung Industriepark Höchst und vielleicht einen von Eppstein über Hofheim Richtung Frankfurt. Noch sind das Visionen. Sie könnten aber in einigen Jahren Realität werden.

In Deutschland gehören Radschnellverbindungen und Radschnellwege noch nicht zur normalen Verkehrsinfrastruktur, nur wenige schnelle, radgerechte Verbindungen wurden bisher realisiert; in Hessen keine.

Die Region Frankfurt/Rhein-Main gilt als die Pendlerhochburg Deutschlands. Viele größere Städte sorgen für komplexe Pendlerströme. Wichtige Punkte wie Industrie- und Wirtschaftsstandorte, Wohnquartiere und bedeutende Verkehrsknoten liegen sehr eng beieinander. Das Fahrrad bietet sich geradezu an, um rasch von A nach B zu kommen. Doch es muss auch die passenden Strecken für Radler geben.

Der Main-Taunus-Kreis gilt nun nicht gerade als Radfahrer-Kreis. Es gibt zwar viele Bürger, die sich zumindest in ihrer Freizeit auf ihr Bike schwingen, die Verkehrswege sind aber wahrlich nicht auf Radfahrer ausgelegt. Es besteht zweifellos großer Nachholbedarf.

Breit, kreuzungsfrei und gerade

Radschnellwege haben ihren Ursprung in den Niederlanden. Nach einer Definition des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sind diese Wege „Radverkehrsverbindungen, die direkt geführt und qualitativ

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Verkehrsplaner, Teile der Verwaltungen in Kommunen und Kreis sowie einige Politiker haben inzwischen erkannt, dass die Rad-Infrastruktur im Kreis extrem unterentwickelt ist – und sie wollen das ändern. Das sagen sie zumindest. Dabei sei hinten angestellt, ob sie dies zum Wohle der Radfahrer machen wollen, oder weil sie erkannt haben, dass die derzeitige Verkehrsinfrastruktur im Kreis vorm Kollaps steht.

Fakt ist: Im Entwicklungskonzept „Zwanzig30“ fordern die Planer des Büros „Albert Speer & Partner“ ein „ineinandergreifendes Maßnahmenbündel“. Sie haben erkannt: „Während der Radverkehr allgemein deutlich zunimmt und die Erwartungshaltung der Bewohner an das Radwegesystem steigt, ist im Kreis in der Konzeption und dem Bau von Radwegen ein Umsetzungsstau vorhanden.“

Die SPD im Kreistag fordert unter Berufung auf das Konzept „Zwanzig30“ nun vom Kreisausschuss ein Konzept, wie die Koordination zum Bau von Radschnellwegen im MTK erfolgen kann“. Besonders „der Bau eines Radschnellweges an den Achsen Hofheim – Eschborn sowie entlang der S-Bahn-Linie S 1 zwischen Hattersheim und Hochheim“ soll dabei berücksichtigt werden.

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Kommentar: Auf dem richtigen Weg, aber er könnte lang werden

Auf Radschnellwegen lassen sich die Fahrzeiten für Fahrradfahrer um 30 bis 50 Prozent reduzieren, weiß der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main.

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Der MTK, der zu einer „Boomregion“ gehört, wächst. Der Verkehr wird zunehmen, Schiene und Straße reichen nicht mehr aus, begründete Sozialdemokrat Philipp Neuhaus nun den Vorstoß der Genossen im Kreistag – und erntete weitgehend Zustimmung. Auch CDU-Fraktionschef Frank Blasch bekannte: „Wir sind an den Kapazitätsgrenzen.“ Er wollte den Antrag allerdings an den Haupt- und Finanzausschuss verweisen. Es sollte ein Gesamtpaket für den Kreis entwickelt werden.

Dem stimmten die anderen Fraktionen mehrheitlich zu. Nun ist also der HFA an der Reihe – und wird auch über das Begehren von FWG-Vertreter Thomas Kandziorowsky sprechen. Er würde gerne einen Radschnellweg von Kelkheim über Liederbach nach Unterliederbach/Zeilsheim, also Richtung Höchster Industriepark bauen.

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