E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 21°C

Hundetrainerin gibt Tipps: „Respektvoll mit Hunden umgehen“

Nicht sofort streicheln – und ein wedelnder Schwanz bedeutet nicht immer Freude: Das wurden den Familien vermittelt.
Beim Hundetraining mit Coach Sandra Imhoff bedankte sich »Coco« beim kleinen Ben und seiner Mutter für das Leckerli. Foto: Martina Weyand-Ong Beim Hundetraining mit Coach Sandra Imhoff bedankte sich »Coco« beim kleinen Ben und seiner Mutter für das Leckerli.
Liederbach. 

Die Hofheimer Hundetrainerin Sandra Imhoff vermittelt Kindern in Begleitung ihrer Mütter, Väter oder Großeltern schon seit vielen Jahren den richtigen Umgang mit Vierbeinern. Deshalb hat der Betreuungsverein „Treffpunkt“ auch ganz bewusst einen entsprechenden Kurs in sein reichhaltiges Jahresprogramm aufgenommen. Die Gruppe stellt als gemeinnütziger Verein entsprechende Angebote für Familien mit Kindern auf die Beine.

Immer mehr Kinder haben große Angst vor Hunden, weil sie unter Umständen bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben oder sie die Ängste und Unsicherheit spüren, die ihre eigenen Eltern vor Hunden haben. Manche Kinder gehen dagegen viel zu nassforsch auf die Vierbeiner zu, was in bestimmten Fällen sogar richtig gefährlich werden kann.

 

Nicht alle gut erzogen

 

„Mir ist wichtig, dass Kinder artgerecht und respektvoll mit den Hunden umgehen“, betonte Sandra Imhoff deshalb jetzt bei ihrem Hundetraining für Fortgeschrittene im Treffpunkt. Denn nicht alle Hunde seien gut erzogen. Deshalb sei es auch wichtig, dass Kinder lernen, die Körpersprache der Vierbeiner zu verstehen. Das Wedeln mit dem Schwanz, der eigentlich Rute heißt, bedeute nämlich keineswegs automatisch, dass der Hund freundlich gesinnt sei. „Ein Hund kann auch nicht sagen: Lass’ mich in Ruhe.“ Das könne er nur zeigen, in dem er beispielsweise den Kopf abwende, erklärte Imhoff den Familien. „Elsa, wie verhältst du dich, wenn ein Hund auf dich zukommt?“, fragte sie das achtjährige Mädchen. „Ich bleibe stehen und nehme meine Hände nach unten“, wusste Elsa, die im Theorieteil des Kurses gut aufgepasst hatte. So denke der Hund nicht, dass sie Leckerlis in der Hand habe und springe sie nicht an, sagte das Mädchen. „Und niemals vor einem Hund wegrennen, auch wenn das schwer fällt“, schärfte die Hundetrainerin den kleinen wie großen Kursteilnehmern ein, die auch schon mal beim Joggen unschöne Begegnungen mit Hunden hatten.

 

Streichelerlaubnis

 

„Bevor ihr einen Hund anfasst, fragt immer erst einmal den Besitzer um Erlaubnis“, betonte Imhoff. Danach sollten Hunde erst einmal an der Hand schnuppern können. „Wenn der Hund dann bei euch stehen bleibt und sich euch zuwendet, dann dürft ihr ihn streicheln“, betonte die Hundetrainerin. Als sie dann im Praxisteil mit dem ganz entspannt wedelnden Trainingshund Coco die Runde machte vor den Kindern und ihren erwachsenen Begleitpersonen, die einen Halbkreis bildeten, konnte sich Elsa dann aber doch nicht zurückhalten. Sie griff reflexartig in das buschige Fell und streichelte den braunen Mischlingsrüden, als der sie passierte. Daraufhin streichelte Imhoff dem Mädchen ihrerseits ungefragt über den Kopf und fragte es dann, ob ihm das recht sei, was Elsa etwas beschämt verneinte.

 

Kein Leckerli aufheben

 

Ganz besonderes hatte es Coco der kleine Ben angetan, als der den Hund in der nächsten Trainingseinheit dann auch noch mit einem Leckerli verwöhnen durfte. Der Rüde kuschelte sich zum Dank sanft an den Dreijährigen und seine Mutter Bicka, die sich neben ihrem Sohn gekniet hatte.

Sandra Imhoff schärfte den Kindern noch ein, niemals ein Leckerli vom Boden aufzuheben, weil das unter Umständen gefährlich werden kann, wenn der Hund danach schnappt. Zerr- und Wurfspiele sollten Kinder deshalb auch nicht mit Hunden machen.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen