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Schatten und 11 000 Kilowatt Strom

Von Auf dem Dach des Stadtmuseums wurden gestern vier Module einer Photovoltaikanlage installiert. Zunächst aber nur testweise.
Hofheim. 

Übermäßig lange darf man sich mit dem Test nicht Zeit lassen. Ende Juli muss die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stadtmuseums fertig sein, sonst bekommt die Hofheimer Energie-Genossenschaft Solar-Invest dauerhaft weniger Einspeisevergütung für den Strom, den sie da in der Altstadt produzieren wird. Und dann könnte es gut sein, dass sich so ein Vorhaben gar nicht mehr lohnt, wie Vertreter der Genossenschaft gestern durchblicken ließen.

Ohne Test aber wollte man nicht gleich alle 60 Module installieren, berichtete Hofheims Stadtrat Wolfgang Winckler gestern beim Ortstermin. Denn sowohl innen wie außen wird sich die Optik des Gebäudes ändern – und davon möchte man durch die vier Testmodule zunächst einen Eindruck bekommen. Auch die Denkmalschutzbehörde habe zunächst nur diese vier Module genehmigt, berichtete der städtische Umweltbeauftragte Ulrich Disser.

Die Idee zu der Anlage entstand, als sich abzeichnete, dass die Folie auf den Fachfenstern wegen der immer größer werdenden Risse ersetzt werden müsste. Ohne diese Folie würde es viel zu warm in dem Gebäude. Schatten spenden könnte aber nicht nur eine Folie, sondern auch Solarmodule, hat sich die Stadt überlegt. Dabei könnte gleichzeitig noch Strom erzeugt werden – 11 000 Kilowatt im Jahr, so wurde errechnet.

Das reicht nicht nur aus, um 20 Prozent des Strombedarfs des Stadtmuseums zu decken. Gegenüber der konventionellen Stromerzeugung werden dabei täglich 8000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart. Und die Energiegenossenschaft kann damit rechnen, dass sich ihre Gesamtinvestition rechnet, die einschließlich des Gerüstes und Änderungen an den Dachfenstern und der Brandmeldeanlage etwa 55 000 Euro beträgt. Eine neue Folie hätte zwar nur 40 000 Euro gekostet. Aber die müsste nach etwa acht Jahren erneuert werden, während eine Photovoltaikanlage erheblich länger hält als die 20 Jahre, für die die Einspeisevergütung gesetzlich garantiert ist.

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