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Kinder- und Kompetenzzentrum: Schmuckstück statt Provisorium: Lebenshilfe Main-Taunus zieht um

Von Heute ist Schlüsselübergabe für das Kinder- und Kompetenzzentrum der Lebenshilfe Main-Taunus. Dazu hat sich die komplette Polit-Spitze des Main-Taunus-Kreises angesagt. Fünf Dienste aus drei Orten sind jetzt unter einem Dach vereint.
Während der Arbeiter die letzte Linoleum-Bahn verklebt, schaut Lebenshilfe-Chef Uve Lüders in der Frankfurter Straße 80 vorbei. Foto: Knapp Während der Arbeiter die letzte Linoleum-Bahn verklebt, schaut Lebenshilfe-Chef Uve Lüders in der Frankfurter Straße 80 vorbei.
Hofheim. 

Frisch ist noch der Estrich, auf dem der moderne, graue Boden ausgerollt wird. Am schicken Neubau, der als Kinder- und Kompetenzzentrum (KuK) bald Mittelpunkt der Lebenshilfe Main-Taunus sein soll, legen Handwerker die letzten Handgriffe an. Am heutigen Donnerstag soll nach einem Jahr Bauzeit feierlich die Schlüsselübergabe zelebriert werden. „Da hat sich die gesamte Kreisspitze angesagt“, freut sich Geschäftsführer der Lebenshilfe, Uve Lüders.

Der Anreiseweg der Lokalpolitiker ist nicht lang. Das Gebäude nämlich hat die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft auf dem Gelände des maroden Anne-Frank-Horts an der Frankfurter Straße errichtet, unweit vom Landratsamt. Wichtiger noch ist der bald kurze Weg zur Bodelschwinghschule, wo viele der Kinder zur Schule gehen, die bald in den nagelneuen Räumen die Nachmittagsangebote des Familienunterstützenden Dienstes (FUD) wahrnehmen: zum Beispiel Hort, Kinder- oder Jugendclub.

Bisher nicht barrierefrei

Bisher mussten sie nach Schulschluss erst einmal nach Hornau fahren, zur alten Villa im Nachtigallenweg, die – weil nicht barrierefrei – schon lange als „schlechtes Provisorium“ bemängelt wurde, auch wegen der fehlenden Parkmöglichkeiten und der schlechten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. „Parkplätze sind jetzt ausreichend vorhanden, alle Räume im Erdgeschoss barrierefrei“, so Lüders.

140 Wohnheimplätze in fünf Häusern

2,4 Millionen kostet das neue barrierefreie Kinder- und Kompetenzzentrum der Lebenshilfe in der Frankfurter Straße 80, das auf 670 Quadratmetern Fläche bald fünf Dienste von vorher drei

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Kurze Wege gibt es jetzt auch zwischen den verschiedenen Angeboten der Lebenshilfe. Fünf Dienste aus ehemals drei Orten sind bald unter einem Dach vereint. Aus dem Nachtigallenweg zieht außer dem FUD, der 350 Kinder betreut, die Wohnberatung um, aus dem Görlitzer Weg in Kelkheim die Frühförderung, die jährlich 290 Vorschulkinder und ihre Familien begleitet, aus der Kurhausstraße die Heilpädagogische Beratungsstelle „Stark“ und der Treffpunkt „Leichte Sprache“.

Künftig könne man sich an einer Stelle informieren, so Lüders. Das spare Wartezeiten. Eltern, die zur Beratung kommen, können parallel ihr Kind betreuen lassen, Anbieter der Dienste selbst auf kurzem Weg Absprachen treffen. Vor sieben Jahren habe man mit Planungen für das Zentrum begonnen, erinnert sich Lüders, der seit 37 Jahren die Geschäfte des Vereins führt. „Jetzt ist daraus ein Jubiläumsgeschenk geworden!“ In diesem Jahr nämlich feiert die Lebenshilfe Main-Taunus ihr 50-jähriges Bestehen.

670 Quadratmeter

Gerne und ein bisschen stolz führt Lüders durch die hellen Räumlichkeiten, die sich auf 670 Quadratmetern im Erdgeschoss übersichtlich verteilen. Helle Flure mit Nischen, von denen große Türen abgehen. Durch Haupteingang und geräumiges Foyer gelangt man linkerhand zu den 14 Büros, auf der rechten Seite liegen die vier je 30 Quadratmeter großen Gruppen- und Therapieräume, die sich durch Fußböden in vier knalligen Farben vom Grau der Flure absetzen. „Das hilft den Kindern, sich zurechtzufinden“, so Lüders. Modern und barrierefrei sind auch die Sanitäranlagen, darunter ein Therapiebad. Jetzt müsse nur noch das Außengelände ansprechend gestaltet werden. Dorthin und in Geräte für die Spieltherapie sollen die 360 000 Euro Spenden fließen, die im Laufe der Jahre für das Großprojekt zusammengetragen wurden, 60 000 davon durch die Stiftung Leberecht des Kreisblatts.

Auch die Räume über dem Erdgeschoss werden sich bald mit Leben füllen. Dort hat die HWB 22 barrierefreie Wohnungen gebaut. Treffpunkt für alle soll der große Mehrzweckraum mit angebundener Küche im Erdgeschoss sein, der neben der Nutzung durch die Lebenshilfe künftig auch als Stadtteiltreff dient.

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