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Kommentar: Schnellschuss

Von
Bild-Zoom

Nein, das ist kein durchdachter Antrag, den die Grünen da vorgelegt haben. Es ist zwar völlig okay, die als Hexen verurteilten Frauen nach 400 Jahren zu rehabilitieren. Das ist zwar politisch nicht ganz so dringend, aber sinnvoll zur Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der Geschichte. Genau dieser Effekt geht jedoch verloren, wenn das Thema in der Begründung mit der Gewalt gegen Frauen in heutigen Krisengebieten vermischt wird. So wird aus dem Antrag die Forderung nach einer besseren Welt, die schnell in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird, die aber eigentlich nutzlos ist, weil sie keine Auswirkungen zeigt. Zudem wird ganz schnell die Frage laut, warum andere, von Gewalt betroffene Frauen nicht aufgezählt werden. Und was ist eigentlich mit all den Männern, die ebenso unverschuldet zu Opfern der aktuellen Krisenherde werden? Diese Debatte aber wird den Opfern der sogenannten Hexenprozesse nicht gerecht – man sollte sich auf dieses Thema konzentrieren und damit dem Beschluss in der Öffentlichkeit umso mehr Gewicht verleihen. Was die Flüchtlinge angeht, wäre es wichtiger, sich darum zu kümmern, dass diese in Hattersheim vernünftig aufgenommen werden.

Das Ölgemälde »Auf zum Sabbat« des Malers David Teniers des Jüngeren, zeigt eine Hexe bei ihrer »Arbeit«.
Hexenverfolgung Diskussion über Hexenjagd

Bündnis 90/Die Grünen möchten die unter dem Vorwurf der Hexerei verfolgten Hattersheimerinnen rehabilitieren.

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