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Politik gibt je 50 000 Euro für zwei Tierschutzprojekte: Schwalbach kappt Zuschuss für Hunde

Von Das Schwalbacher Parlament hat die angekündigten 100 000 Euro für das Hundehaus des Tierschutzvereins Bad Soden/Sulzbach halbiert. Die andere Hälfte steckt die Stadt nun in den gemeinsamen Tierschutzverein mit Nied. Und beide Gruppen planen gerade eine engere Kooperation.
Cindy (links) und Linda gehören zu den Vierbeinern, die derzeit noch im alten, maroden Hundehaus des Sulzbacher Tierheims untergebracht sind. Cindy (links) und Linda gehören zu den Vierbeinern, die derzeit noch im alten, maroden Hundehaus des Sulzbacher Tierheims untergebracht sind.
Schwalbach/Sulzbach. 

Der Tierschutzverein Bad Soden/Sulzbach hat vor wenigen Tagen den ersten Spatenstich für das Hundehaus auf dem Tierheimgelände am Arboretum in Sulzbach vollzogen (wir berichteten). 720 000 Euro soll das Projekt kosten. Die Kommunen Bad Soden, Sulzbach, Eschborn, Hofheim, Schwalbach und Eppstein haben finanzielle Zuschüsse angekündigt, die Burgstadt ist bekanntlich ausgestiegen. Nun bröckeln die Gelder von kommunaler Seite weiter: Die Stadt Schwalbach wird ihren angekündigten Beitrag von 100 000 Euro um die Hälfte, also auf 50 000 Euro, reduzieren.

Im Zuge der Haushaltsberatungen war dies im Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich mit den Stimmen der rot-gelben Koalition bei Enthaltung der CDU so beschlossen worden. Nur die Grünen-Fraktionsvorsitzende Barbara Blaschek-Bernhardt hatte im HFA gegen die Reduzierung des Betrages für das Hundehaus gestimmt. „Ich finde, wir sollten zu unserem Wort stehen“, sagte sie dort.

Geld für Quarantänestation

Inzwischen ist der Etat 2017 vom Stadtparlament verabschiedet und nun ist es so entschieden: Schwalbach wird nur 50 000 Euro an den Tierschutzverein Bad Soden/Sulzbach für das Hundehaus dazugeben. Diese Entscheidung hat jedoch einen speziellen Hintergrund: Der Magistrat hatte in seiner Fortschreibungsliste einen Zuschuss von 50 000 Euro für den Umbau der Quarantänestation des „Tierschutzvereines Schwalbach und Frankfurt-West“ auf dem Gelände in Nied neu beantragt. Dieser Zuschuss ist während der Haushaltsberatungen mehrheitlich mit Enthaltung der CDU auch beschlossen worden. FDP-Fraktionschef Christopher Higman begründete für die rot-gelbe Koalition die beiden Mehrheitsentscheidungen so: „Wir haben 100 000 Euro für den Tierschutz im Haushalt. Es gibt aber zwei Projekte, die Unterstützung brauchen. Wir werden dieses Geld deshalb zwischen beiden Tierschutzvereinen aufteilen, zumal der Tierschutzverein Bad Soden/Sulzbach gar nicht für uns zuständig ist.“

Aber was macht nun der Tierschutzverein Bad Soden/Sulzbach, dem jetzt 50 000 Euro aus Schwalbach für das Hundehaus fehlen? Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Soden/Sulzbach Agnes Haßler sagte gestern auf Nachfrage zum Kreisblatt: „Wir haben keine Vertragsgrundlage mit der Stadt Schwalbach, da Schwalbach einen eigenen Tierschutzverein hat. Wir haben zwar mit den 100 000 Euro gerechnet, wir haben aber im Fall von Schwalbach Verständnis dafür, dass sie auch das Projekt des eigenen Vereins unterstützen wollen. Schwalbach war immer großzügig, und für die 50 000 Euro für das Hundehaus sind wir auch dankbar.“

Mehr Spenden nötig

Und Haßler verrät eine Neuigkeit: „Wir sprechen mit dem Tierschutzverein Schwalbach und Frankfurt-West gerade über eine engere Kooperation.“ Trotzdem gibt es jetzt eine Lücke im Budget für das Hundehaus. „Das Hundehaus ist durch die Schwalbacher Entscheidung nicht gefährdet“, sagt Haßler. „450 000 Euro erhalten wir von den Kommunen, den Rest der Projektkosten müssen wir als Verein aufbringen. Das heißt nun, wir müssen noch 50 000 Euro mehr über Spenden und Sponsoren hereinholen. Zu Jahresanfang planen wir deshalb Aktionen“, sagt sie. Wer das Hundehaus des Tierschutzvereins Bad Soden/Sulzbach finanziell unterstützen will, kann sich auf der Homepage des Vereins www.tierschutzverein-bad-soden-sulzbach.de informieren.

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