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Sie kämpft für bessere Spielplätze

Anna Monaco ist erst seit einigen Wochen die neue Kinderbeauftragte in Höchst. Besonders um die Spielplätze will sich die 44-Jährige kümmern – und kann sich bereits über einen ersten Erfolg freuen.
Auch die Spielplätze gehören zu den Projekten der neuen Kinderbeauftragten Anna Monaco (44). 
Foto: Reuß Auch die Spielplätze gehören zu den Projekten der neuen Kinderbeauftragten Anna Monaco (44). Foto: Reuß
Höchst. 

„Ich möchte den Kindern verständlich machen, dass es Erwachsene gibt, die ihnen zuhören“, sagt Anna Monaco (44). Die neue Kinderbeauftragte in Höchst ist erst seit einigen Wochen im Amt. Doch schon nach den ersten Tagen kann sich die 44-Jährige über einen besonderen Erfolg freuen: Der Kinderspielplatz am Main, der zu denen gehört, für deren Unterhalt dem Grünflächenamt eigentlich das Geld fehlt (wir berichteten), wird umgebaut. „Da habe ich schon viel Druck gemacht“, sagt Monaco. „Jetzt wird die Burg Brett für Brett abgebaut.“ Bis Ende Juni, schätzt sie, ist der Umbau des Spielplatzes fertig. Die Spielplätze im Stadtteil sind der Deutsch-Italienerin besonders wichtig.

„Ich werde viel Energie in die Arbeit stecken“, verspricht Monaco. „Leider nur ehrenamtlich, eigentlich gibt es genug zu tun.“ Seit Anfang Mai ist sie für die Interessen der Kinder zuständig, bietet Sprechstunden an oder arbeitet in den Arbeitskreisen im Stadtteil mit. „Ich bin ein Mensch, der sich gerne kümmert“, sagt die 44-Jährige über sich. An ihre neuen Aufgaben muss sie sich aber noch gewöhnen. „Ich bin sehr gespannt auf die Arbeit.“

 

Seit 40 Jahren in Höchst

 

Anna Monaco wurde in Brüssel geboren. Seit ihrem vierten Lebensjahr wohnt sie in Höchst. Nach der Schule und einem Auslandsjahr in Italien, machte sie eine kaufmännische Ausbildung, arbeitete mehr als 20 Jahre im Vertrieb einer Fluggesellschaft. Nun arbeitet sie beim Ambulanten Pflegedienst in der Öffentlichkeitsarbeit. Dank ihrer ehrenamtlichen Mitarbeit beim „Bunten Tisch“, im italienischen Familien- und Kulturverein und im Kinderparlament des Kinderhauses in Höchst wurde die 44-Jährige von der SPD im Ortsbeirat als Kinderbeauftragte vorgeschlagen. Als sie dies im Februar geschah, wusste sie noch nicht, was sie erwarten würde. „Ich konnte mir darunter erst einmal nichts vorstellen.“

In Frankfurt gibt es aktuell 35 Kinderbeauftragte in den Stadtteilen. Die ehrenamtliche Tätigkeit wird seit 1994 vom Magistrat durch Bürger besetzt. Zu den Aufgaben gehören regelmäßige Sprechstunden, Aktionen für Kinder, Gespräche mit Eltern und Lehrern oder die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen im Stadtteil. „Wir sind nicht nur für die Kinder da“, sagt Anna Monaco. Auch die Eltern seien wichtige Ansprechpartner.

„In Höchst gibt es bereits einige Angebote für Familien und Kinder“, sagt Monaco. Doch sie will dies noch weiter ausbauen. „Es gibt viel Potenzial im Stadtteil.“ Sie ist auch im Kinderparlament des Stadtteils aktiv. „Dort entstehen viele Ideen aus den Köpfen der Kinder.“ Diese Ideen will Monaco im Ortsbeirat einbringen. Denn sie weiß: „Kinder sind die Zukunft.“

Anna Monaco lebt mit ihrer 18-Jährigen Tochter in Höchst. „In der letzten Zeit hat sich der Stadtteil sehr positiv verändert“, sagt sie. „Ich finde es toll, dass es so viele Veranstaltungen gibt.“ Am besten gefällt Monaco der multikulturelle Charakter und die Altstadt. „Nur die Einbahnstraßen machen mich verrückt“, verrät sie lachend. In ihrer Freizeit reist die 44-Jährige gerne, die letzte Reise führte sie in die USA. Auch in Italien ist sie regelmäßig, besucht dort Familie und Freunde. Sie liest gerne Bücher oder malt. Doch neben ihrem Beruf und der ehrenamtlichen Tätigkeit als Kinderbeauftragte ist dafür nur noch wenig Zeit.

 

Nicht aufgeben

 

Das erste Gespräch mit Kindern hat sie schon geführt, in regelmäßigen Sprechstunden will Anna Monaco auch in Zukunft ein wichtiger Ansprechpartner für die Heranwachsenden im Stadtteil sein. „Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, dass sie auch kleine Probleme ansprechen können“, sagt sie. Im Ortsbeirat will sich Monaco dann für die Interessen der Kinder einsetzen. „Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, gebe ich so schnell auch nicht auf.“

Ein weiteres Projekt, das Monaco gemeinsam mit dem Kinderhaus Höchst und dem „Bunten Tisch“ vorbereitet, ist das „Fest der Nachbarn“ am 24. Mai in der Bolongarostraße. Außerdem ist ein Spiel- und Sportfest im Juni geplant. Auch den Schaukasten am Dalbergkreisel will sie mit Leben füllen.

Anna Monaco, neue Kinderbeauftragte für Höchst, ist unter der Telefonnummer (0 69) 21 92 02 03 oder im Internet unter www.kinderbeauftragte-frankfurt.de erreichbar.

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