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So tierlieb

Die Klasse 4 d der Geschwister-Scholl-Schule Schwalbach war mit Lehrerin Eva Gatti im Hattersheimer Tierpark und hat dort Klaus-Dieter Simon getroffen. Er ist ein richtiger Kämpfer. Er kämpft dafür, den Tierpark Hattersheim zu erhalten. Simon ist Erster Vorsitzender des 2013 gegründeten Vereins, der sich für den Erhalt des Tierparks einsetzt.
Klaus-Dieter Simon (links), der Erste Vorsitzende des Fördervereins, und Albert Ebert, der seit 37 Jahren die Tiere pflegt. Klaus-Dieter Simon (links), der Erste Vorsitzende des Fördervereins, und Albert Ebert, der seit 37 Jahren die Tiere pflegt.
Hattersheim. 

Solange es diesen Verein gibt, muss der Tierpark nicht schließen. Simon selbst arbeitet für den Tierpark ehrenamtlich. Dass er sich so einsetzt, hat vielleicht auch damit zu tun, dass er direkt am Tierpark wohnt und dessen Aufbau von Anfang an miterlebt hat. Früher war auf dem Gelände eine Klärgrube, später ein Hundeverein. Heute tummeln sich dort viele einheimische Bauernhoftiere.

Versorgt werden die Tiere bereits seit der Gründung des Tierparks vor 37 Jahren von Albert Ebert. Er ist 79 Jahre alt und ist vor vielen Jahren als junger Mann aus Ungarn nach Deutschland gekommen. Ebert ist ein bemerkenswert tierlieber Mensch. In den 60er und 70er Jahren züchtete er Wellensittiche, und mit 40 Jahren hat er die Tierpflegerprüfung bestanden. Die ganze Familie Ebert ist tierlieb. Auch Eberts Tochter ist Tierpflegerin geworden, und seine Enkelin arbeitet als Tierarzthelferin. Auch heute noch hat er zu Hause Wellensittiche, außerdem Hunde und Meerschweinchen.

Im Tierpark kennt Ebert jedes Tier ganz genau. Wenn ein Huhn gackert, weiß er, es hat ein Ei gelegt. Es gibt viele Vögel im Tierpark, und Ebert kann zu jedem etwas erzählen und alle Eier auseinanderhalten. Die Zwergwachteln stehen unter seinem besonderen Schutz. Von diesen kleinsten Hühnern der Welt gibt es nur noch zwei im Tierpark, und Ebert hofft, dass es mit dem Nachwuchs klappt.

Ohne Ebert kann man sich den Tierpark kaum vorstellen. Aber im nächsten Jahr wird sein Kollege Erol Ilkan die Pflege der Tiere übernehmen, da sich Ebert mit dann 80 Jahren zur Ruhe setzen will. Das hat er sich auf jeden Fall verdient!

Wenn man vom Bahnhof Hattersheim aus auf dem Weg am Schwarzbach entlangläuft, erreicht man nach kurzer Zeit den Tierpark. Hier kann man eine besondere Atmosphäre erleben. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, fern von Alltag und Sorgen. Wenn man sich dem Tierpark nähert, wird man von vielen Tieren freundlich begrüßt: Die Gänse schnattern, die Schafe blöken, die Ziegen meckern, die Warzen-Ente watschelt einem neugierig schauend entgegen.

Wenn man dann noch das Glück hat, einen Besuchstermin im Tierpark verabredet zu haben, und hinter die Zäune in den Park gehen darf, kann man richtig eintauchen in diese andere Welt. Es laufen fast alle Tiere frei herum und können sich gegenseitig besuchen, und man selbst fühlt sich mittendrin und als Teil eines Ganzen.

Der Tierpark Hattersheim soll am besten für immer erhalten bleiben, weil die Tiere sich dort wohlfühlen und man selbst sich auch wohlfühlt.

Florian Bettermann, Martyna Bokota, Nico Freund, Niklas Fritz, Xenia Klomann, Hannah Mendel, Filip Stanikic, Annika Delor, Maja Dingeldein

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