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Spielplatz soll verkauft werden

Von Auf dem Gelände zwischen Ulmen- und Eschenstraße sollen Wohnhäuser gebaut werden. CDU und FWG sind gegen den Verkauf des Spielgeländes.
Schaukel und Klettergerät auf dem Spielplatz zwischen Ulmen- und Eschenstraße könnten wohl bald abgebaut werden, wenn die Stadt mit dem Kaufinteressenten einig wird, der hier Wohnhäuser errichten will. 	Foto: Hans Nietner Schaukel und Klettergerät auf dem Spielplatz zwischen Ulmen- und Eschenstraße könnten wohl bald abgebaut werden, wenn die Stadt mit dem Kaufinteressenten einig wird, der hier Wohnhäuser errichten will. Foto: Hans Nietner
Okriftel. 

Die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hält am Verkauf des Spielplatzes zwischen Ulmen- und Eschenstraße in Okriftel fest. SPD, Grüne und FDP stimmten im Bauausschuss der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das Grundstück zu, an dessen Ende die Möglichkeit stehen soll, dort Wohnhäuser zu bauen. Einen Kaufinteressenten für das 567 Quadratmeter große Gelände soll es bereits geben.

Treffpunkt für Jugendliche

Der Magistrat hat sich auf die Suche nach Grundstücken gemacht, die verkauft werden können, um notwendige Investitionen zu finanzieren, und ist dabei auf das Spielplatzgelände gestoßen. Nach Einschätzung der Verwaltung wird das Gelände nicht mehr von Kleinkindern, sondern eher von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. Die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens ist zwar noch keine endgültige Entscheidung, stellt aber die Weichen ganz eindeutig in diese Richtung.

Nach anfänglichem Zögern stellte sich in einer Sondersitzung des Bauausschusses die CDU ganz eindeutig gegen das Projekt. Parteichef Klaus Schindling erinnerte an unlängst verbreitete Meldungen über steigende Geburtenzahlen in Hattersheim und geht davon aus, dass es in absehbarer Zeit auch wieder Kinder in dem Quartier gibt, die den Spielplatz nutzen möchten. „Es wird lange dauern, bis wir wieder Geld und Platz für einen neuen Spielplatz haben“, fürchtet Schindling.

Der SPD-Stadtverordnete Marek Meyer dagegen argumentierte, dass der Spielplatz vor allem für Kinder bis sechs Jahren gedacht sei. Die dort vorhandenen Spielplätze sollten auf dem Spielplatz am Wolfsweg installiert werden und dieser damit auch für diese Altersgruppe attraktiv werden. Für Familien mit Kindern aus verschiedenen Altersgruppen sei diese sogar eine vorteilhaftere Konstellation, ist der SPD-Mann überzeugt.

„Völlig verfehlt“, ist diese Idee aus Sicht der Freien Wähler. Auf dem Gelände am Wolfsweg treffe sich eine ganz anderes, handfesteres Klientel, so Fraktionschef Karl Heinz Spengler. Dazu passten kleinere Kinder nicht. Aus seiner Sicht läuft der Verzicht auf den Spielplatz auch der Absicht entgegen, Hattersheim als Wohnort für Familien attraktiv zu halten. Über die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens wird die Stadtverordnetenversammlung entscheiden.

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