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Friedrich-Dessauer-Schüler: Sportparcours fordert Gymnasiasten

Von Trotz Prüfungsstress stellten sich gestern 40 Abiturienten der Friedrich-Dessauer-Schule einem Sport-Parcours in der Turnhalle. Anlass war die Aktion „AOK Moves You“, mit der zu mehr Bewegung und Sport motiviert werden soll.
Amanda (17) wagt den Gang auf dem Slack-Balken. Der Barren ist nicht starr, sondern schwingt unter der Belastung.	Fotos: Maik Reuß Bilder > Foto: Maik Reuß Amanda (17) wagt den Gang auf dem Slack-Balken. Der Barren ist nicht starr, sondern schwingt unter der Belastung. Fotos: Maik Reuß
Höchst. 

Ein Bewegungs-Parcours in der Turnhalle des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums fordert von 40 Abiturienten Geschicklichkeit, Teamgeist und Schnelligkeit. Die Oberstufenschüler, die teils noch in ihren Abi-Prüfungen stecken, nutzen die sportlichen Herausforderungen, die die acht verschiedenen Stationen an sie stellen: So gibt es beispielsweise eine Tanzstation, Speed-Biathlon, Stelzenlaufen, Torschießen oder Springseilhüpfen.

Erarbeitet wurde der Parcours von der AOK Hessen in Zusammenarbeit mit dem hessischen Leichtathlethikverband. Anlass ist die Aktion „AOK Moves You“, was mit „in Bewegung bringen“ übersetzt werden kann. Diese ist als schulischer Wettbewerb ausgestaltet und wird zum dritten Mal in Folge hessenweit durchgeführt. „250 Schulen aus Hessen haben sich beworben, 20 sind für den Wettbewerb qualifiziert“, erklärt Susanne Sattler vom Marketing der AOK Hessen. Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium ist die einzige Schule aus Frankfurt, die es geschafft hat. „Um sich zu qualifizieren, mussten die Schüler Fragen in einem Online-Quiz beantworten“, berichtet Sattler weiter. „Für jede richtig beantwortete Frage wurden Punkte vergeben.“

 

Punkte sammeln

 

Gestern ging es nun von der Theorie in die Praxis: In Fünfer-Teams aufgeteilt, mussten die Jugendlichen an jeder Station ihr Bestes geben. Schließlich wurden auch hier wieder Punkte vergeben. Die gemeinschaftliche Leistung der Teams wird am Ende zusammengezählt. Mit einer sehr guten Wertung haben die Schüler die Chance auf eine Sommer-Party mit Eintracht-Torwart Kevin Trapp und Planet-Radio-Moderatorin Leni Pfaff, besser bekannt als „Boomchica Leni“. „Um die Party an die Schule zu holen, müssten die Schüler das beste Ergebnis aller teilnehmenden Schulen haben“, erklärt Sattler die Voraussetzungen.

 

Spaß am Sport wecken

 

„Mit dem Parcours möchten wir den Spaß an Bewegung und Sport bei den Schülern wecken.“ Sport sei häufig unter Jugendlichen nicht mehr so angesagt. Hinzu kämen Schulstress und die Tatsache, dass oftmals viel Zeit für die Beschäftigung mit dem Smartphone draufgehe. Mit der Aktion soll dem Bewegungsmangel entgegengetreten werden. „Der Parcours soll außerdem Anregung für die Lehrer sein, Elemente hieraus mit in die Gestaltung des Sportunterrichts einfließen zu lassen“, fügt Sattler hinzu.

Betreut werden die verschiedenen Stationen von Mitgliedern des hessischen Leichtathlethikverbandes, die genau darauf achten, wie die Schüler die Herausforderungen bewältigen. Beim „Speed-Biathlon“ etwa zählen Schnelligkeit, Geschick und Wurftalent. Obwohl der Begriff „Biathlon“ eher Skier und Schießübungen vermuten lässt, muss man an dieser Station seine Beine, Arme, Hände und seinen Kopf gebrauchen.

Es geht darum, im Slalom durch Stangen zu laufen, über Kartons zu springen und am Ende mit kleinen Wurfsäcken auf Hütchen zu werfen. Wie beim Dosenwerfen müssen drei Hütchen mit drei Würfen umkippen. Diese sind auf einem Kasten platziert. Wer es nicht schafft, muss drei Strafrunden laufen. Während Slalom-Lauf und Kasten überspringen bei fast allen Schülern funktionieren, hapert es bei vielen der Jugendlichen an der Wurftechnik. Meist bleiben alle Hütchen stehen. „Wir waren superschnell in der Laufzeit, doch mit dem Werfen hat es nicht so geklappt“, räumt auch Aleksander (19) ein. Ihm macht der Parcours sichtlich Spaß. „Das ist Entspannung“, sagt der Gymnasiast, der noch eine Abi-Prüfung schreiben muss.

Amanda (17), Robert (20) und Deniz (18) versuchen einen sogenannten „Slack-Balken“ zu überwinden. Dieser ist zwar ein bisschen breiter und stabiler als ein Seil, schwingt jedoch mit, während man versucht, auf dem Sportgerät zu balancieren. Hierfür ist viel Körpergefühl nötig, um nicht runterzufallen. „Es ist ganz schön schwierig, gerade in der Mitte. Da ist es sehr wackelig“, sagt Amanda. Aufgeben kommt jedoch für keinen in Frage, auch wenn schließlich nur wenige es schaffen.

Allen Schülern macht der Parcours sichtlich Spaß, vergessen scheint der Prüfungsstress. Es wird viel gelacht. „Mit der Aktion möchten wir zeigen, wie viel Spaß Bewegung und Sport machen, gerade in der Gemeinschaft“, sagt Markus Schindler, AOK-Geschäftsstellenleiter im Beratungscenter Höchst.

 

Weitere Infos zur Aktion gibt es unter www.aok-moves-you.de im Internet.

 

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