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Diskussion in der Stadtpolitik: Stadtpolitik: Wie soll sich Eppstein bis 2030 entwickeln?

Von 2030 klingt zwar noch weit enfernt, in Eppstein muss man sich aber bereits Gedanken machen, wie sich die Stadt entwickeln soll. Die Opposition fordert deshalb einen "Stadtentwicklungsplan". Und der soll viele Themen beinhalten.
Vockenhausen von der Drehleiter der Feuerwehr aus gesehen. Auch diesen Stadtteil wird im Rahmen des Entwicklungsplans sicher genau unter die Lupe genommen.	Archivfoto: Knapp Foto: Knapp Vockenhausen von der Drehleiter der Feuerwehr aus gesehen. Auch diesen Stadtteil wird im Rahmen des Entwicklungsplans sicher genau unter die Lupe genommen. Archivfoto: Knapp
Eppstein. 

Die Kommune wird ein Stadtentwicklungskonzept bekommen. Diese Aussage kann man treffen – auch wenn über diesen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend noch gar nicht entschieden, sondern das Papier in die Ausschüsse überwiesen wurde. Zwar wurde der Antrag gemeinsam von den Oppositionsfraktionen SPD, FWG und FDP eingebracht. Aber Stadtverordnetenvorsteher Bernhard Heinz (CDU) wusste aus dem Präsidium des Parlaments zu berichten, dass auch das Regierungsbündnis aus CDU und Grünen die Idee befürwortet.

Viele Themenblöcke

Mit dem Konzept solle die weitere Entwicklung der Stadt gefördert werden, heißt es in der Begründung. Wünschenswerte Zukunftentwicklungen in allen Bereichen sollen aufgezeigt und aufeinander abgestimmt werden. „Eine Qualitätssteigerung der Wohlfühlstadt ist das Ziel.“ Die Liste der Themen, um die es gehen soll, ist lang: Wirtschaft, Einkaufen und Tourismus bilden einen ersten Block, Wohnen und Mobilität den zweiten. Kultur, Sport, Vereine, Feuerwehr und Freizeitgestaltung sollen ebenfalls berücksichtigt werden, viertens Soziales, Betreuung, Schulen und Bildung. Der fünfte Themenbereich ist mit „Grün- Landschaftsraum, Starkregenschutz“ überschrieben. Der Antrag wurde offenbar unter dem direkten Eindruck der vergangenen Hochwasserereignisse in Eppstein geschrieben.

Letztlich kommt es auf eine genaue Benennung der Themenbereiche vorab gar nicht an, im Laufe der Diskussionen entwickeln sich ohnehin Schwerpunkte. Wichtig ist, kein Thema von vornherein auszuklammern. Und wichtig ist, ein Konzept dafür zu haben, wie das Stadtentwicklungskonzept erarbeitet werden soll.

Auf jeden Fall wollen die Eppsteiner die Aufgabe alleine bewältigen – auf die Idee, sich wie in Eschborn der Hilfe eines externen Büros mit Kosten in sechsstelliger Höhe zu bedienen, käme in der Burgstadt sicher keiner. Die Antragsteller bringen eine Arbeitsgruppe ins Spiel, die mit Vertretern der Parteien besetzt werden soll. Die Gruppe soll ihrerseits Workshops organisieren, in denen über die verschiedenen Themen gesprochen wird. Dazu eingeladen werden sollen Bürger, Vereine, Unternehmen und Verwaltung.

Die Arbeitsgruppe soll, da legen sich die Antragsteller fest, alle zwei Monate tagen, mindestens jedoch alle drei Monate. Das ist ein lockerer Sitzungsrhythmus, und trotzdem soll das Konzept in spätestens 18 Monaten fertig sein. Ob man ein Programm zur Weiterentwicklung der Stadt tatsächlich in maximal neun Sitzungen erarbeiten kann, und das bei einem so breiten Themenspektrum, wird sich noch erweisen müssen.

Vorsitz-Wechsel

Sicherlich ist es nützlich, sich vor der endgültigen Beschlussfassung noch mehr Gedanken über den Weg zu einem Stadtentwicklungskonzept zu machen. Erfahrungen aus anderen Städten können nützlich sein – egal, ob sie ihre Konzepte nun Stadtleitbild nennen oder lieber von einem Masterplan reden. Unter dieser Bezeichnung hatte sich Bürgermeister Alexander Simon (CDU) schon einmal für ein solches Projekt ausgesprochen.

Gespannt sein kann man, ob sich die Mehrheit auf den Vorschlag einlässt, dass der Ausschussvorsitz von Sitzung zu Sitzung von einer Fraktion zur nächsten wechseln soll. Wenn es um Personalien geht, ist die Eppsteiner CDU nämlich wenig kooperativ: Während in den Nachbarorten Hofheim und Kelkheim seit vielen Wahlperioden wenigstens die größte Oppositionspartei eine Ausschussvorsitz bekommt, ist das in Eppstein nicht üblich.

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