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Strategiewechsel am Nieder Tor

Am „Nieder Tor“ scheint nach Jahren des Stillstands wieder Bewegung in die Planungen zu kommen. Beim Besuch im Nieder Ortskern machte Planungsdezernent Olaf Cunitz den Bewohnern Hoffnung auf rasche Fortschritte.
Beim Rundgang durch Alt Nied bekam Planungsdezernent Olaf Cunitz alles ganz genau gezeigt. Bilder > Beim Rundgang durch Alt Nied bekam Planungsdezernent Olaf Cunitz alles ganz genau gezeigt.
Nied. 

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass was als „Offensive für Nied“ gestartet wurde, endete in der Warteschleife. An selbiger, genauer unweit der Warte- und Wendeschleife der Straßenbahn an der Kreuzung Nied Kirche, traf sich gestern Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) mit Vertretern des Arbeitskreises „Ideen für Nied“. Von denen wird die 2008 von den Stadtverordneten beschlossene „Offensive für Nied“ inklusive einer Umgestaltung des Entrées des Stadtteils, des „Nieder Tors“, und einer Aufwertung der Straße Alt Nied, schmerzlich herbeigesehnt. Ob Cunitz neuen Schwung in die ins Stocken geratenen Planungen bringen kann? Mehrmals seien in den vergangenen Jahren diverse Dezernenten zu Besuch im Stadtteil gewesen, um sich selbst ein Bild der Versäumnisse der vergangenen Jahre zu machen. „Resultate haben wir aber nie gesehen“, ärgert sich der Nieder Heinz Axmann. Entsprechend verhalten waren die Erwartungen, die der Nieder Arbeitskreis an den Besuch des Dezernenten richtete.

Beschluss bis Jahresende

Doch Cunitz überraschte die Nieder. „Wir haben lange Zeit über große Lösungen nachgedacht. Damit kommen wir nicht voran“, stellte er fest. Deshalb solle nun ein Strategiewechsel erfolgen. „Für kleinere Maßnahmen habe ich seit Anfang des Jahres die Federführung. Wir können hoffentlich bis zum Spätsommer die Planung abschließen und bis Ende des Jahres eine verbindliche Beschlussfassung erwirken“, stellte der Planungsdezernent in Aussicht. „Kleinere Maßnahmen“, darunter könnte etwa die Umgestaltung der Kreuzung Alt Nied / Mainzer Landstraße in einen Kreisverkehr und die Neuordnung des Verkehrsraums in Alt Nied fallen.

Der Kreisverkehr ist als ein Kernpunkt der „Offensive für Nied“ aus dem Jahr 2008 ein langgehegter Wunsch der Nieder. Ebenso wie breitere Bürgersteige an den Bushaltestellen in Alt Nied und eine generelle Aufwertung des im Niedergang befindlichen alten Ortskerns. Bislang jedoch fehlte es nicht nur am notwendigen Geld, sondern auch an einem konkreten Startzeitpunkt für die Umsetzung der Pläne.

Kompromiss in Sicht

Leere Schaufenster prägen seit Jahren das Bild von Alt Nied. Immer mehr Geschäftsleute haben aufgegeben und ihre Läden geschlossen. Ob sich dies mit kleineren Schönheitsreparaturen ändern lässt? Einige der Vertreter des Arbeitskreises forderten während des Rundgangs von Cunitz nicht nur eine schnelle Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Aufwertung des Umfelds, sondern auch ein Gesamtkonzept oder einen Rahmenplan zur Entwicklung des Stadtteils. „Eine Planungswerkstatt wäre sicher möglich, aber so etwas dauert dann eben auch seine Zeit“, sagte der Dezernent. Zwar sei es richtig, dass man eine vernünftige strategische Planung zur Entwicklung des Stadtteils brauche, „aber am Ende geht es doch immer wieder um konkrete Detaillösungen.“

Möglich erscheint nun ein Kompromiss. Sind die ersten Planungen für den Kreisverkehr und Alt Nied im Spätsommer dieses Jahres abgeschlossen, sollen die Nieder und auch der zuständige Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) eingebunden und gehört werden. „Und dann kann man auch überlegen, ob man zusätzlich für eine längerfristige Perspektive noch so etwas wie einen Runden Tisch oder einen Beirat einrichtet“, stellte der Dezernent in Aussicht.

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