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Tierköder ausgelegt: Tierhasser legen Frikadellen mit Nägeln aus

Präparierte Frikadellen, vergiftete Katzen. Im Taunus sind Tierhasser unterwegs. Die Polizei rät, die Augen besonders offen zu halten.
Ein präparierte Nagel-Frikadelle wurde bereits 2014 gefunden. Ein präparierte Nagel-Frikadelle wurde bereits 2014 gefunden.
Münster/Hornau. 

„Wir dachten, es ist Ruhe eingekehrt.“ Als das Höchster Kreisblatt Marie-Luise Schwarze am Montag Nachmittag über erneut mit Nägeln gespickte Frikadellen informiert, ist die Hundebesitzerin aus Münster frustriert. Sie hatte vor gut eineinhalb Jahren auf eine solche Problematik rund um die Straße „Neue Heimat“ aufmerksam gemacht (wir berichteten). Nachdem damals entsprechend präparierte Tierköder gefunden worden waren, hatte eine andere Hundefreundin per Plakaten gar eine Belohnung für die Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt. Bisher ohne Erfolg.

Schlimmer noch: Am Samstag sind die gefährlichen Hackfleischbällchen erneut in Münster aufgetaucht. „Großes Glück hatte eine Hundebesitzerin: Sie hatte eine mit Nägeln gespickte Frikadelle entdeckt, noch bevor ihr Hund sie fressen konnte“, teilt die Polizei mit. Die Frau war gegen 9.30 Uhr auf dem Fußweg zwischen der Parkstraße und der Straße „Neue Heimat“ unterwegs gewesen, als sie auf den Köder aufmerksam wurde. „Dabei handelte es sich um eine kleine, fertig verarbeitete Frikadelle, wie man sie im Supermarkt kaufen kann. Diese war halbiert und mit kleinen Nägeln präpariert worden“, heißt es weiter im Polizeibericht. Die Beamten suchten die Gegend ab und entdeckten in der Nähe eine weitere Frikadelle. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Verteiler der Köder aufgenommen. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter (0 61 95) 6749-0 zu melden. Gleichzeitig empfiehlt sie dringend, die Hunde beim Auslauf ständig im Auge zu behalten und weitere Funde von Ködern umgehend der Polizei zu melden.

Die Tierfreunde im Viertel haben unterdessen die Vermutung, dass die Frikadellen auf das Konto eines Hundehassers gehen. Es seien aktuell wieder Warnzettel aufgehängt worden, weiß Marie-Luise Schwarze. Ganz zu verhindern sei es nicht, dass ein Hund – mit der Nase stets am Boden – dort einmal zupacke. Dabei verhielten sich ihrer Meinung nach die Besitzer vorbildlich. Es gebe zwar mehr Tiere, die Tretminen auf der Straße würden aber meistens entfernt, berichtet sie.

Apathische Samtpfoten

Unterdessen gibt es in Hornau ein anderes Problem: Der Tierschutzverein Kelkheim berichtet von mehreren Katzen, die im Bereich des Vogelviertels rund um den Kuckucksweg vergiftet nach Hause gekommen seien. „Die Symptome waren jeweils große Apathie, kein Hunger, teilweise Fieber und Erbrechen“, weiß Helferin Irene Schimmelpfennig, deren Katzen Ferdi und Teddy ebenfalls betroffen waren. Trotz einiger Rückfragen ist der Grund für die Vergiftung unbekannt. Sie rät in solchen Fällen, sofort zum Tierarzt zu gehen und nimmt Hinweise unter (0 61 95) 96 10 78 entgegen. (wein)

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