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HK-Kreisstadt-Lauf: Tilahun Babsa läuft wieder Streckenrekord

Mit Tilahun Babsa wird es immer besser beim HK-Kreisstadt-Lauf. Der Läufer von Spiridon Frankfurt verbesserte beim diesjährigen Jubiläumslauf seinen eigenen Streckenrekord und kam freudestrahlend nach 30:27 Minuten ins Ziel. Auch die übrigen 1334 Läuferinnen und Läufer hatten Spaß, sich für den guten Zweck zu betätigen.
20. Höchster Kreisstadtlauf Foto: Hans Nietner 20. Höchster Kreisstadtlauf
Höchst/Hofheim. 

Dass Tilahun Babsa am Ausgang Ost im Industriepark Höchst nicht von der Radar-Messstation wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wurde, war fast schon verwunderlich. Schließlich konnte dem 21-jährigen Äthiopier auch bei der 20. Auflage von Hofheim nach Höchst auf der 10-Kilometer-Strecke niemand folgen. „Ich bin gerne wieder hierhergekommen“, erinnerte sich Babsa noch an seine Premiere im Vorjahr. Hier hatte er mit seiner Zeit von 30:45 Minuten einen Rekord aus dem Jahr 1999 verbessert (31:28 min.). Nun war er 18 Sekunden schneller und konnte sich im Ziel am Höchster Schlossplatz lachend und in stark verbessertem Deutsch scherzend gratulieren lassen. „Auch wenn es ein bisschen kälter und windiger war als im Vorjahr, hat es wieder Spaß gemacht“, meinte der vom Küchenstudio Krampe gesponserte Läufer von Spiridon Frankfurt.

Sieger Tilahun Babsa Bild-Zoom Foto: Maik Reuß
Sieger Tilahun Babsa

Nach Rücksprache mit seinem Trainer Kurt Stenzel habe Babsa zwar versucht, auf der flachen Strecke „unter 30 Minuten“ zu bleiben, „ich habe aber ein bisschen Power für den Wettkampf in 17 Tagen aufgehoben“, verriet er. Schließlich geht es am 27. Mai beim Schweizer Winterthur-Marathon – auf seine Spezialstrecke. Nicht auszudenken, wenn der 21-jährige Ausnahme-Athlet alle Körner rausgehauen hätte. Ohne taktische Vorgabe mit Vollgas gingen die Läufer hinter Babsa auf die Strecke. Angefangen mit dem Aufstieg an der Hofheimer Elisabethenstraße, entlang der Krifteler Erdbeer-Felder, quer durch Alt-Zeilsheim und den Industriepark Höchst hielten Babsas erste Verfolger – wohlgemerkt mit einigem Abstand – zusammen, um dann den inoffiziellen Siegertitel entlang des Main-Ufers und beim finalen Ziel-Anstieg hinauf zum Höchster Schlossplatz untereinander auszumachen. „Ab Kilometer sieben wurde die Lücke zu meinen Mitläufern etwas größer“, erklärte Christian Weis. Der Athlet vom Küchenstudio Krampe kommt aus Bad Homburg und konnte mit seiner Endzeit von 34:28 Minuten zufrieden sein. Schließlich war der 20. HK-Lauf für ihn die Premiere.

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Ebenfalls zum ersten Mal dabei waren Jan Künne vom Radsporthaus Kriegelstein in Zeilsheim, sowie Jakob Stenzel als Dritt- und Viertplatzierte. Der Sohn von Lauf-Legende Kurt Stenzel feierte mit Künne einen bemerkenswerten Einstand als schnellste Main-Taunus-Läufer. Mit ihren Zeiten von 34:41 (Künne) und 34:42 Minuten (J. Stenzel) konnten sie gut leben. Sie gratulierten im Zielbereich auch ihrer Mitstreiterin Tania Moser. Die schnellste Frau im Feld kam nur eine Minute und 25 Sekunden später ins Ziel und fand gleich mehrere Gemeinsamkeiten: „Auch für mich ist es das erste Mal“, erklärte die ehemalige Frankfurterin, die in Mexiko arbeitet und während ihres Urlaubs mit der Gruppe um „Giraffe“ Kurt Stenzel startete: „Ich habe im letzten Jahr noch an der Strecke gestanden und zugeschaut. Jetzt musste ich selbst mal mitmachen.“

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Mit 36:07 Minuten stellte die aus Bolivien stammende Moser eine persönliche Bestzeit auf. „Der alte lag bei 37:17 Minuten. Kurt Stenzel und die anderen Männer sowie die Zuschauer an der Strecke haben mich aber gut gepusht. Ich musste nur der Giraffe hinterherlaufen“, beschrieb die weibliche Siegerin ihren speziellen Lauf. Allein auf weiter Flur lief dagegen Irina Haub. Die Flörsheimerin gehört schon zum Inventar des Kreisstadt-Laufs, lief ohne Begleiter und kam in starken 38:55 Minuten ins Ziel. „Das ist meine Bestzeit auf dieser Strecke“, freute sich die beste MTK-Läuferin, die nach ihrem Sieg im Vorjahr Zweite geworden war. Dass sie im fünften Anlauf ihren eigenen Rekord unterbieten konnte, war nicht zu erwarten. „Ich bin vor knapp drei Wochen Marathon in Bonn gelaufen. Das hat man in den Knochen.“ Die vielen bekannten Gesichter beim Lauf ließen sie die Vorbelastung schnell vergessen. „Die Atmosphäre ist einzigartig. Das ist fast wie ein Familientreffen hier“, lobte die gebürtige Russin die Traditionsveranstaltung.

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Das besondere Flair war trotz des unbeständigen Wetters überall zu spüren. Die ehrenamtlichen Helfer sorgten bei der 20. Auflage des Laufs auch dafür. Der Dank der Veranstalter galt allen Ehrenamtlichen, die im Start- und Zielbereich beim Kleidertransport, der Startnummern-Ausgabe oder beim Verkauf von Speisen und Getränken genauso tatkräftig mithalfen wie die Posten an der Strecke. Nur so konnte der Lauf reibungslos ablaufen. Die Läufer konnten den Lauf nur deswegen genießen. Alle Läufer stellten ihr Engagement für die gute Sache in den Vordergrund. Und das lohnte sich für die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung. Mehr als 20 000 Euro kamen zugunsten von körperlich und geistig behinderten Kindern zusammen – eine tolle Bilanz.

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