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Turnhalle nicht im Kreisetat

Von Jetzt ist der Bau der Dreifeldhalle in Wallau in der Stadt beschlossene Sache, da tritt der Kreis auf die Bremse. Im Etat 2014 ist (noch) kein Cent für den Bau vorgesehen.
Die Wallauer Ländcheshalle: Nicht nur der Schwingboden ist am Ende. Die Wallauer Ländcheshalle: Nicht nur der Schwingboden ist am Ende.
Wallau. 

Die erste Lesung des Kreisetats verlief ruhig und friedlich, bis es an die Investitionen ging. Für den Bau einer Turnhalle in Wallau ist dort kein Cent vorgesehen. Teilnehmer der Runde beschreiben die Situation so: „Die Aussage des Landrats Michael Cyriax zu der finanziellen Beteiligung des Kreises hinsichtlich des Neubaus einer Sporthalle in Wallau war sehr deutlich: Weder für 2014 noch für die Folgejahre ist eine finanzielle Beteiligung geplant!“ Der folgende Disput zwischen dem Ersten Stadtrat der Stadt Hofheim, Wolfgang Exner (CDU), und Cyriax (ebenfalls CDU) soll nicht gerade freundschaftlich gewesen sein. Exner habe darauf hingewiesen, dass die Turnhalle an der Taunusblickschule dringend sanierungsbedürftig sei. Diese Halle würde die Stadt gern gemeinsam mit dem Kreis als Schulträger durch eine neue Halle ersetzen, die von der Schule und Wallauer Vereinen, das ist vornehmlich der TVW, genutzt werden könnte. Cyriax hielt dem entgegen, dass die Halle durchaus noch für den Schulsport geeignet sei. Die Heizung sei repariert und warmes Wasser für Duschen bräuchten die Grundschulkinder nicht.

Kreisschuldezernent Wolfgang Kollmeier, der auch für Schul- und Turnhallenbauten zuständig ist, verdeutlichte gestern gegenüber dem Kreisblatt noch einmal die Position des Kreises: „Wir vertreten die Interessen der Schule.“ Die bauliche Situation der Schulturnhalle sei nur eine Übergangslösung, aber: „Wir müssen da nicht heute oder morgen bauen.“ Natürlich habe der Kreis mehrfach mit der Stadt über mögliche Lösungen gesprochen. Man sei auch zu Ergebnissen gekommen. „Es gibt aber keine unterschriebene Vereinbarung“, erklärt Kollmeier und sagt dann noch, es sei alles eine Frage der Finanzen und des richtigen Zeitpunkts.

Während der Kreis durchaus Zeit hat, brennt’s der Stadt auf den Nägeln. Dass der Schwingboden in der Halle keine zwei Jahre mehr durchhält, sagt niemand offen, aber jeder weiß es. Und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Bauaufsicht den Bau dichtmacht, ist auch klar. Wolfgang Exner, selbst Wallauer, versucht erst einmal abzuwiegeln: „Der Etat wird erst beraten, es ist die Frage, was hinten rauskommt, was vorne noch nicht drin ist.“ Es sei jetzt am Kreis, ein politisches Zeichen zu setzen. Exner: „Der muss springen, egal wohin.“

Der Kreis aber denkt gar nicht daran. „Das ist Sache der Stadt, mit den Wallauer Vereinen und der IG Wallau zu verhandeln“, sagt Kollmeier. Der Kreis werde weiter mit der Stadt reden. Aber: „Wir warten, was aus Hofheim kommt.“

Was von dort kommt, verkündet Exner. „Wir haben den Beschluss zur Dreifeldhalle gefasst, das wird jetzt generalstabsmäßig abgearbeitet. Jetzt werden die Architektenleistungen ausgeschrieben und der B-Plan aufgestellt.“ Und wenn der Kreis die Halle jetzt nicht in den Etat aufnehme, dann gebe es ja im nächsten Jahr auch noch einen.

Daniel Philipp, Sprecher der Hofheimer Grünen teilt dazu mit: „Mehrfach hat Herr Stadtrat Exner im Bürgermeisterwahlkampf versprochen, dass er dafür sorgen werde, dass der Kreis sich am Neubau der Sporthalle in Wallau schon in 2015 beteiligen werde. Dieses Versprechen hat Herr Exner offensichtlich gebrochen. Ich bin gespannt, wie die Planung der neuen Halle weitergehen soll.“ Darauf hat Exner eine Antwort: Notfalls könne die Stadt den Bau auch erst einmal allein stemmen. Die Halle habe jedenfalls Vorrang vor der neuen Stadtbücherei.

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