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Tote Hunde in Bad Soden: Vergiftete Hunde-Köder!

Von Angeblich starben in Bad Soden bereits vier Hunde. Wer steckt hinter den fiesen Attacken auf die Vierbeiner in der Kurstadt und Umgebung? Sind es Tierhasser? Die Polizei sucht Zeugen und rät dazu, Anzeige zu erstatten.
Andrea Theimer legt liebevoll ihren Arm um ihren Riesenschnauzer Polly. Ihr Hund hatte kürzlich einen vergifteten Köder verschluckt, überlebte aber. Die Hundeliebhaberin ist entsetzt darüber, dass Menschen Tieren so etwas antun. Bilder > Foto: Hans Nietner Andrea Theimer legt liebevoll ihren Arm um ihren Riesenschnauzer Polly. Ihr Hund hatte kürzlich einen vergifteten Köder verschluckt, überlebte aber. Die Hundeliebhaberin ist entsetzt darüber, dass Menschen Tieren so etwas antun.
Bad Soden. 

Andrea Theimer ist wütend. Vor einigen Wochen fiel ihr Riesenschnauzer Polly, so erzählte sie es gestern dem Kreisblatt, auf einen ausgelegten und mit Rattengift versetzten Köder herein. Nur weil Polly ein stämmiger Hund sei und sofort vom Tierarzt ein Gegengift bekommen habe, überlebte er. „Es hat sechs Wochen gedauert, bis unser Hund über dem Damm war“, sagt Andrea Theimer und ist fassungslos. Ein kleinerer Hund hätte diesen Anschlag wohl nicht überlebt, erklärte ihr der Tierarzt.

 

Zettel hängen aus

 

Bei der Stadt gingen in den vergangenen Wochen gleich mehrfach Meldungen ein, dass in Bad Soden Giftköder für Hunde ausgelegt wurden. Auf der Internetseite der Stadt ist zu lesen, dass „im Bereich zwischen Rohrwiese und Eberhard-Preis-Weg Giftköder gefunden wurden, deren Verzehr für Hunde tödlich sein kann. Auch „Am Hübenbusch“ und an der Robert-Stolz-Straße haben Hundebesitzer vergiftete Köder gefunden. „Aus diesem Grund bittet die Stadtverwaltung alle Hundebesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit“.

In den vergangenen acht Wochen sollen angeblich vier Hunde an diesen Giftködern verendet sein, berichtet Andrea Theimer im Gespräch mit unserer Zeitung. Das habe sie von anderen Hundebesitzern erfahren. Deshalb machen die Hundeliebhaber in Bad Soden nun mobil. Sie hängen Hinweiszettel in den Straßen aus, in denen Giftköder gefunden wurden.

 

„Das ist gemein“

 

Andrea Theimer rät anderen Hundebesitzern, „in der Gefahrenzone“ die Hunde anzuleinen oder ihnen sogar einen Maulkorb zu verpassen. In die traurigen Augen ihrer vergifteten Polly zu sehen, hätte ihr sehr weh getan. „Da ist man in einer echte Schockstarre“, berichtet die Bad Sodenerin. Die Hundefreundin kann nicht nachvollziehen, wie jemand so etwas Schreckliches machen und gezielt Giftköder auslegen kann. „Das ist so gemein. Ich verspüre eine unfassbare Wut“, sagt Andrea Theimer. Bei ihren Spaziergängen mit Riesenschnauzer Polly wird sie nun immer genau darauf achten, ob wieder Giftköder ausgelegt wurden.

Der Polizei sind vermehrte Vorfälle mit vergifteten Ködern für Hunde in Bad Soden bislang nicht bekannt. Wie Polizei-Pressesprecher Daniel Kalus dem Kreisblatt gegenüber bestätigte, wurde der Polizei im Osten des Main-Taunus-Kreises zuletzt nur ein Fall bekannt, bei dem ein Hund in Eschborn durch einen ausgelegten Giftköder verendete. Von weiteren vergifteten Hunden wisse sie nichts. Die Hundehalter müssten bei der Polizei Anzeige erstatten. Immer wieder würde es im Main-Taunus-Kreis zu solchen Meldungen von vergifteten Hundeködern kommen. Das war schon in Okriftel, Hattersheim, Sulzbach und Eschborn der Fall. Die Vergehen mit Ködern, die zumeist mit Rattengift versetzt werden, seien immer „wellenartig“.

 

Zeugen gesucht

 

Kalus hofft auf aufmerksame Hundebesitzer und Zeugen, die eventuell etwas Verdächtiges gesehen haben. Seine Kollegen im Einsatzgebiet seien aber in jedem Fall sensibilisiert. Wer etwas zur Aufklärung der Fälle mit den Giftködern beitragen kann, sollte sich unbedingt mit der Polizei in Eschborn in Verbindung setzen: (0 61 96) 96 95-0. Auch die Stadt Bad Soden hofft auf wachsame Bürger: „Bei Rückfragen oder Hinweisen können Sie sich direkt mit der zuständigen Fachabteilung innerhalb der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer (0 61 96) 2 08-1 80 in Verbindung setzen.“

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