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Paul-Ehrlich-Schule: Vom Roh- zum Rapsöl: Abschlussjahrgang präsentiert Projekte

Stolz hat der Abschlussjahrgang der Paul-Ehrlich-Schule jetzt seine Projekte vorgestellt. Vor Familien, Freunden, Lehrern und Absolventen präsentierten die jungen Chemie- und Biotechniker ihre Arbeit des vergangenen Jahres.
Madleine Strack (von links), Tanja Metzner und Jennifer Hamann zeigen die Entschleimung von Rapsöl: links das Rohöl, in der Mitte das Ausgefilterte und rechts das Ergebnis. Bilder > Foto: Maik Reuß Madleine Strack (von links), Tanja Metzner und Jennifer Hamann zeigen die Entschleimung von Rapsöl: links das Rohöl, in der Mitte das Ausgefilterte und rechts das Ergebnis.
Höchst. 

Dass die zähe, braune Flüssigkeit, die durch den Glasbehälter gerührt wird, dasselbe Rapsöl ist, das wir in unser Salat-Dressing geben, ist kaum zu glauben. Genau damit aber haben sich Jennifer Hamann, Tanja Metzner und Madleine Strack in ihrer Abschlussarbeit an der Paul-Ehrlich-Schule über die Optimierung von Prozessen zur Entschleimung von Rapsöl beschäftigt. Anschaulich zeigen sie anhand von Proben, wie das Rohöl aussieht, welche Verunreinigungen mit Hilfe eines Zentrifugators herausgefiltert werden und was das Endprodukt ausmacht. Ihr Projekt ist eine der 18 jetzt vorgestellten Arbeiten der Studenten des Abschlussjahrgangs.

„Die Projektarbeiten sind Bestandteil der Abschlussprüfungen“, sagt Sabine Neitzel, Mitglied des Schulleiterteams. Mit der Vorstellung der Projekte sei der erste Teil geschafft. In den nächsten Monaten folgen noch die schriftlichen Prüfungen, danach dürfen sich die Absolventen staatlich geprüfte Techniker nennen. „Viele legen besonders großen Wert auf praktisch anwendbare Themen“, sagt Neitzel. Mit dabei seien diesmal beispielsweise Arbeiten zur Krebsforschung oder zum Nachweisen von Getränkeschädlingen in alkoholfreiem Sekt.

Themen finden

Seit einem Jahr wird an den Projekten gearbeitet. „Am Anfang steht die Planung“, weiß Neitzel. Ein Semester lang bedeutet das für die Studenten, ein geeignetes Thema zu finden, Chemikalien zusammenzusuchen und die nötigen Geräte zu besorgen.

Mit der Vorstellung der Projektarbeiten neigt sich für die rund 120 Studenten eine vierjährige Ausbildung dem Ende. „Natürlich werde ich da auch ein wenig wehmütig“, gesteht Neitzel. Über die Jahre lerne man junge Menschen mit all ihren Höhen und Tiefen kennen – da sei der Abschied nie einfach.

Sie selbst bezeichnet sich als „Urgestein. Ich arbeite schon seit 1986 an dieser Schule“, sagt sie. Es mache ihr immer noch viel Spaß und Freude. Besonders schön sei es zu sehen, dass der Weg an der Paul-Ehrlich-Schule von einem Hauptschulabschluss, über einen Realschulabschluss bis zur Fachhochschulreife führen kann und damit sogar den Weg ins Studium ebnet. „Dafür ist diese Ausbildung auch viel Arbeit“, warnt sie. Alle Studenten gehen neben der Schule noch einem Vollzeit-Job nach und müssen im Berufsalltag die Zeit finden, drei Tage unter der Woche abends und Samstagsmorgens in die Schule zu kommen.

Drei Schwerpunkte

Wer sich dennoch für diesen Weg entscheidet, kann zwischen drei Schwerpunkten wählen. Studenten, die an Chemie interessiert sind, können sich entweder auf Produktions- oder Labortechnologie spezialisieren. Besonders beliebt ist der Schwerpunkt Biotechnik. „Dieser Strang ist sehr modern“, sagt Neitzel. Hier beschäftigten sich Studenten etwa mit Gentechnologie. Deswegen seien Plätze in der Regel auch schnell vergeben. Nur in diesem Jahr würden ausnahmsweise noch Biotechniker gesucht.

Aus Sicht der Mathelehrerin lohnt sich die harte Arbeit in jedem Fall: „Wer sich für diesen Weg entscheidet wird Teil einer großen Familie.“

Weitere Informationen

Mehr über den Studiengang und zur Bewerbung gibt es im Internet unter www.paul-ehrlich-schule.de.

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