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Von der Kunst der Toleranz

Der Main-Taunus-Kreis möchte seine Willkommenskultur pflegen und hat hierzu eine Fachtagung geplant. Ehrenamtler sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Eschborn. 

Mit offenen Armen sollte sich der Main-Taunus-Kreis fremden Kulturen öffnen, finden die Mitarbeiter des interkulturellen Netzwerks Main-Taunus und laden daher am Samstag, 28. Februar, zu einer Fachtagung ins Eschborner Mehrgenerationenhaus ein. Die geöffneten Türen sind nicht nur sinnbildlich zu verstehen, sie zieren auch die Einladungskarten für die Fachtagung.

Das Zusammensein mit Menschen aus anderen Kulturen sei im Kreis längst Lebenswirklichkeit, sagt Marcus Krüger vom Sozialbüro des Kreises, der die Veranstaltung zusammen mit Uta Skowranek von der Schuldnerberatung organisiert. Dabei habe vor allem die Vielfalt der Herkunftsländer zugenommen, wie eine Grafik eindrucksvoll beweist. „Es reicht nicht mehr aus, einen türkischsprachigen Mitarbeiter ins Büro zu setzen“, so Uta Skowranek. Zu groß sei die Palette. „Leider wird Zuwanderung oft mit negativen Worten wie Problem oder Flut verknüpft“, so Krüger. Dabei könnten beide Seiten davon profitieren.

Kultur sei die Art, zu leben, so auch das Motto der Veranstaltung. Im Main-Taunus-Kreis gebe es zum Glück bereits viele Projekte wie Integrationslotsen, die Flüchtlingshilfe in Bad Soden oder sogar Initiativen der Wohnbaugesellschaften.

Wichtig sei die positive Haltung den Menschen und Ratsuchenden gegenüber, die oft herbeizitierte Willkommenskultur. Das bestätigt auch die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses, Beate Baum-Dill. Seit vielen Jahren schon ist ihr Haus Knotenpunkt für Integrationsarbeit und daher ein gut ausgewählter Ort für die Fachtagung.

Morgens wird der Islamwissenschaftler und Friedensforscher Dr. Mohammed Heidrai ein Referat halten. Der Autor mehrerer Bücher berät Unternehmen und Behörden und lehrt an der Universität Köln. Nachmittags stehen sechs Workshops auf dem Programm, die sich mit Integration in verschiedenen Bereichen beschäftigen. Zum Thema „Behörden und Kommunen“ konnten die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Ingrid Haas, Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang und Flörsheims Erster Stadtrat Sven Hess gewonnen werden. Über ihre Arbeit als ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit berichten Vertreter vom Dekanat, der katholischen Flüchtlingsberatung und der ökumenischen Flüchtlingshilfe Bad Soden.

Erfahrungen aus erster Hand haben auch Erzieherin Kerstin Pfriem, Schulsozialarbeiterin Peggy Wagner und Erziehungsberater Gerd Gröhl gesammelt. Die drei anderen Gruppen beschäftigen sich mit professionellen Sozialdiensten, Religion, sowie Sport und Kultur. „Gerade der Sport spielt in der Integration eine wichtige Rolle“, so die Organisatoren. Darüber wird Volker Rehm von der hessischen Sportjugend referieren.

Noch sind 55 Plätze frei

„Leider haben wir für die Gruppenleitung keine Menschen mit Migrationshintergrund finden können“, so Krüger. Er denke aber, dass sich unter den Teilnehmern der eine oder andere befinde, mit dem man ins Gespräch kommen könne. 65 Interessenten haben sich bereits angemeldet, für 120 habe man Kapazitäten. Angesprochen sind haupt- und ehrenamtliche Engagierte aus der interkulturellen Arbeit, aber auch jeder, dem das wichtige Thema am Herzen liegt.

Die „Fachtagung zur interkulturellen Öffnung im Main-Taunus-Kreis“ findet am Samstag, 28. Februar, von 9.30 bis 16 Uhr im Eschborner Mehrgenerationenhaus, Hauptstraße 18-20, statt. Anmeldungen nimmt die IDH Schuldnerberatung unter Telefon (0 61 92) 9 58 15 10 entgegen. Der Tagungsbeitrag inklusive Verpflegung beträgt 12 Euro und ist zu Beginn der Veranstaltung in bar zu entrichten.

(juwi)
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