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Vorerst keine Mahnmale

Nachdem die Familie Florsheim Ende August vor der Villa Aurora in der Alleestraße zwei Stolpersteine von dem Künstler Gunter Demnig verlegen ließ, wird es vorerst keine weiteren Mahnmale dieser Art in der Kurstadt geben.
Bad Soden. 

Nachdem die Familie Florsheim Ende August vor der Villa Aurora in der Alleestraße zwei Stolpersteine von dem Künstler Gunter Demnig verlegen ließ, wird es vorerst keine weiteren Mahnmale dieser Art in der Kurstadt geben. Paul Florsheim war mit seinen Angehörigen aus England und USA angereist, um mit diesen beiden Messingtafeln an seine jüdischen Großeltern Rosa und Markus Grünebaum zu erinnern, die 1941 von den Nazis verschleppt und im Ghetto Lodz gestorben waren.

Um die Verlegung von Stolpersteinen in Bad Soden hatte es in den Fraktionen heftige Diskussionen gegeben. Die Grünen, FDP und BSB brachten unterschiedliche Anträge ein. Vor allem an dem Vorschlag der Grünen rieben sich die Stadtverordneten. Die Fraktion forderte nämlich, dass Stolpersteine im öffentlichen Raum auch ohne Einverständnis der Grundstückseigentümer verlegt werden dürfen.

In Entwicklungsplan

Dagegen wandten sich die übrigen Fraktionen. Es wurde argumentiert, dass die heutigen Besitzer der Immobilien durch die Stolpersteine stigmatisiert würden, zum anderen sei das Gedenken an die Opfer der Nazi-Zeit ein Anliegen aller Bürger der Stadt. Die Liberalen und die Bad Sodener Bürger sprachen sich für eine Gedenktafel an einem zentralen Standort aus.

In der Sitzung des Kulturausschusses einigten sich die Stadtverordneten nun auf einen Kompromiss. Die Grünen verzichteten in ihrem Antrag auf die Forderung, dass "ein Einverständnis der Eigentümer, vor deren Eigentum Stolpersteine gelegt werden, nicht notwendig ist". Auf "der Basis der Freiwilligkeit", betonte Brigitte Hewel (FDP), werde ihre Fraktion dem Grünen-Antrag zustimmen. Sie schlug vor, das Thema in das Stadtentwicklungskonzept einzubeziehen und bis zur Neuplanung des Innenstadtbereichs zurückzustellen. Das Badehaus hält sie für eine Gedenktafel als geeigneten Standort. Wolfgang Rexer (SPD) brachte als Alternative das zukünftige Rathauskarree ins Spiel.kra

(Brigitte Kramer)
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