Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Vorreiter für das Land

Das Thema Energie beherrscht seit der Katastrophe in Japan auch das politische Tagesgeschäft. Die hessische Landesregierung startete mit den Energiegipfel-Gesprächen eine Initiative, die in der Bundesrepublik wegweisend sind. Gute Zeiten also für innovative Vereinsgründungen.
Gründungsmitglieder des "House of clean Energy" (von links): Dr. Carsten Ott (Hessen Agentur), Roman Osada (SCM GmbH), Markus Töpfer, Hans-Jürgen Hielscher, Gerd Mehler (alle RMD), Barbara Schöneburg (Ingenieurkammer Hessen), Helmut Ziegler (Bosch KWK Systeme) und Dr. Kurt Hunsänger (EVO Offenbach). Foto: Hans Nietner Gründungsmitglieder des "House of clean Energy" (von links): Dr. Carsten Ott (Hessen Agentur), Roman Osada (SCM GmbH), Markus Töpfer, Hans-Jürgen Hielscher, Gerd Mehler (alle RMD), Barbara Schöneburg (Ingenieurkammer Hessen), Helmut Ziegler (Bosch KWK Systeme) und Dr. Kurt Hunsänger (EVO Offenbach). Foto: Hans Nietner
Flörsheim. 

Ein Vorstand, der von zwei ehrenamtlich tätigen Geschäftsführern unterstützt wird – davon träumt wohl jeder Verein. Tatsächlich sind die beiden Geschäftsführer des gestern gegründeten Trägervereins mit dem sperrigen Titel "Hessisches Anwendungszentrum für Erneuerbare Energien e. V." auf ihren Gebieten ausgewiesene Fachleute: Gerd Mehler und Markus Töpfer. Die beiden Profis in Sachen Müllentsorgung sowie erneuerbare Energien "dienen" künftig im Nebenjob also noch einem Verein, dessen Mitglieder eine höchst respektable Runde bilden. Von der Hessen Agentur über die Energieversorgung Offenbach (EVO), der Uni Gießen bis hin zur Bosch-Tochtergesellschaft und den auf dem Wickerer Deponiepark arbeitenden Firmen reicht deren Spektrum. Zugleich ist damit ein großes Know how für die Arbeitsbereiche Energieeffizienz und erneuerbare Energien verbunden. Und da diese Themen seit den nicht mehr beherrschbaren Vorfällen in japanischen Atomkraftwerken einen großen Aufmerksamkeitswert haben, gilt es nachzulegen.

"House of clean Energy"

So setzt der Erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises, Hans-Jürgen Hielscher (FDP), der auch als Aufsichtsratschef der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft mbH agiert, die Messlatte sehr hoch an. "Wir wollen bundesweit dieses Projekt in den Fokus rücken. Hessen soll eine Vorreiterrolle einnehmen." Und weil auch in der Technik Englisch die dominierende Sprache ist, liefern die Gründungsmitglieder die englische Bezeichnung für den Verein: "House of clean Energy". Dies ist auch praktisch, weil ausländische Delegationen mit dieser Aussage mehr anfangen können als mit dem deutschen Vereinsnamen.

Doch was soll nun eigentlich der Verein bewirken, dessen Gründungsmitglieder alle zusammen 24 000 Euro als Gründungskapital in die Vereinskasse gezahlt haben? Die Antwort ist einfach: Das bereits schon vorhandene Expertenwissen sowie Forschungsergebnisse, die sich im Deponiepark mit erneuerbarer Energie und Energieeffizienz befassen, sollen innerhalb des Vereins ausgetauscht und entsprechend genutzt werden. "Der Deponiepark in Wicker ist dafür der ideale Standort", meinte Hans Jürgen Hielscher.

Kammern erwünscht

Auch wenn ab und an Delegationen aus exotischen Ländern in Wicker den dortigen Mix aus alternativen Energieerzeugungsanlagen und Verwertung von Abfall bestaunen können: dies reicht noch nicht aus, um das Fachwissen samt einer kontinuierlichen Entwicklung auch auf geeignete Weise bei den Fachleuten publik zu machen. So sollen die Marketingbemühungen intensiviert werden, Netzwerke sollen gebildet und zu gemeinsamen Arbeitsstellungen ausgebaut werden. Erste Schritte dazu sind die Teilnahme des Vereins an Fachmessen im Aus- und Inland. Eine enge Zusammenarbeit wird zudem mit der Hessen Agentur angestrebt. Als Projektpartner und Mitglieder kämen weitere Institutionen und Unternehmen in Betracht, so Hielscher. So werde der Verein auch um die Industrie- und Handelskammer und um die Handwerkskammer werben.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse