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Wächter passen auf Schüler auf

Es naht die Zeit, in der Abc-Schützen das Straßenbild prägen. Die Stadt Eschborn stellt sich darauf ein.
Weiß sind die „Verkehrswächter“, die an der Hartmutschule stehen. Sie ersetzen die Bodenschwellen.	Fotos: Nietner, Fotolia Bilder > Weiß sind die „Verkehrswächter“, die an der Hartmutschule stehen. Sie ersetzen die Bodenschwellen. Fotos: Nietner, Fotolia
Eschborn. 

Der Lärm hat genervt. Die Bodenschwellen im Dörnweg bremsten Autos aus. Das war der Sicherheit für die Schulkinder förderlich. Doch wenn die Räder über die Hubbel rollten, machte es so laut „klack, klack!“, dass Anwohner oder Passanten zusammenzuckten. Folglich klingelte im Rathaus öfter das Telefon, weil Leute sich beschwerten.

Die Stadt hat jetzt reagiert. „Die Bodenschwellen haben wir entfernt und mit neuen Elementen eine andere Form der Verkehrsberuhigung gewählt“, informiert Erster Stadtrat Thomas Ebert. Am Fahrbahnrand stehen jetzt sogenannte „Verkehrswächter“. Es sind weiß gestrichene Gebilde, aus denen Schilder mit der Aufschrift „Schule“ herausragen. Ein roter Ring umgibt den oberen Abschluss. Die „Wächter“ fallen nach Eberts Worten „gut auf, verengen die Fahrbahn, aber versperren für Autofahrer nicht die Sicht auf die Fußgänger“. Die Konstruktionen bestehen aus massivem Recycling-Kunststoff und sind circa einen Meter hoch. „Direkt auf der Straße eingebaut, sind sie für den fließenden Verkehr gut sichtbar“, teilt das Verkehrsdezernat mit. Am Dörnweg befinden sich die Hartmutschule (Grundschule) und die Heinrich-von-Kleist-Schule (Gesamtschule mit Oberstufe). Er ist vor allem außerhalb der Ferienzeiten vielbefahren. Eltern setzen morgens ihre Kinder ab. Auch zahlreiche Lehrer und manche volljährigen Schüler kommen mit dem Auto. Thomas Ebert und seine Mitarbeiter wissen, dass das hohe Verkehrsaufkommen vor den Schulen nicht nur in Eschborn ein Problem ist. Deswegen sahen sie sich an den Zubringerstraßen noch einmal um und überlegten, welche Verbesserungen möglich sind, um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite und die Interessen von Anliegern auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen. „Pünktlich vor Schulbeginn werden vor allen Schulen noch einmal die Markierungen auf den Fahrbahnen erneuert, damit die Piktogramme wieder gut sichtbar sein werden“, berichtet Ebert, der den Fachbereich Verkehr, Sicherheit und Umwelt verantwortet und bei den Ortsbesichtigungen den Fachbereichsleiter Jürgen Draschner dabei hatte. Ebert weiter: „Gerade vor den Schulen herrscht zu Hol- und Bringzeiten leider immer ein großes Verkehrsaufkommen.“ Deshalb weist der Erste Stadtrat darauf hin, „dass die vielen Eltern-Taxis die Schulwege nicht sicherer machen“. Ebert: „Fast alle Kinder sind dazu in der Lage, den Weg zur Schule zu Fuß zurückzulegen. So entsteht zudem weniger Verkehr vor der Schule, und damit erhöht sich die Sicherheit im Straßenverkehr ganz erheblich.“

Die „Verkehrswächter“ stehen nicht ausnahmslos vor allen Schulen, erläutert Rathaus-Sprecher Philipp Herbold auf Anfrage. „Vielmehr dort, wo es aus fachlicher Sicht sinnvoll erscheint. Hier kann bei Bedarf aber noch ergänzt werden.“ Herbold weiter: „Zu Beginn des neuen Schuljahres wird zudem Bürgermeister Mathias Geiger gemeinsam mit der Verkehrswacht die bekannten Kappen verteilen und die Schülerinnen und Schüler begrüßen.“ Die Kappen verkünden: „Achtung Schulbeginn – Neu im Straßenverkehr“.

Wie Herbold weiter mitteilt, befasste sich der Präventionsrat der Stadt mit dem Thema Schule und Verkehr. Dort wurde erörtert, „dass in naher Zukunft ein weitere Verkehrssicherheitstag in Kooperation mit den Schulen durchgeführt wird“. Auch zahlreiche Eltern machten sich Gedanken, wie sich der Verkehr entzerren und die Lage sicherer und übersichtlicher werden kann. Sie hatten einen freiwilligen Kreisverkehr vorgeschlagen (wir berichteten).“ ask

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