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Platz für Wohnungen: Weltkriegsbunker an der Palleskestraße kommt weg

Nach dem Abriss des Hochbunkers an der Robert-Bunsen-Straße im Jahr 2013 fällt jetzt auch der nahe gelegene Weltkriegsbunker an der Palleskestraße, um Wohnungen Platz zu machen.
Das Dach des Bunkers ist schon offen. Sechs Monate soll der Abriss dauern. Rechts ist ein Teil der neuen fünfgeschossigen Bebauung auf dem ehemaligen Bus-Betriebshof zu sehen. Foto: Maik Reuß Das Dach des Bunkers ist schon offen. Sechs Monate soll der Abriss dauern. Rechts ist ein Teil der neuen fünfgeschossigen Bebauung auf dem ehemaligen Bus-Betriebshof zu sehen.
Höchst. 

Der Bunker an der Robert-Bunsen-Straße musste vor fünf Jahren dem Wohnungsbau weichen. Er wurde – wie viele andere der in den 1940er Jahren erbauten Stadtteil-Bunker – schon vor 2007 aus der „Zivilschutzbindung“ herausgenommen. An seiner Stelle entstanden Wohnungen. Jetzt fällt auch der Bunker an der Palleskestraße am Rande des ehemaligen Busdepots: Die ABG Frankfurt Holding hat ihn von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft und lässt ihn nun niederlegen.

63 Millionen Euro investiert die städtische Wohnungsbaugesellschaft in rund 250 neue Wohnungen, die auf dem früheren VGF-Betriebshof entstehen; mit dem Areal des Bunkers ist Platz für 25 Wohnungen mehr (wir berichteten). Die Bima hat der ABG für jede neue Wohnung 25 000 Euro vom Gesamt-Kaufpreis für den Bunker nachgelassen. Was die ABG für den Weltkriegsbau bezahlt hat, will ABG-Geschäftsführer Frank Junker aber nicht konkret verraten: „Eine sechsstellige Summe.“

Halbes Jahr veranschlagt

Am dicken Beton des Bunkers haben die Bagger heftig zu knabbern. „Das wird etwas mehr Lärm verursachen als der Rest der Baustelle“, sagt Frank Junker. Für den Abriss wird insgesamt ein halbes Jahr veranschlagt. „Das ist nicht wie der Abriss eines Einfamilienhauses; das sind massive Wände“, sagt er. Die ABG erhebt jedoch an die Abrissfirma den Anspruch, die Belästigung der Nachbarn so gering wie möglich zu halten.

Kleinere Sprengungen

Niedergelegt wird der Bunker mit hydraulischen Werkzeugen und nicht, wie schon einige Nachbarn verschreckt berichteten, mit einer Sprengung. „Es wird allenfalls Lockerungssprengungen im Innern geben, von denen man draußen aber nicht viel mitbekommt“, beruhigt Junker.

Auf insgesamt rund 2,4 Hektar Fläche entstehen an der Palleskestraße in vier fünfgeschossigen Baukörpern Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen mit Flächen zwischen 45 und 115 Quadratmetern sowie eine Kindertagesstätte und eine Tiefgarage. Wegen der Nähe zur lauten Bahnlinie werden die Wohn- und Schlafräume vorrangig zu einem Innenhof ausgerichtet.

(hv)

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