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Wo die Bücherwürmer zu Hause sind

Leselernbücher, Erzählungen, Sachbücher, Bilderbücher und viele Bücher mehr warten in der Stadtteilbücherei Sossenheim auf wissbegierige Bücherwürmer, die sie aufschlagen und für Minuten oder Stunden den Alltag vergessen und in neue Welten reisen möchten. Die ZING-Reporter der Klasse 4 b der Walter-Kolb-Schule in Unterliederbach sind mit ihrer Lehrerin Jessica Mastandrea in die Welt der Bücher eingetaucht sind.
Emin Yazanel hat ein interessantes Buch entdeckt und liest kurz hinein. Bilder > Emin Yazanel hat ein interessantes Buch entdeckt und liest kurz hinein.
Sossenheim. 

Bibliotheksleiter Karl-Otto Wenz nimmt Besucher in der Bücherei schon mal in Empfang. Die Sonne scheint und strahlt durch die hohen Fenster in die hellen und freundlichen Büchereiräume, in denen man als Leser aus fast 18 000 Büchern auswählen kann.

Um ein Buch oder ein anderes Medium wie DVDs, CDs oder Hörbücher auszuleihen, braucht man einen Bibliotheksausweis. Dieser Ausweis ist rot und etwa so groß wie eine Bankkarte. Mit ihm kann man dann an der Ausleihe bis zu 30 Medien für vier Wochen leihen.

„Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Ausleihfrist zu verlängern“, erklärt Wenz. Dann hat man noch einmal vier Wochen Zeit zum Lesen und zum Schauen von DVDs oder Hören von CDs, bis schließlich Mahngebühren in Höhe von 2,50 Euro fällig werden.

Die Bücherei in Sossenheim ist eine von 16 Bibliotheken in Frankfurt und hat insgesamt eine Publikumsfläche von 325 Quadratmetern, auf der sich vier Mitarbeiter um die Ausleihe, die Bestellungen und vieles mehr kümmern. Seit 90 Jahren gibt es die Bücherei schon, in diesem Gebäude befindet sie sich jedoch erst seit 1993. Auf zwei Stockwerken kommen Lesefans stets auf ihre Kosten, und so mancher Schüler macht dort gerne seine Hausaufgaben.

Neue Bücher bekommen die Büchereien von der Einkaufszentrale in Reutlingen oder manchmal auch aus Buchhandlungen.

 

Lieblingslektüre

 

Damit man immer genau weiß, wo man ein Buch suchen muss, schickt die Zentrale Medienbearbeitung, kurz ZMB, die Bücher meist schon mit einer Signatur. Das ist ein kleiner Aufkleber an der Seite des Buches oder der DVD, auf der die Abkürzung für den Namen des Autors und eine Zahl stehen. So wissen Leser oder die Mitarbeiter nach einer kurzen Befragung des Computers stets, wo sich ein Buch gerade befindet.

Alle Bücher, die von einem Leser zurückgebracht werden, kommen in eine blaue Kiste und werden danach von den Bücherei-Mitarbeitern wieder an ihre Plätze im Regal gestellt.

Wenz berichtet, dass er bereits seit 1984 als Fachangestellter für Medien und Informationsdienste gearbeitet hat. Er liest selbst gerne. Zu seinen Lieblingsbüchern zählen die Geschichten von Lederstrumpf. Wenz kennt sich auch in den Bücher-Hitlisten aus. Großer Beliebtheit erfreuen sich zurzeit Gregs Tagebücher, die von vielen Kindern und Jugendlichen geradezu verschlungen werden und ständig ausgeliehen sind. Eines der ältesten Bücher in der Bücherei ist „Kant für Jedermann“ von Willibald Klinke. Es erschien 1949.

 

Lesetreffs

 

Besonders interessiert die ZING-Reporter, wo sich Bücher für ihre Altersklasse befinden. Auch da kann Wenz helfen. Er verweist in den ersten Stock, wo sich der Lesestoff für Kinder ab zehn Jahren befindet.

„Und warum muss man in einer Bücherei immer leise sein?“, fragt eine Jung-Reporterin den Bibliotheksleiter. Wenz erklärt, dass es viele Menschen gebe, die in der Bücherei recherchieren und ihre Hausaufgaben machen und dabei bräuchten sie eben viel Ruhe. Dies ist natürlich auch für Lesetreffs und Autorenlesungen wichtig, bei denen einige Schriftsteller aus ihren neusten Werken vorlesen. Lesungen sowie einige Neuanschaffungen werden unter anderem durch den Sossenheimer Bücherwurm, den Förderverein der Stadtteilbibliothek Sossenheim, finanziert und ermöglicht, was für die Bücherei und ihre Leser ein großes Glück ist.

Geöffnet ist die Bücherei in Sossenheim montags bis donnerstags ab 13 Uhr, montags und mittwochs bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags bis 19 Uhr. Wer übrigens in seinem Stadtteil eine Bücherei vermisst, jedoch ein begeisterter Leser ist, der kann das Angebot der beiden Bücherbusse nutzen. Diese touren nach einem festgelegten Fahrplan durch Stadtteile, in denen es bisher kein Bibliotheksangebot gibt. Die Termine und Haltestellen kann man im Internet auf der Website der Stadt Frankfurt erfahren.

Dank der vielen fleißigen Mitarbeiter der Frankfurter Bibliotheken können auch die ZING-Reporter der Walter-Kolb-Schule und die vielen begeisterten Leser in Zukunft weiter getreu dem arabischen Sprichwort „Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt“ Lektüre ausleihen und ein wenig Urlaub vom echten Leben machen.

Basma AlKadaue, Noel Berdan, Taoufik Bouyakhichen, Esmanur Candan, Melanie Caspari, Cristian DeNobile, Nadja Dolovac, Tarik ElHoussaini, Anna-Maria Guarino, Aurora Ingala, Arnel Isovski, Latifah Kanga, Zeynep Kosmaz, Delina Mehari, Almir Nuhi, Thien Lam Pham, Gianbattista Schiavelli, Dominik Schaubert, Hamida Schinwari, Daniel Sieber, Ana Taric, Sinan Timur, Ana Todic und Emin Yazanel

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