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Zwei Chöre trotzen ihren Nachwuchssorgen

Das Konzert „Chor a capella und Orgel“ in der Klosterkirche lebt von der Kooperation.
Die Gruppen von St. Martin/St. Franziskus machten beim Konzert gemeinsame Sache mit den Freunden aus Rödelheim.	Foto: Nietner Die Gruppen von St. Martin/St. Franziskus machten beim Konzert gemeinsame Sache mit den Freunden aus Rödelheim. Foto: Nietner
Kelkheim. 

Gisela Schwartz singt für ihr Leben gern. 1992 trat sie dem Chor der Pfarrgemeinde St.  Franziskus bei, der irgendwann einfach nicht mehr alleine bestehen konnte. „Ohne Hilfe von St.  Martin konnte St. Franziskus schon gar nicht mehr singen“, erzählt sie, wie es 2010 schließlich zur folgerichtigen Fusion der beiden Gruppen aus der Möbelstadt kam.

Weil der Chor von St. Martin aber auch schon lange Jahre mit Sängern aus dem benachbarten Frankfurt auftrat, waren es sogleich drei einstmals eigenständige Gesanggruppen, die fortan gemeinsam auf die Bühne traten. „Gut eingespielt“ seien sie mittlerweile, freut sich Gisela Schwartz. Zwar sei Chorgesang an sich „nicht unbedingt eine Sache von Masse“, gerade in Gottesdiensten aber müssen die Mitglieder „schon durchdringen können“. Auch am Sonntagabend ist die Zahl der Sänger schon allein fürs Repertoire entscheidend: „Zwei Stücke sind achtstimmig, die kann man nicht alleine singen“, klärt die Kelkheimerin nach Ende des knapp anderthalbstündigen Konzerts auf.

Dass es sich bei der „Musica Sacra“, wie sich der Zusammenschluss der beiden Chöre aus Kelkheim und Rödelheim nennt, um eine Art Schicksalsgemeinschaft handelt, will Otto Singer gar nicht verhehlen. „Jeder Chor kann immer seltener alleine singen“, erklärt der Vorsitzende der Gruppe St. Martin/St. Franziskus die Kooperation mit dem Chor St. Antonius aus Frankfurt. Es ist das Nachwuchsproblem, das sie neben ihrer Leidenschaft zum Singen eint. „Die Generation unserer Kinder hat da kein Faible für“, stellt Singer ernüchtert fest. So gehören jetzt die Enddreißiger zu den jüngsten Mitgliedern. „Die Chöre leiden an Personalmangel“, bringt er es auf den Punkt.

Mehr das Geistliche

Der Kelkheimer Gemeinschaftschor zählt noch etwa 30  Mitglieder, beim Kollegen Bruno Löbig aus Rödelheim sind es 25. Gemeinsame Proben stünden allerdings nur dann auf dem Programm, wenn größere Konzerte anstehen. Eigentlich „probt jeder Chor für sich“, so Singer. Der Name „Musica Sacra“ bedeute frei übersetzt so viel wie „geistliche Musik“, erklärt er weiter. Es gehe „um das Geistliche mehr als um das Kirchliche“. Das Lied-Programm der Chöre ist freilich nicht wahllos zusammengestellt. Natürlich seien es „keine Feld-Wald-und-Wiesen-Lieder“, die sie da vortragen, sagt Gisela Schwarz.

Seit mehr als zehn Jahren sei sie schon dabei, erzählt ein anderes Chormitglied. Spaße mache ihr, dass viel a cappella gesungen werde. Aber auch der „katholische Hintergrund“ sei ihr wichtig. „Das ist bei allen so“, betont die Sängerin. Voll des Lobes ist sie für „ihren“ Dirigenten: „Der Wolfgang Jacob ist der Beste. Es gibt auch Leute, die sagen, es ist schade, dass der in der Provinz versauert.“

Wer sich einen Eindruck vom Chor machen und vielleicht mitsingen will, den lädt Singer zu einer der Proben ein. Vorbeikommen dürfe jeder, der „gerne singt und diese Art Musik mag. Egal, ob jung oder alt“. Geprobt wird montags ab 20  Uhr im Pfarrzentrum St.  Franziskus (Feldbergstraße 34).

(mob)
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