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GIZ-Neubau eingeweiht: „Wir fühlen uns in Eschborn wohl“

Von Die Nachfrage nach Plätzen im betriebseigenen Kindergarten ist immens. Deswegen hat das Bundesunternehmen viel Geld in die Hand genommen. Die Kita wurde erweitert. Gleichzeitig entstanden neue Büros und Besprechungsräume.
In dem Neubau befinden sich die Betriebskita, eine Caféteria, Besprechungsräume und Büros für 110 CIM-Mitarbeiter sowie einige Beschäftigte aus einer anderen Abteilung der GIZ. Bilder > In dem Neubau befinden sich die Betriebskita, eine Caféteria, Besprechungsräume und Büros für 110 CIM-Mitarbeiter sowie einige Beschäftigte aus einer anderen Abteilung der GIZ.
Eschborn. 

Die wahren Hauptdarsteller bahnen sich gegen 10.30 Uhr ihren Weg durchs Publikum. Händchenhaltend gehen die Kinder mit ihren Erzieherinnen Richtung Bühne, um auf ihren Auftritt zu warten. Lächelnd stehen die GIZ-Mitarbeiter und die Gäste der Einweihung Spalier, während die Kleinen nach vorne stapfen. Noch müssen sich die Mädchen und Jungen knapp 20 Minuten gedulden, weil die Redner noch nicht fertig sind.

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Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist ein Bundesunternehmen und weltweit tätig. Ihr Schwerpunkt ist immer noch die internationale Zusammenarbeit für nachhaltige

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Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist erst mal angetan, als er aus seiner dunklen Limousine steigt und seine Blicke den Neubau abtasten: Schwarze, grüne und gläserne Elemente beherrschen die Fassade. Unregelmäßig wechseln sie einander ab. Auch gelbe Töne sind erkennbar. Aber Schwarz-Grün? Das gefällt dem Landesvater, entsprechen die Farben doch der seit wenigen Monaten bestehenden Koalition im hessischen Landtag. „Schön“ nennt Bouffier den Anblick, lächelt verschmitzt und sorgt für Schmunzler im Publikum.

Bobby-Cars „flüstern“

Die Vermutung, dass der Bund den GIZ-Standort Eschborn eines Tages auflösen könnte, scheint nicht auszurotten zu sein. Sie war berechtigt, als die deutschen Entwicklungshilfe-Organisationen vor einigen Jahren reformiert wurden. Doch Bouffier bekräftigt: „Wer ein Haus baut, will bleiben.“ Bouffier weiter: „Im Neubau sehen wir als Land Hessen ein Bekenntnis zum Standort Eschborn“, der ein „Herzstück der Entwicklungszusammenarbeit“ sei. Es gehe aber auch um die Region, die der GIZ gute Argumente biete, im Rhein-Main-Gebiet zu bleiben. Die GIZ brauche Fachleute, Verbindungen, den Flughafen oder auch die Nähe zur Frankfurter Kfw-Bankengruppe. Dies alles sei hier gegeben. „Wir fühlen uns in Eschborn wohl“, unterstreicht GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner.

Als sie im Juni 2012 erstmals an ihrem neuen Arbeitsplatz auftauchte, blickte die Chefin des 16 500-Mitarbeiter-Riesen in eine Baugrube. Gönner: „Es ist beeindruckend, wie schnell der Neubau errichtet wurde.“ Sie spricht von einem „gelungenen Werk“, das reibungslos verwirklicht und stimmig konzipiert worden sei. Gönner: „Ich bin total begeistert.“ GIZ-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Preuß lobt die modernen Baustandards, die sich im Neubau finden. Eine geothermische Vorrichtung liefert die meiste Energie. „Dazu wurden unter dem Gebäude Bohrungen für 21 Erdsonden vorgenommen“, teilen die GIZ-Baufachleute mit. „Über eine Wärmepumpe liefern sie Heiz- und Kühlenergie.“ Preuß: „Wir haben einen geringen Primär-Energieverbrauch.“ Der Anteil aus erneuerbaren Quellen betrage im Jahresdurchschnitt 50 Prozent.

Extra: „Fremdelt“ Tanja Gönner?

Seit fast zwei Jahren steht Tanja Gönner an der Spitze der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die einen von zwei Sitzen in Eschborn hat.

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Das Dach in dem bis zu vierstöckigen Gebäude ist begrünt. Das Regenwasser fließt in die Toilettenspülung und wird zum Gießen verwendet. Preuß hat eine nette Anekdote parat: Die Bobby-Cars der Betriebskita-Kinder sind mit Flüster-Reifen ausgestattet, damit der Lärm für die Mitarbeiter im selben Haus nicht zu laut wird.

„Zeitplan eingehalten“

Das Gebäude ist barrierefrei. Rampen gleichen die drei Meter Höhenunterschied zwischen West- und Ost-Seite aus. Das Ensemble mit jetzt fünf GIZ-Gebäuden samt Kita und Caféteria nennt Preuß einen „Campus mit Gleis-Anschluss“, liegt der Bahnhof Eschborn-Mitte doch nur wenige Minuten entfernt. Die Schienen teilen das GIZ-Areal in einen Ost- und einen West-Teil.

Bilderstrecke GIZ-Neubau in Eschborn eingeweiht
Einen 19,5 Millionen Euro teuren Neubau hat die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am Donnerstagvormittag, 15. Mai, in Eschborn eingeweiht. GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner und ihr Vorstandskollege Hans-Joachim Preuß (links) begrüßten den Ministerpräsidenten Volker Bouffier.Dorothee Hutter, Leiterin der GIZ-Unternehmenskommunikation, GIZ-Mitarbeiter und Gäste applaudieren den Rednern der Einweihungsfeier.An dem komplett barrierefreien Neubau, in dem sich unter anderem die 70-Kinder-Kita befindet, wechseln sich schwarze, grüne und gläserne Fassaden-Elemente ab.

Obwohl der Neubau nahezu fix und fertig ist, sind Bohrgeräusche unüberhörbar. Sie dringen vom benachbarten Haus 4 herüber. Das Gebäude ist eingerüstet, aber die Fassade gleicht bereits der „Hülle“ des nagelneuen Hauses Nummer 5. Haus 4 wird gründlich saniert. Es soll nach Angaben einer GIZ-Sprecherin „Ende 2014 fertig umgebaut sein“. Laut Hans-Joachim Preuß kostete der Neubau etwas mehr als geplant (siehe „Info“), aber „wir sind im Zeitplan geblieben“. Seit Herbst 2013 wurden die Räume nach und nach bezogen.

(ask)
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