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Straßenbeleuchtung: Beim Licht schneidet Rüsselsheim gut ab

Von Der Verein Energiewende wollte es genau wissen: Wie gut sind die „Drei gewinnt“-Kommunen Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach beim Thema Straßenbeleuchtung aufgestellt? Jetzt gibt er der Opelstadt gute Noten.
Gelbes Licht verbreiten die alten Natriumdampflampen wie hier am Bahnhof. Sie sollen bald ausgetauscht werden. Foto: Maik Reuß Gelbes Licht verbreiten die alten Natriumdampflampen wie hier am Bahnhof. Sie sollen bald ausgetauscht werden.
Rüsselsheim. 

Rund 8000 Straßenlaternen erhellen Rüsselsheim, wenn es dunkel ist. In der Innenstadt sind mittlerweile – nicht zuletzt wegen des Hessentags – moderne und sparsame LED-Lampen im Einsatz. „Erinnern Sie sich noch an den Weihnachtsbaum hier vor dem Rathaus?“, fragt Matthias Schweitzer vom Verein Energiewende. Schweitzer meint nicht den Christbaum, der in der Weihnachtszeit vor dem Rathaus stand, sondern den Mast mit den Kugelleuchten.

Jetzt wird der Platz vor dem Rathaus mit LED-Lampen ausgeleuchtet. Inklusive Anstrahlung des Rathauses und der Stadtkirche sei der Stromverbrauch hier um rund 30 Prozent reduziert worden, sagt Schweitzer. Er muss es wissen, denn er ist auch der technische Leiter der Rüsselsheimer Stadtwerke. Heute Abend aber ist er mit seinen Freunden vom Verein Energiewende unterwegs, der zu einem abendlichen Rundgang eingeladen hatte.

Auf die Schulter klopfen

Der Verein hatte sich die Aufgabe gestellt, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach, die sich zur interkommunalen Zusammenarbeit „Drei gewinnt“ zusammengetan haben, in Sachen Energie-Einsparung unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Ergebnis: Rüsselsheim schneidet bei der Straßenbeleuchtung gut ab und bekommt dafür vom Verein gute Noten. „Rüsselsheim kann sich in dem Punkt auf die Schulter klopfen“, lobt der Vorsitzende Hans Dieter Scherer-Gerbig.

Auch entlang der Mainstraße stehen die neuen Lampen, die laut Schweitzer bereits für öffentliches W-Lan vorbereitet sind. Ein Blick in die Faulbachstraße offenbart zwei Natriumdampflampen, die gelbes Licht verbreiten. Die Polizei möge sie nicht, sagt der Diplom-Ingenieur, „weil die Gesichtserkennung in dem gelben Licht erschwert ist“. Dennoch wird nicht nur die Polizei damit noch eine Zeitlang leben müssen. Die gelben Laternen auf dem Maindamm zum Beispiel stehen dort seit rund 20 Jahren, und sie werden es auch noch eine Zeitlang bleiben.

Außer LED- und Natriumdampflampen sind in der Stadt Neonröhren in den klassischen Peitschenlaternen im Einsatz sowie einige Masten mit „Keramikmetalldampflampen“ wie in der Mainzer Straße. Sie hätten sich aber am Markt nicht durchgesetzt und seien von der LED-Technologie abgelöst worden.

Verbrauch gesunken

Unter dem Strich stellt der Verein fest: Seit 2009 sind 40 Prozent der Straßenlaternen in Rüsselsheim zugunsten sparsamerer Modelle ausgetauscht worden. Damit sei der Stromverbrauch um 34 Prozent gesunken.

Und was machen die anderen? Der Verein lobt, dass keine der „Drei-gewinnt-Kommunen“ die ineffizienten Dampflampen mit Quecksilber mehr einsetzt, deren Verkauf ohnehin 2015 verboten wurde. Beim Energieverbrauch pro „Lichtpunkt“ schneiden nach Angaben des Vereins Raunheim und Kelsterbach deutlich schlechter ab. Allerdings hätten beide Kommunen im vergangenen Jahr damit begonnen, ihre Straßenbeleuchtung zu modernisieren.

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