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MK-Hotel: Gäste statt Baugerüste

Am 19. Oktober eröffnet das MK-Hotel am Main – die niederbayerische Hotelkette möchte Business, Brauerei und viel Lokalkolorit unter ein Dach zu bringen.
Die letzten Arbeiten am MK-Hotel Rüsselsheim laufen. Foto: Robin Göckes Die letzten Arbeiten am MK-Hotel Rüsselsheim laufen.
Rüsselsheim. 

Auf den ersten Blick sieht Hotelleiter Nizar Ghandour nicht unbedingt aus, wie ein bayerischer Gastwirt. Auf dem linken Arm hat er Logos von Comic-Helden tätowiert, rechts sind Namen seiner Familie unter die Haut gebracht. Über diese wacht ein großer Tattoo-Samurai.

Man sollte sich von dem verwegenen Äußeren nicht täuschen lassen: Ghandour leitet nicht nur das gerade entstehende Hotel am Mainufer, sondern ist ebenfalls Chef des Frankfurter MK Hotels. Auch auf der Arbeit pflegt er einen unkonventionellen Stil. „Die Leute wollen weniger den Luxus. Die wollen sich viel mehr wohl fühlen, saubere Zimmer, ehrlich-freundlichen Service und funktionierendes W-LAN“, lautet seine Philosophie. In seinem Frankfurter Haus werde jeder geduzt, das wolle er in Rüsselsheim auch so halten. Noch ist das Hotel eine große Baustelle, doch am 19. Oktober soll Eröffnung gefeiert werden.

116 Zimmer

Insgesamt 116 Zimmer soll das Haus bieten. Dazu kommen ein Fitness-Center, Veranstaltungsräume und sogar eine eigene Brauerei (siehe Beitext). Der Stil des Hauses ist schlicht. Statt generischer Hotelzimmerkunst hängen über den Betten historische Fotografien aus dem Opel-Archiv. Zwischen 70 und 100 Euro soll eine Übernachtung kosten. Das Frühstücksbuffet ist für 8,50 Euro geplant.

Über die Gerüchte, das Hotel habe falsch geplant und deshalb die Eröffnung zum Hessentag verpasst, kann Nizar Ghandour nur lachen. „Das war nie die Absicht. Da werden auf Facebook dann immer wilde Sachen behauptet“, kommentiert er. Tatsächlich sei das Haus auch weniger auf Festbesucher als auf Geschäftsleute eingerichtet. Dazu gehören nicht nur die funktional eingerichteten Zimmer, einige als Longstay-Appartements konzipiert, sondern auch der Co-Working-Space. Dabei handelt es sich um mehrere kleine Büroräume, die man je nach Bedarf stunden-, tage- oder auch monatsweise mieten könne. Das benachbarte Rathaus habe bereits Interesse bekundet, berichtet Ghandour. Ansonsten spiele die Nähe zum Flughafen und der Messestadt Frankfurt eine wichtige Rolle. Der Hotelleiter rechnet mit vielen Business-Kunden

Teil des Baubetriebs

Mit der dienstlichen Unterbringung begann auch die Geschichte des Unternehmens. MK-Hotel ist eine Ausgründung des Baukonzerns Lindner. Der niederbayrische Bauriese hat unter anderem den Flughafen Hongkong gebaut. Das Frankfurter Haus war ursprünglich Teil des Baubetriebes. „Das war zuerst eine Unterkunft für unsere Monteure und wurde dann schrittweise auch dem allgemeinen Hotelpublikum geöffnet“, so Ghandour

Das Unternehmen kommt zwar aus Bayern, die 15 Mitarbeiter aber alle aus der Region. Ghandour selbst hat im Novotel Eschborn gelernt. „Ich bin früher natürlich auch hier im Rind gewesen“, berichtet er. Ob der Club in der direkten Nachbarschaft kein Nachteil für ein Hotel sei? „Ich habe mir sagen lassen, dass wir hier die dicksten Schallschutz-Fensterscheiben verbaut haben, die es gibt. Ich sehe da gar kein Problem“, beruhigt er und rechnet im Gegenteil mit einer Belebung der umliegenden Gastronomien. „Unsere Mitarbeiter und Hotelgäste essen und trinken ja nicht die ganze Zeit nur bei uns.“

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