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Workshop: Hilfe für Mensch und Vierbeiner

Nicht nur in Rüsselsheim (wir berichten auf Seite 11), auch in Trebur gab es Giftköder-Funde. Ein Grund mehr für die Trewwerer Bunten Hunde, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie einen Workshop anzubieten. Den Hunden soll dort abgewöhnt werden, Essbares vom Boden zu fressen.
Trainerin Alona Kochegarova erklärt dem Besitzer, wann der richtige Zeitpunkt zum Belohnen ist ? nämlich wenn der Hund das Essen auf dem Boden entdeckt, aber dann zu seinem Herrchen sieht. Foto: Sabine Knauf Trainerin Alona Kochegarova erklärt dem Besitzer, wann der richtige Zeitpunkt zum Belohnen ist ? nämlich wenn der Hund das Essen auf dem Boden entdeckt, aber dann zu seinem Herrchen sieht.
Trebur. 

Das Thema Giftköder sorgt bei Hundebesitzern häufig für Angst. Doch so akut wie jetzt war die Gemeinde Trebur selten betroffen. Täglich tauchen in den sozialen Netzwerken neue Meldungen über angebliche Fundorte von Giftködern auf. Ob es sich nun um Gerüchte handelt oder nicht, die Hundebesitzer sind besorgt. Deshalb hat der Verein Trewwerer Bunte Hunde darauf reagiert, und informiert die Besitzer über mögliche Gefahren.

Bereits am Sonntag gab es im Vereinsheim der Bunten Hunde ein Seminar, das über die Gefahren von Giftködern aufklärte. Hundetrainer Tim Knobloch erklärte den vielen Besuchern zunächst, was es alles für Gifte gibt, die dem Hund schaden können. Denn auch viele Lebensmittel des Menschen haben eine toxische Wirkung auf den Hund. So sollten Alkohol, Weintrauben, Schokolade und Nüsse zum Beispiel für den Hund Tabu sein. „Denn neben Erbrechen und Durchfall können diese Lebensmittel auch den Organen schaden“, erklärte Knobloch.

Die häufigsten Gifte, an denen der Hund zu Schaden kommen kann, sind Schneckenkorn, Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Rattengift. „Die meisten Vergiftungen passieren nämlich nicht über ausgelegte Giftköder, sondern im heimischen Garten“, erklärte er weiter. Die Symptome bei diesen Giften erstrecken sich von Erbrechen über einen erhöhten Speichelfluss, Krämpfe oder sogar Koordinationsstörungen. Jedes Gift wirke anders. Am wichtigsten sei es, so schnell wie möglich mit dem Hund zum Tierarzt zu fahren und mitzuteilen, was er gefressen hat.

Die wichtigste Regel sei laut den Trainern des Vereins aber, Ruhe zu bewahren. Denn je höher der Blutdruck des Hundes, desto schneller kann sich eventuell auch das Gift verbreiten. Im Falle einer Vergiftung wird der Hund dann unter Aufsicht des Tierarztes zum Erbrechen gebracht und ein Gegenmittel gespritzt. Schafft man es rechtzeitig zum Tierarzt, stehen die Heilungschancen gut.

Doch viel besser wäre es doch, wenn der Hund erst gar nichts mehr vom Boden aufnehmen würde. Und deshalb bietet der Verein zusätzlich zu den regulären Kursen jetzt auch einen Anti-Giftköder-Crashkurs an. Die Angst bei den ersten Seminarteilnehmern war deutlich spürbar. „Wichtig ist es jetzt, den Hundebesitzern die notwendige Sicherheit zu vermitteln. Denn einfach ohne zu Üben dem Hund einen Maulkorb anziehen kann nicht die Lösung sein“, so Knobloch.

„Wichtig ist, den Hund momentan bei Dunkelheit an der Leine zu führen und ihn in einem Sicherheitsradius zu halten.“ Auch Spielen wird den Hund davon abhalten, auf dem Boden nach vermeintlichen Leckereien zu suchen. Der Crashkurs beinhaltet drei Stunden, in denen die Hundehalter die Grundlagen erlernen. „Bis man ein Anti- Giftköder Profi ist, braucht man ein Jahr Training. Aber eine hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben.“ In dem Kurs lernen die Hunde, ihren Besitzer anzusehen wenn sie etwas auf dem Boden finden. Der hält dann eine tolle Belohnung bereit.

Trainerin Alona Kochegarova erklärt dem Besitzer, wann der richtige Zeitpunkt zum Belohnen ist ? nämlich wenn der Hund das Essen auf dem Boden entdeckt, aber dann zu seinem Herrchen sieht.
Workshop Hilfe für Mensch und Vierbeiner

Nicht nur in Rüsselsheim (wir berichten auf Seite 11), auch in Trebur gab es Giftköder-Funde. Ein Grund mehr für die Trewwerer Bunten Hunde, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie einen Workshop anzubieten. Den Hunden soll dort abgewöhnt werden, Essbares vom Boden zu fressen.

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Ausgelegt werden Frikadellen, Fleischwurst, Käse und mehr. Dem Hund wird deutlich gemacht, dass er da nicht ran darf. „Das übernehmen wir Trainer, denn es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um einzugreifen“, so Knobloch. In der Regel verstünden die Hunde das sehr schnell und orientieren sich an ihren Besitzern.

Die Kurse versucht der Verein klein zu halten, um auf jeden einzelnen eingehen zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet der Verein zusätzlich einen Kurs donnerstags und sonntags an. Der Crashkurs schult den Menschen vor allem darauf, seinen Hund richtig lesen zu können. Denn oft kann er vorher erkennen, wenn der Hund einen Geruch in der Nase hat und ihn dann davon ablenken. Weitere Infos gibt es unter www.trewwerer-bunte-hunde.de im Internet.

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