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Konflikte: Hundebesitzer appellieren an Radler: Lieber klingeln statt schimpfen

Gerade in der Sommerzeit teilen sich viele Hundehalter mit ihren Hunden und Radfahrer die Wege in der Natur. Mitunter kommt es zu Konflikten, die allerdings auf einfache Art vermieden werden können.
Für gegenseitige Rücksichtsnahme werben Thomas Gaber mit seiner Schäferhündin Abby (links) und Christopher Diesel. Foto: Rüdiger Koslowski Für gegenseitige Rücksichtsnahme werben Thomas Gaber mit seiner Schäferhündin Abby (links) und Christopher Diesel.
Raunheim. 

Im Wald herrscht keine Anleinpflicht für Hunde, berichtet Thomas Gaber, der Platzwart beim Hundesportverein Horlache. Die Hunde dürfen also frei herum laufen. Im Wald treffen die Hundehalter und ihre vierbeinigen Freunde aber auch immer mal wieder auf Fahrradfahrer. Von beiden Seiten wünscht sich Gaber mehr Toleranz und Rücksichtnahme.

Hintergrund: Wichtig für Hundebesitzer

Hundehalter müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere keine Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen oder anderen Tieren sind. Außerhalb des eingezäunten Grundstücks ihrer Halter dürfen

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In dem Gebiet rund um den Waldsee und am Naturfreundehaus bei Rüsselsheim komme es immer mal wieder zu Konflikten. Bei acht von zehn Radfahrern gerate er in kritische Situationen, erzählt der 50-Jährige. Dabei handelt es sich meistens um Sportradfahrer und Radfahrer mit Mountainbikes, die mit einem „Affentempo“ durch den Wald fahren. Die üblichen Freizeitfahrradfahrer seien dagegen rücksichtsvoll.

Er fordert die Radfahrer auf, mit ihrer Klingel auf sich aufmerksam zu machen. „Ich muss die Chance haben, meinen Hund herbeizurufen,“ erklärt er. Dann ist es ihm möglich, seinen Hund zur Seite zu nehmen und der Fahrradfahrer kann an Mensch und Tier vorbeifahren. Die Fahrradfahrer müssten freilich rechtzeitig aber auch in einem Abstand klingeln, bei dem der Hundehalter den Ton noch hört. Zehn Meter seien ausreichend, rät er.

Thomas Gaber und seine Frau Sabine Gaber, die Vereinsvorsitzende des Hundesportvereins, halten vier Hunde. Er sei es der Gesellschaft schuldig, sich mit seinen Hunden anständig zu verhalten, sagt er. Aber die anderen Verkehrsteilnehmer müssten ihm eben auch die Möglichkeit dazu geben. „Der Wald gehört nicht mir, aber auch nicht den anderen“, betont er.

Er empfindet es übrigens nicht als Notwendigkeit, dass sich Radfahrer bei dem Hundehalter bedanken, wenn er sein Tier zu Seite gerufen hat, nur weil er dann weiter seines Weges fahren kann. Der Austausch von Höflichkeiten entspanne allerdings auch die Situation. Er bedanke sich durchaus, wenn ein Fahrradfahrer seine Klingel benutzt. Ihm ist aufgefallen, dass die Spaziergänger und Radfahrer rund um die Wiesenmühle bei Flörsheim besonders freundlich sind.

„Manche Leute klingeln nicht und regen sich dann auf, dass man nicht zur Seite geht“, kennt Vereinsmitglied Christopher Diesel das Problem ebenfalls. Andererseits darf der Fahrradfahrer auch erwarten, dass der Hund zur Seite genommen wird, wenn er klingelt. Dass es auch unter den Hundehaltern schwarze Schafe gibt, verleugnen Gaber und Diesel nicht, denn nicht jeder nehme auf das Warnzeichen Rücksicht und rufe seinen Hund zu sich. Sie werben deshalb beide um gegenseitige Rücksichtnahme.

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