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Kritik: Sie stellen sich gegen das Bürgerzentrum

Wenn am kommenden Dienstag die neue Runde der politischen Gremien beginnt, bekommen die Fraktionen den von der Verwaltung erstellten Entwurf eines neuen Bürgerzentrums für Gustavsburg vorgelegt. Der Sport- und Kulturbund (SKB) als Dachverband der Vereine läuft dagegen bereits Sturm.
Noch hat der SKB-Vorstand gut lachen. Geht es um das geplante Bürgerzentrum, ist die gute Laune aber längst vergangen. Noch hat der SKB-Vorstand gut lachen. Geht es um das geplante Bürgerzentrum, ist die gute Laune aber längst vergangen.
GUSTAVSBURG. 

Ein Veranstaltungssaal für weniger als 200 Personen, eine Bühne von deutlich unter 80 Quadratmetern – das sind die wesentlichen Eckpunkte des Entwurfs für ein neues Gustavsburger Bürgerzentrum, den die Verwaltung in den vergangenen Wochen erarbeitet hat und den sie den Fraktionen in der ab kommenden Dienstag anstehenden Gremienrunde vorlegen wird. Mit dem Entwurf ist die Verwaltung einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem vergangenen Jahr nachgekommen, der die wesentlichen Eckpunkte vorgegeben hat.

Das sagen die Fraktionen

Die SPD-Fraktion verweist darauf, dass sie sich immer für einen Saal für bis zu 350 Besucher stark gemacht habe. „Mit dem Schreiben des SKB wird nochmals deutlich, dass wir damit immer den ursprünglich

clearing

Sechs Millionen Euro

In das neue, nahe des Rudolf-Diesel-Platzes vorgesehene Bürgerzentrum soll auch das Bürgerbüro integriert werden. Mitarbeiter der Verwaltung, die zurzeit ihren Dienst im Gustavsburger und im Ginsheimer Rathaus verrichten, würden ebenfalls ins Bürgerzentrum ziehen. Das nicht mehr zeitgemäße Rathaus in Gustavsburg würde aufgegeben, das Gebäude für einen Verkauf vermarktet. Ebenfalls aufgegeben und abgerissen würde das bestehende Bürgerhaus.

Wie Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) gegenüber dieser Zeitung mitteilte, komme das Bürgerzentrum laut Entwurf auf mehr als sechs Millionen Euro. Wesentlichen Anteil an der Finanzierung haben Landeszuschüsse sowie die Vermarktung des Rathauses und des freiwerdenden Bürgerhaus-Areals. „Der verbleibende Eigenanteil der Stadt liegt bei etwa 2,4 Millionen Euro“, so der Rathauschef.

Gegen die Pläne läuft der Sport- und Kulturbund Gustavsburg (SKB) als Dachverband der Vereine bereits Sturm. In einem an alle Fraktionen gerichteten Brief beklagt der SKB, dass das Konzept komplett an den Bedürfnissen der Vereine vorbeigehe. „Das wiederum bedeutet, dass eine Reihe von Veranstaltungen in Zukunft nicht mehr in Gustavsburg stattfinden können, da der geplanten Saal zu klein ist“, heißt es in dem Schreiben weiter. Der SKB nennt als gefährdete Veranstaltungen unter anderem seinen Quiz-Abend im Vorfeld des an Pfingsten stattfindenden Burgfestes, aber auch die Sitzungen des Gustavsburger Carneval-Clubs.

80-Quadratmeter-Bühne

Diesen Vorwurf will die Stadt nicht auf sich sitzen lassen. „Die Vorgaben seitens der Politik für unseren Entwurf waren eindeutig“, entgegnet Bürgermeister Puttnins-von Trotha und verweist insbesondere auf die Größe von Saal und Bühne. Der SKB fordert eine 80 Quadratmeter große Bühne sowie einen Saal für mindestens 250 Personen, nach Möglichkeit – mit Blick auf die Chorkonzerte und die Fastnachtssitzungen – für 300 Personen.

Puttnins-von Trotha merkt des Weiteren an, dass in Ausnahmefällen der Saal auch 250 Besucher aufnehmen könnte. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass mit dem Neubau ein Zentrum entstehen soll, das von den Bürgern auch tagsüber belebt werde, was wiederum den Gustavsburger Ortskern zusätzlich belebe. Mit einem größeren, reinen Veranstaltungsort wäre das nicht so.

Der SKB appelliert sowohl an den Magistrat als auch an die Fraktionen, den Entwurf der Verwaltung abzulehnen und den Wünschen des SKB nachzukommen. Der Dachverband stehe für Gespräche zur Verfügung. Und diese Gespräche werde es schnellstens geben, kündigte Bürgermeister Puttnins-von Trotha an.

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