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Rüsselsheimer Tierheim: Wasser auf die Mühlen des Tierheims

Das Rüsselsheimer Tierheim hat zum alljährlichen Weihnachtsmarkt geladen. Mit dem Erlös des Kuchen- und Dekoverkaufs soll der Brunnen saniert werden, der dem Tierheim seit Sommer Probleme bereitet.
Die festlichen Gestecke haben viele Freunde des Tierheims selbst angefertigt. Die festlichen Gestecke haben viele Freunde des Tierheims selbst angefertigt.
Rüsselsheim. 

Langsam kommt dann doch vorweihnachtliche Stimmung auf, trotz der milden Temperaturen – beim Weihnachtsmarkt im Tierheim Rüsselsheim ist alles festlich dekoriert und neben Kuchen wird auch selbst gemachter Stollen verkauft. 40 Stück hat Marianne Friebe, Mäzenin des Tierheims, eigenhändig gebacken, erzählt Claudia Vietmeier-Kemmler stolz.

Die Leiterin der Rüsselsheimer Einrichtung organisiert die familiäre Veranstaltung nun seit fünf Jahren und ist begeistert über den regen Andrang: „Am Samstag war die Kuchenauswahl schon nach drei Stunden erheblich eingeschränkt, die Suppe leer – die Leute standen pünktlich zur Öffnung schon Schlange vor der Tür.“ Das Publikum ist bunt gemischt, neben Tierbesitzern in spe finden sich auch Unterstützer und Freunde des Tierheims zusammen. Letztere haben durch Kuchenspenden und Anfertigung der zum Kauf angebotenen Weihnachtsgestecke zur Gestaltung des Wochenendes beigetragen.

 

Wasserversorgung ist gefährdet

 

Dieses Jahr sind die Einnahmen, die zu hundert Prozent an den Tierschutzverein Rüsselsheim gehen, nötiger als sonst. Durch den niedrigen Wasserstand der Kanalisation versandet der Brunnen und die Betriebswasserversorgung ist potenziell gefährdet. „Es ist eine Kettenreaktion und bedeutet im Endeffekt, dass die Heizung ausfallen kann“, sagt Vietmeier-Kemmler.

Für eine Sanierung allerdings braucht man viel Geld und die Unterstützung der Stadtwerke. Ein erster Schritt in Richtung Bewältigung der Kosten ist der Weihnachtsmarkt also in jedem Fall, aber natürlich geht es auch darum, für die vielen Tiere neue Besitzer zu finden und einen ersten Kontakt herzustellen. Der Einzugsbereich des Tierheims beläuft sich mittlerweile auf einen Umkreis von fast 80 Kilometern und seit einem halben Jahr gibt es wieder mehr Vermittlungen.

Gerade in der Weihnachtszeit gibt es natürlich auch viele Anfragen von Eltern, die ihren Kindern ein Tier schenken wollen. Davon rät Vietmeier-Kemmler dann nicht kategorisch ab, empfiehlt aber eine andere Vorgehensweise: „Man sollte in jedem Fall das Kind in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen und mit ihm hierher kommen. So kann gleich eine Bindung aufgebaut werden. Ein Tier ist kein Konsumgut, umso mehr Sinn macht es daher, eine Adoption als gemeinsames Erlebnis zu gestalten.“ Die meisten Interessenten sähen das auch ein. Eine gute Alternative seien auch die Tier-Patenschaften, bei denen man für zehn Euro im Monat ein ,Patenkind’ unterstützt.

Für das Tierheim selbst wünscht sich Claudia Vietmeier-Kemmler, dass auch weiterhin Spenden zum Wohl der Tiere gesammelt werden können: „So gute Unterstützung wie bisher – das wäre unser Wunsch für das neue Jahr.“

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