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April, April! Politiker lachen mit

Von Sportlich und mit Humor genommen haben die Bad Vilbeler Politiker die gestrigen FNP-Aprilscherze „Bürgermeisterwahl: Minkel gegen Stöhr?“ und „Vilbel verliert ,Bad’ an Karben“. Sie setzten ihrerseits sogar noch einen drauf.
Schaut man genau hin, sieht man das alte Ortsschild unter unserem April-Scherz-Schild herauslugen. Bürgermeister Guido Rahn und Fred Dreßler vom Bauhof Karben haben den Scherz gerne mitgemacht.	Foto: Pfeiffer-Goldmann Schaut man genau hin, sieht man das alte Ortsschild unter unserem April-Scherz-Schild herauslugen. Bürgermeister Guido Rahn und Fred Dreßler vom Bauhof Karben haben den Scherz gerne mitgemacht. Foto: Pfeiffer-Goldmann
Bad Vilbel. 

So hat Jörg-Uwe Hahn (FDP) im Falle der Kandidatur von Klaus Minkel für das Bürgermeisteramt bereits angekündigt, gerne den Posten des ehrenamtlichen Ersten Stadtrats zu übernehmen. „Ich habe jetzt ja mehr Zeit, Verwaltungserfahrung ist vorhanden, und als ehemaliger Stationsreferendar im Jahr 1981 von Klaus Minkel kenne ich seinen Arbeitsstil sehr genau“, scherzt der ehemalige hessische Minister.

Auch Bad Vilbels Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP), ebenfalls Stationsreferendarin 1981, bietet Hilfe an: Ihren derzeitigen Posten würde sie auch gerne weiterhin ausfüllen.

Das lässt ein Klaus Minkel nicht unbeantwortet: „Lieber Jörg-Uwe. Das sind völlig neue Perspektiven. Ich werde das ernsthaft prüfen“, schreibt er. Und an Hahns Gattin: „Liebste Heike. Ich bin gerührt. Dein Mann hat sich schon als Erster Stadtrat zur Verfügung gestellt. Packen wir’s.“

Zuletzt schreibt Jörg-Uwe Hahn: „Drei Liberale an der Spitze! Die Quellenstadt wird sprudeln!“ Ob er allerdings CDU-Mann Minkel als den dritten Liberalen meint, bleibt unklar. . .

 

Rahn will das Ortsschild

 

Einige Leserresonanz gab es auf Bad Karben. So war ein Heilsberger Leser erstaunt und fragte: „Gibt es jetzt nur noch Vilbel?“ Auf die Erinnerung des FNP-Redakteurs an das gestrige Datum stutzte der Heilsberger kurz und brach dann in schallendes Gelächter aus.

Eine Leserin monierte, dass die FNP das „Bad“ vor Karben auf dem Ortsschild ja recht billig aufgeklebt habe. Umso mehr Respekt zollte sie dann, als die FNP aufklärte: Das Ortsschild wurde eigens für den Aprilscherz bei einer Schilder-Manufaktur in Auftrag gegeben. Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) ist jedenfalls ganz heiß auf das Unikat, will es sich am liebsten ins Rathaus hängen. Ober er es bekommt, ist noch nicht entschieden.

Doch Dank gebührt Bürgermeister Rahn auf jeden Fall. Nicht nur er, sondern auch Fred Dreßler und Timo Köbel vom Bauhof haben sich gerne etwas von ihrer kostbaren Mittagspause abgeknappt, um das Foto mit dem falschen Ortsschild zu ermöglichen.

Unfreundliche Kritik handelte sich hingegen Bad Vilbels Stadtsprecher Bastian Zander ein. Er schickte gestern einen Scherz rein, nachdem die für den Neubau des DFB-Leistungszentrums im Abriss befindliche Trabrennbahn in Frankfurt-Niederrad nun im Bad Vilbeler Kurpark entsteht.

 

Kurhaus wird Stallung

 

Zander reagiert ebenfalls auf den FNP-Scherz: „Der Kurpark entspricht den internationalen Standards und ist für bedeutende Rennen geeignet, zumal nach Informationen der größten Tageszeitung Vilbel das Prädikat ,Bad’ an Karben verlieren könnte und der Kurpark dann zur schnöden Grünanlage degradiert würde.“ Kurhaus und altes Hallenbad würden in Stallungen, Reithalle und Vorratsscheunen umgebaut.

In die Gewinnzone gebracht werden soll alles mit einem von der Stadt betriebenen Wettbüro. Von den Einnahmen könne ein kostenloser Shuttlebus finanziert werden, der Vilbeler in den Bad Homburger Kurpark bringt, falls das Bedürfnis nach Erholung besteht.

Kurzerhand rief ein Mitarbeiter einer Nachrichtenagentur an und fragte nach dem Hintergrund. Als Zander aufklärte, hieß es „Scherzkeks!“ Und danach war die Leitung tot.
 

Überraschende Entscheidung aus Wiesbaden: Karben darf sich ab heute mit dem »Bad«-Prädikat schmücken. Das erste neue Ortsschild installierten gestern (von links) Bürgermeister Rahn mit Fred Dreßler und Timo Köbel vom städtischen Bauhof.	Fotos: Thomas Kopp, Dennis Pfeiffer-Goldmann
Vilbel verliert „Bad“ an Karben

Das dürfte Jubel in der einen Stadt, Entsetzen in der anderen auslösen: Seit heute heißt die eine stolz „Bad Karben“ , die an- dere nur noch schnöde „Vilbel“. Hessens Innenminister hat die Zusatzbezeichnung völlig überraschend der größten Wetterauer Stadt entzogen. Nur weil ein Politiker schnell geholfen hat, konnte der Titel überhaupt in der südlichen Wetterau gehalten werden.

clearing

Foto: dpa
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