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Sunshine Cup der Agility und Sporthunde Karben: Hassos Fitnessstudio liegt im Freien

Höher, schneller, weiter: Am Wochenende maßen sich die sportlichsten Hunde Hessens bei einem Agility-Turnier in Karben.
Über sieben Rampen musst du gehen: Beim Agility-Sport kommt es auf  Disziplin, Geschick, Schnelligkeit und Teamwork an.	Foto: Dominik Rinkart Über sieben Rampen musst du gehen: Beim Agility-Sport kommt es auf Disziplin, Geschick, Schnelligkeit und Teamwork an. Foto: Dominik Rinkart
Karben. 

Die perfekte Einheit zwischen Mensch und Tier, das ist das Ziel der 92 Teilnehmer, die am Wochenende in Klein-Karben zum Hundesport-Turnier des Vereins Agility und Sporthunde Karben gekommen sind. Gemeinsam mit ihren Vierbeinern mussten die Teilnehmer an zwei Tagen jeweils zwei Parcours überwinden.

Während das Herrchen nebenher rennt und den Hund mit richtungsweisender Körpersprache führt, müssen die Tiere schwierige Hindernisse meistern: Sprunghürden, Rampen, Slalomstangen, Tunnel und eine schmale Brücke müssen nicht nur möglichst fehlerfrei, sondern auch in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden.

Die Regeln sind streng: Zögert der Hund vor einem Hindernis, weicht von der Ideallinie ab oder springt zu früh von der Rampe, gilt dies bereits als Fehler. Nach drei Fehlern werden Hund und Herrchen für diesen Lauf disqualifiziert. Zum Schutz der Tiere wird auch ein falscher oder gewaltsamer Umgang mit den Hunden bestraft.

Agility kommt aus Amerika und wird seit etwa 20 Jahren auch in Deutschland ausgeübt. Die Teilnehmer starten in drei Leistungsklassen, die jeweils noch in die drei Größenkategorien Mini, Midi und Maxi unterteilt sind.

 

Kein Körperkontakt!

 

Damit gewährleistet ist, dass die Hunde auf ihre Herrchen hören, müssen die Teilnehmer eine Begleitprüfung absolviert haben, schließlich darf während des Parcours kein körperlicher Kontakt zum Hund bestehen.

Bis sich Mensch und Tier so perfekt verstehen, wie manche Teilnehmer an diesem Wochenende zeigen, muss lange geübt werden.

Katrin Philipp und Florian Förster von der Ortsgruppe Darmstadt des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV Darmstadt 08) fahren mit ihren Hunden Cila, Chess und Marlow extra in ein Kölner Leistungszentrum, um ihr Training zu optimieren. Aber sie üben nie mehr als zwei Stunden pro Woche. „Der Spaß sollte im Vordergrund stehen, sonst verliert der Hund die Lust“, berichtet das agile Duo.

Sie genießen den Vorteil der Sportart, der darin besteht, dass ihre Hunde im Alltag sehr ausgeglichen und ruhig sind. Schließlich bräuchten besonders bewegungshungrige Rassen diesen Sport, um ausgelastet zu sein. Auch für die beiden sportlichen Herrchen bietet Agility einen Vorteil. Denn: „Nur Gassi gehen wird auf die Dauer auch langweilig.“

Beim Karbener Parcours seien vor allem die scharfen Kurven eine große Schwierigkeit. Wenn der Hund aus einem Hindernis herauskommt und ein weiteres direkt vor sich erblickt, jedoch eine 90 Grad-Kurve einschlagen muss, wird auch das Herrchen auf den Prüfstand gestellt. Schließlich wissen alle Teilnehmer, dass das Tier niemals an einem Fehler die Schuld trägt, sondern immer der anleitende Mensch.

 

Teamwork ist wichtig

 

Das weiß auch die jüngste Starterin. Pia Beier ist elf Jahre alt und trainiert seit einem Jahr mit ihrem Australian Shepherd Benchi. Trotz der kurzen Zeit ist sie bereits Jugendlandesmeisterin in ihrer Klasse. In Karben läuft es jedoch zunächst nicht so gut und Benchi scheitert im ersten Lauf. Als Trainingsmethode, um bei den nächsten Läufen besser abzuschneiden, setzt Pia auf liebevolles Kuscheln mit ihrem Hund.

Dass man beim Agility nur als eingeschworenes Team bestehen kann, beweist Gabi Stumpf von den Agilityfreunden Hanau. Mit ihrem Papillon Mio siegt sie in der Mini-Klasse. Bernd Büttner von der VSG Offenbach gewinnt mit Kleinpudel Chaco die Midi-Klasse und feiert damit dem Durchbruch in die höchste Leistungsklasse. Den Karbener Sunshine Cup in der großen Gewichtsklasse sichern sich Robin Pfau von der DVG Mühlheim an der Ruhr und sein Border Collie Chase.

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