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Von der Kantorei ans Lehrerpult: Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg verabschiedet Geraldine Groenendijk

Von Die Stelle von Kantorin und Chorleiterin Geraldine Groenendijk läuft Ende September aus. In Bad Vilbel hat sie in den vergangenen fünf Jahren viel erreicht.
Bis Ende September ist Geraldine Groenendijk noch als Kantorin in der Christuskirche in der Kernstadt und der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg tätig. Ihr auf fünf Jahre befristeter Vertrag als Kantorin im Dekanat für Bad Vilbel läuft dann aus. Foto: Christine Fauerbach Bis Ende September ist Geraldine Groenendijk noch als Kantorin in der Christuskirche in der Kernstadt und der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg tätig. Ihr auf fünf Jahre befristeter Vertrag als Kantorin im Dekanat für Bad Vilbel läuft dann aus.
Bad Vilbel. 

In einem Festgottesdienst hat die evangelische Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg am Samstag Kantorin Geraldine Groenendijk verabschiedet. Seit Oktober 2013 war die Kirchenmusikerin beim Dekanat Wetterau als Kantorin angestellt – mit einer 30-Prozent-Stelle, die auf fünf Jahre befristet war. Ihr Ende September auslaufender Vertrag wird zum großen Bedauern der Gemeindemitglieder auf dem Heilsberg und in der Christuskirche nicht verlängert.

In der Heilig-Geist-Gemeinde leitete sie mit großem Erfolg den Kinder-, Jugend- und Gemeindechor. Seit 2015 war sie zusätzlich als Kantorin in der Christuskirche tätig. „Als Kantorin im Dekanat war ich nur in Bad Vilbel tätig, im Gegensatz zu den drei Dekanatskantoren Nilani Stegen, Ulrich Seeger und Frank Scheffler, die im gesamten Wetteraukreis arbeiten“, sagt sie.

Im Rhythmus bleiben: Geraldine Groenendijk beim Einsingen mit dem Gemeindechor der Heilig-Geist-Gemeinde. Bild-Zoom Foto: Christine Fauerbach
Im Rhythmus bleiben: Geraldine Groenendijk beim Einsingen mit dem Gemeindechor der Heilig-Geist-Gemeinde.

Ihre Hauptaufgabe auf dem Heilsberg bestand darin, die beiden Kinderchöre, den Jugendchor, die von ihr gegründete Jugendband und den Gemeindechor zu leiten. „Ich habe mit wenigen Kindern angefangen“, erinnert sie sich. „Mit hat es große Freude gemacht zu sehen, wie die jungen Sänger in den letzten fünf Jahren größer geworden sind und heute immer noch Freude am Singen haben.“ Mit den Chören studierte sie Musicals ein, die nicht nur in der Kirche, sondern einmal im Jahr auch in der Ernst-Reuter-Schule aufgeführt wurden. „Daraus entstand der Jugendchor, den es vorher nicht gab“, sagt die Kantorin. Auch der Gemeindechor verjüngte sich unter ihrer Leitung. Die Chöre bereicherten Gottesdienste, führten Singspiele an Heiligabend auf, sorgten für musikalische Höhepunkte bei Festen und punkteten mit Projekten wie dem Filmmusik-Konzert und dem Auftritt mit dem russischen Vokalensemble St. Petersburg.

Hoffen auf Referendariat

Die Chöre der Heilig-Geist-Gemeinde sind jetzt auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Geraldine Groenendijk. In der Christuskirche leitet sie die Kantorei, gab als Solistin Orgelkonzerte, begleitete die Gottesdienste musikalisch. „Die Kantorei in der Christuskirche behalte ich als Minijob, leite weiter den Konzertchor, der zweimal im Jahr große geistliche Werke mit und ohne Orchester aufführt“, kündigt sie an. Mit Blick auf ihr befristetes Arbeitsverhältnis hat die 29-Jährige nebenbei Musik und Englisch fürs Lehramt an Gymnasien studiert, macht im Oktober ihr mündliches Staatsexamen. „Ich hoffe, dass ich 2019 ein Referendariat bekomme.“ Ihre Zeit in Bad Vilbel beschreibt sie so: „Es war eine tolle Erfahrung, hier als Kirchenmusikerin tätig zu sein. Bei der Kinderchorarbeit hat mich ein engagiertes Team unterstützt. Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge und freue mich auf meine neuen Aufgaben als Lehrerin.“

Gesang und Orgelklänge

Die Gelegenheit, Geraldine Groenendijk noch einmal musizieren zu hören, haben die Besucher des Orgelkonzertes „Klangwelten der Romantik“ am Samstag, 15.

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Geraldine Groenendijk wurde 1988 als Tochter eines Holländers und einer Singapurerin in Holland geboren. „Wir sind nach Gründau gezogen, als ich zweieinhalb Jahre alt war. Dort bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen.“ Als Sechsjährige erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht, mit elf Jahren lernte sie Klarinette.

Durch Pfarrer zur Orgel

Drei Jahre später fragte sie der katholische Pfarrer, ob sie nicht Lust hätte, Orgel zu spielen. Sie nahm Orgelunterricht, bestand die C-Ausbildung für nebenamtliche Musiker. Seit 2006 leitet sie Kirchenchöre und arbeitet als Organistin. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt studierte sie Orgel, Liturgisches Orgelspiel und Chorleitung sowie als Nebenfächer Klavier, Gesang, Kinderchorleitung und Gitarre. Von 2009 bis 2010 studierte sie außerdem am „Conservatorium van Amsterdam“ Orgel und war im Rahmen eines musikalischen Früherziehungsprogramms in Kindertagesstätten tätig. Zahlreiche Fortbildungen im Bereich der musikalischen Früherziehung und Meisterkurse runden ihre Ausbildung ab.

Sie tritt als Orgel-Solistin sowie in Duetten mit Sängern oder Posaunisten auf und gibt Kurse in musikalischer Früherziehung an der Frankfurter Musikakademie.

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