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Gelder genehmigt: Karbener Statdtgärtner erhalten ab kommendem Jahr Unterstützung

Von Karbens Stadtgärtner sollen es ab dem nächsten Jahr ein wenig einfacher haben. Das Parlament hat zusätzliches Geld genehmigt, damit im Frühjahr externes Personal zusätzlich bei der Grünpflege helfen kann. Nur ein einziger kritisiert dieses Vorgehen.
Sorgen für Ordnung, so gut sie können: die Mitarbeiter des Bauhofs. Hier bepflanzen sie einen Grünstreifen in Groß-Karben. Sorgen für Ordnung, so gut sie können: die Mitarbeiter des Bauhofs. Hier bepflanzen sie einen Grünstreifen in Groß-Karben.
Karben. 

Wenn im Frühjahr alles in der Natur förmlich explodiert, kommt der Hobbygärtner kaum hinterher. Das geht nicht nur den Menschen mit grünem Daumen so, die ihren Garten zur eigenen Freude pflegen. Sondern erst recht jenen, die professionell damit zu tun haben. Und zwar die, wenn sie denn mit Grünschnitt und den anderen Arbeiten nicht hinterherkommen, sich sofort reichlich Kritik anhören müssen.

Die städtischen Gärtner in Karben sollen deshalb ab dem kommenden Jahr ein wenig Extra-Hilfe bekommen. Das hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung nahezu einmütig beschlossen. Lediglich Uwe Maag (Linke) hebt dabei seine Hand zu einem Nein. Den Anstoß für die Hilfe für die Bauhof-Mitarbeiter haben Grüne und SPD gegeben: In Anträgen forderten beiden Fraktionen mehr Geld für die Stadtgärtner. 10 000 Euro wollen die Grünen die Stadt dafür in die Hand nehmen lassen, die Sozialdemokraten lediglich 7000 Euro.

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Kommentar

Das stimmt schon: Wenn das Gras wild und hoch wächst, das Unkraut wieder wuchert, dann sieht das einfach nicht schön aus. Den Anblick kennen viele Karbener aus jedem Frühjahr. Aber es sind nicht nur die Karbener.

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Gerade in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten sei „der Pflanzenwuchs so kräftig, dass die Arbeit von den Mitarbeitern des Bauhofs nicht mehr in angemessenem Zeitrahmen zu bewältigen ist“, erläutert Grünen-Fraktionschef Rainer Knak. Folge sei ein „nicht nur ein ungepflegtes Erscheinungsbild“, sondern die wuchernden Büsche und Bäume könnten sogar zu einem Sicherheitsrisiko im Verkehr werden.

Rosenhang einbeziehen

Auch bei den Ehrenamtlichen in der Politik häuften sich daher Jahr für Jahr die Beschwerden von Bürgern, erinnert SPD-Fraktionschef Thomas Görlich. Um „diesen Missstand wenigstens abzuschwächen“, solle der Bauhof zusätzlich Fremdfirmen zur Unterstützung einsetzen können, findet er. Noch bevor das Parlament darüber abstimmt, zeigt sich bereits, dass die beiden Oppositionsfraktionen auf viel Unterstützung stoßen. Zudem tun sich SPD und Grüne zusammen und wollen nun sogar 17 000 Euro aus Überschüssen des Haushalts für den Bauhof nutzen. „Wir sollten besser eine externe Firma beauftragen“, erklärt Marcus Klötzl (Grüne), „statt saisonal Kräfte auf Stundenbasis.“

Und noch einen Schritt weiter geht CDU-Fraktionschef Mario Beck. Er will den Zusatz-Etat gleich auf 20 000 Euro aufzustocken. „Und wir sollten den Rosenhang in Klein-Karben einbeziehen.“ Das lobt SPD-Fraktionsvize Ralf Schreyer: „Eine tolle Idee.“

Info: Mitarbeiter müssen fast 250 000 Quadratmeter Rasen ...

  Ab sieben Uhr morgens sind sie im Einsatz für ein schönes Stadtbild: Die Mitarbeiter der Grüntruppe des Karbener Bauhofs. Zugeordnet ist der den Stadtwerken.

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Einer aber sieht das ganz anders: „Wenn die Mitarbeiter des Bauhofs nicht alle Aufgaben erledigen können, dann müssen wir eben beim Personal aufstocken“, sagt Linken-Stadtverordneter Uwe Maag. Dass ausgerechnet SPD und Grüne darauf verzichten wollten, darüber sei er doch überrascht. Ein Aufstocken bei den Stellen im Bauhof lehnt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) allerdings ab. „Die Wachstumsperiode verläuft ja nicht gleichmäßig übers ganze Jahr“, erinnert er.

Punktuell aufstocken

Daher benötige die Stadt das Personal auch nicht das ganze Jahr über gleich intensiv. „Es macht Sinn, punktuell aufzustocken, wenn überall alles wuchert und wächst“, findet der Rathauschef. Dabei denkt Rahn beileibe auch nicht nur an Gartenbaubetriebe. „Landwirte könnten zum Beispiel mal eine Wiese mulchen oder einen Radweg freischneiden.“

Auch der Einsatz von Auszubildenden des Berufsbildungswerks Südhessen (BBW) sei denkbar, ergänzt CDU-Frontmann Beck. „Nicht alles muss der Staat machen“, sagt Guido Rahn. Der Bauhof habe bereits ein Jahres-Budget von 1,2 Millionen Euro pro Jahr.

Dass Kritik vonseiten der Linken nicht von ungefähr komme, räumt Grünen-Fraktionschef Knak ein. „Ich sehe das Problem, aber wir müssen uns der Realität stellen.“ Gut sei in jedem Fall, dass das Parlament „noch eine Schippe draufgelegt“ habe. Denn mit künftig 20 000 Euro extra dürften einige Grünflächen im kommenden Frühjahr schneller wieder ordentlich aussehen. Und die Beschwerden auch wieder weniger werden.

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