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Bauausführung: Neues Feuerwehrgerätehaus: Auf dem Dillmann-Areal in Eichen tut sich nichts

Das geplante Feuerwehrgerätehaus in Eichen scheint sich langsam zu einer unendlichen Geschichte zu mausern. War erst der Standort umstritten, so scheint es nun bei der Bauausführung zu hapern.
Trotz vorliegender Baugenehmigung und dem Förderbescheid des Landes ist weit und breit kein Bauarbeiter auf dem Gelände zu sehen. Trotz vorliegender Baugenehmigung und dem Förderbescheid des Landes ist weit und breit kein Bauarbeiter auf dem Gelände zu sehen.
Nidderau. 

Tatsache ist, und das wird von keiner Seite bestritten, dass das jetzige Feuerwehrgerätehaus mitten im Ort nicht mehr zeitgemäß ist und deshalb dringend ersetzt werden muss. Mehrere Jahre lang wurde sehr kontrovers um den Standort gerungen, sogar eine Bürgerinitiative zur Entwicklung eines Gewerbegebietes jenseits der Bundesstraße B 521 hatte sich gegründet.

Doch im vergangenen Jahr schien mit dem Kauf des sogenannten Dillmann-Areals zwischen den Straßen „Im Wiesengrund“ und „Zum Junkerwald“ endlich Ruhe einzukehren. Auch weil die Leitungen der städtischen und der örtlichen Feuerwehr grünes Licht für den Standort gegeben haben sollen, wie seither immer wieder betont wird.

Im vergangenen Juli erschien der hessische Innenminister und überbrachte persönlich den Förderbescheid des Landes in Höhe von 155 500 Euro. Und auch der Kreis stimmte schließlich zu und erteilte die Baugenehmigung für den rund 1,3 Millionen Euro teuren Umbau der alten Fabrikhalle zu einem modernen und großräumigen Feuerwehrgerätehaus.

Anwohner sind besorgt

Wie nun jedoch aus dem Umfeld der Feuerwehr bekannt wurde, soll die Genehmigung nur unter Auflagen erteilt worden sein – und zwar in Sachen Lärmschutz. Öffentlich war davon bisher keine Rede. Dabei hatten die Anlieger der Straßen „Im Wiesengrund“ von Anfang an ihre Bedenken gegen die Standortwahl vorgetragen, weil sie erhebliche Beeinträchtigungen durch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge befürchten.

Weil auch die Wohnbebauung auf der anderen Seite des Grundstücks dem geplanten Feuerwehrhaus sehr nahe rückt, soll die Baugenehmigung nur unter der Auflage erteilt worden seien, dass Übungen der Feuerwehr auf dem Gelände nicht im Zusammenhang mit Sirenen erfolgen und auch Schrottautos nicht zu Übungszwecken im Freien zersägt werden dürfen. „Wenn noch vor dem Start solche Auflagen erteilt werden, dann werden uns nach und nach alle Übungsmöglichkeiten genommen“, kritisierten die Verantwortlichen der Eicher Feuerwehr bei Bekanntwerden der Auflagen.

Streit um Stromkasten

Damit die Diskussion jedoch nicht wieder von vorne beginnt, wurde der Feuerwehr kurzerhand Redeverbot erteilt. Wie es heißt, sollen nun sogar Rechtsanwälte eingeschaltet worden sein.

Doch Bauamtsleiter Steffen Schomburg winkt ab. „Davon weiß ich nichts. Dass die Bagger noch nicht rollen und der Umbau noch nicht begonnen hat, liegt allein daran, dass über die Kosten zur Umsetzung eines Stromkastens auf dem Gelände mit dem Energieunternehmen gestritten wird“, versichert er. Doch warum dürfen die Feuerwehrleute nichts sagen? Warum weiß keiner der Stadtverordneten oder zumindest ein Magistratsmitglied über die Angelegenheit Bescheid? Alle versichern glaubhaft, nichts davon mitbekommen zu haben. Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD), zuständiger Brandschutzdezernent, ist derzeit krank und kann nicht befragt werden. Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) zuckt nur die Schultern. Auch er will von den Lärmschutzproblemen bisher nichts gehört haben.

Bei der jüngsten Bürgerversammlung war dies jedenfalls ein heiß diskutiertes Thema, das demnächst auch in den Ausschüssen und im Stadtparlament auf den Tisch kommen soll. Vonseiten der Opposition werden bereits erste Stimmen laut: „Bei so einer Auflage sollte man wirklich darüber nachdenken, das Feuerwehrgerätehaus jenseits der B 521 entstehen zu lassen. Da stört es keinen Menschen und die Feuerwehr kann problemlos üben.“

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